Goldener Herbst verabschiedet sich: Ausgerechnet am Freitag, dem 13. – Wettermodell rechnet mit Wintereinbruch
Der November zeigt sich in Deutschland von seiner wechselhaften Seite. Während es im Süden kräftig regnen soll, dürfen sich einige Regionen zunächst noch über milde Temperaturen freuen. Doch zum Ende der Woche könnte eine ganz andere Wetterlage bevorstehen.
Von news.de-Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Hochdruckwetter verliert zunehmend an Einfluss
- Föhn bringt dem Südwesten noch einmal milde Temperaturen
- US-Modell berechnet Polarluft und Schnee für Freitag
Der goldene Herbst hat fertig: Das stabile Hochdruckgebiet, das Deutschland zuletzt noch mit milden Temperaturen und gelegentlichem Sonnenschein verwöhnt hat, verliert zunehmend an Kraft. Am Sonntag (08.11.2026) zeigt sich der Himmel bereits in weiten Teilen des Landes grau und verhangen – nur ganz im Osten schafft es die Sonne noch, sich über längere Phasen durchzusetzen. In der neuen Woche kommt deutlich mehr Bewegung in die Wetterküche. Aus Südwesten strömt mildere und feuchtere Luft heran. Zum Ende der Woche könnte ein kräftiger Temperatursturz drohen. Müssen wir mit einem Wintereinbruch rechnen?
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Dauerregen im Süden, Schnee in den Alpen
Bereits ab Montag (09.11.2026) verschärft sich die Wetterlage im Süden. Von Südbaden bis ins Alpenvorland setzt Regen ein, der sich in der Nacht zum Dienstag verstärkt und sich weiter nordwärts ausbreitet. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet insbesondere im Südschwarzwald sowie vom Bodenseeraum bis ins Allgäu markanten Dauerregen. Innerhalb von 24 bis 36 Stunden können dort 30 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter zusammenkommen, örtlich sogar bis zu 50 Liter. In den Hochlagen der Alpen sind zudem Sturmböen möglich.
Nördlich des Mains sieht die Wetterlage anders aus: Dort bleibt es weitgehend trocken, allerdings sorgen Nebel und Hochnebel vielerorts für trübe Sicht. In einem Streifen vom Niederrhein bis nach Sachsen kann sich am Montag zeitweise die Sonne zeigen. Die Temperaturen bleiben bescheiden. Bei hartnäckigem Nebel kommen manche Regionen kaum über 5 Grad hinaus, während es im Westen mit Sonnenschein bis zu 12 Grad werden können. Nachts fällt das Thermometer im Norden und Osten örtlich unter den Gefrierpunkt.
Föhn-Wärme vor dem nächsten Wetterumschwung
Zur Wochenmitte wird es vorübergehend milder. Die Strömung dreht auf Südwest, sodass wärmere Luft nach Deutschland gelangt. Am Mittwoch klettern die Temperaturen im Südwesten und an den Alpen auf bis zu 15 Grad. An Oder und Neiße sind bei zähem Nebel dagegen kaum 5 Grad drin. In den Alpengipfellagen frischt der Wind mit stürmischen Böen auf. Am Donnerstag legt die Mildluft noch eine Schippe drauf: Am Oberrhein und mit Föhnunterstützung an den Alpen sind bis zu 17 Grad möglich. Gleichzeitig breitet sich Regen vom Südwesten bis in die Landesmitte aus. Doch das Gastspiel der milden Temperaturen könnte kurz ausfallen. In der Nacht zum Freitag kommen die Niederschläge langsam nach Süden voran. Im höheren Bergland der Mitte kann der Regen in Schnee übergehen. Die Tiefstwerte liegen zwischen 7 und 3 Grad.
Freitag, der 13.: US-Modell rechnet mit Polarluft und Schnee
Zum Ende der Woche könnte es dann deutlich kälter werden. Das amerikanische Wettermodell berechnet seit mehreren Läufen einen kräftigen Kaltluftvorstoß für Freitag, den 13. November. Demnach setzt sich ein mächtiges Tief über der Nordsee und Norddeutschland fest und lenkt kalte Luft nach Mitteleuropa.
In rund 1.500 Metern Höhe könnten die Temperaturen dann sechs bis acht Grad unter dem jahreszeitlichen Durchschnitt liegen, berichtet Meteorologe Dominik Jung bei "Merkur". Fällt gleichzeitig Niederschlag, wären Schneeflocken in den Mittelgebirgen möglich – etwa in Eifel, Hunsrück, Sauerland, Harz und Schwarzwald. Bei kräftigen Schauern könnte es dem Modell zufolge sogar bis in tiefere Lagen schneien. Nachts droht verbreitet Frost, auf Straßen und Brücken könnte es glatt werden. Ein kräftiges Hoch über Russland könnte zudem kalte Luft aus Osten nach Mitteleuropa lenken. Sollte sich diese Wetterlage durchsetzen, wäre auch eine länger anhaltende Kältephase denkbar. Allerdings ist Vorsicht geboten: Die Berechnung des US-Modells ist noch keine sichere Vorhersage. Der Deutsche Wetterdienst erwartet für Freitag zwar eine deutliche Abkühlung, prognostiziert aber vor allem länger anhaltenden Regen im Süden und aufgelockerte Bewölkung im Norden. Ein flächendeckender Wintereinbruch ist damit bislang nicht bestätigt.
Sommerreifen runter – der Winter rückt näher
Unabhängig davon, wie stark der Kälteeinbruch tatsächlich ausfällt: Autofahrer sollten sich auf winterliche Straßenverhältnisse einstellen. Wer noch mit Sommerreifen unterwegs ist, sollte einen Wechseltermin einplanen. "Der Winter klopft an, und er klopft immer lauter", warnt Meteorologe Dominik Jung. Wie weit die Temperaturen tatsächlich sinken und wo Schnee fällt, kann sich bis zum 13. November noch ändern. Gerade die genaue Schneefallgrenze ist in dieser Vorhersage noch unsicher.
Am Samstag beruhigt sich das Wetter zunächst wieder. Bei teils sonnigem, teils neblig-trübem Himmel liegen die Höchstwerte zwischen 5 und 9 Grad. Nachts wird es frostig: Bei Aufklaren sinken die Temperaturen verbreitet unter den Gefrierpunkt, örtlich sind bis zu minus 4 Grad möglich. Am Sonntag kann sich das Hochdruckgebiet nochmals bemerkbar machen und weiten Teilen Deutschlands Sonnenschein bescheren. Die Verschnaufpause dürfte allerdings nicht lange dauern: Zu Beginn der darauffolgenden Woche wird es laut DWD von Westen her erneut unbeständiger und milder.
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bua/news.de
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