Unwetter-Alarm in Deutschland: Gewitter und Starkregen fegt August-Hitze (vorerst) weg

Die große Sommerhitze wird von heftigen Unwettern mit Schauern, Blitz und Donner aus Deutschland verjagt. Wo die Unwetter-Gefahr in den kommenden Tagen besonders groß ist, verrät die Wetter-Prognose des DWD.

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Nach dem Unwetter-Wochenende schickt der Himmel lokal über 80 Liter Regen pro Quadratmeter – doch ausgerechnet an Rhein und Elbe, wo historische Tiefstände die Schifffahrt lahmlegen, wird davon so gut wie nichts ankommen. (Foto) Suche
Nach dem Unwetter-Wochenende schickt der Himmel lokal über 80 Liter Regen pro Quadratmeter – doch ausgerechnet an Rhein und Elbe, wo historische Tiefstände die Schifffahrt lahmlegen, wird davon so gut wie nichts ankommen. Bild: Patrick Pleul/dpa/dpa
  • Unwetter-Warnung für Deutschland: Nach der Hitze folgen Gewitter und Schauer
  • Wetterumschwung vertreibt hochsommerliche Temperaturen laut DWD-Prognose
  • Starkregen für Dürre-Deutschland - so viel Niederschlag bringt die neue Woche

Tschüss August-Hitze, hallo Gewitter und Starkregen: Bereits am Sonntag (16.08.2026) ist Deutschland wettertechnisch ordentlich durchgeschüttelt worden. Vor allem südlich einer Achse vom Nordschwarzwald bis zur Lausitz rollte eine Unwetter-Walze mit heftigen Gewittern herein – begleitet von Starkregen, kleinkörnigem Hagel und Sturmböen, die laut Deutschem Wetterdienst (DWD) Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h erreichen. Bayern, der Südosten Baden-Württembergs und Sachsen bekamen die volle Breitseite ab.

Unwetter fegen schwüle Hitze weg - so wird das Wetter in den kommenden Tagen

Die gute Nachricht: Die schwülheiße Luft mit Spitzenwerten jenseits der 30 Grad Celsius ist damit passé. "Die Hitze ist dann auch dort Geschichte", stellt DWD-Meteorologe Marcel Schmid fest. Die Temperaturen pendeln sich in der neuen Woche bei deutlich angenehmeren 20 bis 26 Grad Celsius ein. Doch wer auf ruhiges Sommerwetter hofft, wird enttäuscht. Statt Sonnenschein dominieren bis Donnerstag Schauer, Gewitter und schauerartiger Regen das Wettergeschehen.

Dürre-Deutschland bekommt lang ersehnten Regen mit Gewitter-Begleitung

Zum Wochenstart konzentrieren sich die kräftigsten Schauer und Gewitter zunächst auf den Süden und Südosten, bevor sie im Tagesverlauf Richtung Alpen, Tschechien und Polen abziehen. Im Norden und Osten sind ebenfalls Schauer möglich, während der Westen und Südwesten dank eines schwachen Hochdruckeinflusses noch einen trockenen Mix aus Sonne und Wolken genießen dürfen.

Am Dienstag (18.08.2026) verlagert sich der Schwerpunkt: In der Südwesthälfte fällt gebietsweise schauerartig verstärkter Regen, vereinzelt blitzt und donnert es dazu. Die Nordosthälfte sowie die Region vom Breisgau bis zum Hochrhein kommen weitgehend trocken davon. Der Mittwoch (109.08.2026) bringt dann vor allem über der Mitte Deutschlands und im Nordosten weiteren schauerartigen Regen. Die Temperaturen bewegen sich durchweg zwischen 19 und 25 Grad Celsius, lediglich im äußersten Süden und Südwesten sind bis zu 28 Grad Celsius drin.

Bis zu 80 Liter Regen pro Quadratmeter möglich - steigen die Pegelstände an den Flüssen endlich wieder?

Die Regenmengen, die sich bis Donnerstagabend aufsummieren, haben es in sich. Laut DWD-Meteorologe Marcel Schmid fallen flächendeckend zwischen 10 und 30 Liter pro Quadratmeter. Im äußersten Süden Deutschlands rechnet der Wetterdienst mit 30 bis 50 Litern, stellenweise sogar mit mehr als 80 Litern je Quadratmeter. "In den Folgetagen findet der oftmals schon eingestaubte Regenschirm endlich wieder seine Daseinsberechtigung", so Schmid. Wer in den vergangenen Wochen der Dürre seinen Schirm also irgendwo in der hintersten Ecke verstaut hat, sollte ihn schleunigst wieder hervorkramen. Dazu kommt am Mittwoch an der Küste ein kräftiger Westwind, der zeitweise steife bis stürmische Böen mit sich bringt.

Die Wetterprognose klingt nach viel Wasser – doch an den großen Flüssen dürfte davon kaum etwas ankommen. Rhein und Elbe verzeichnen derzeit historische Tiefstände, die Binnenschifffahrt kann nur noch mit einem Bruchteil ihrer üblichen Ladung fahren. Das Problem: Die Niederschläge der kommenden Tage sind überwiegend konvektiver Natur – also räumlich begrenzt und von kurzer Dauer. "Auf staubtrockenem Boden versickert oder verdunstet der Löwenanteil sofort bzw. läuft oberflächlich ab, ohne die Flüsse nennenswert zu speisen", erklärt Meteorologe Dominik Jung gegenüber "Bild". "Für eine echte Entspannung der Pegel bräuchte es flächigen, tagelangen Landregen – und der ist nicht in Sicht." Auch die Wasserstraßenverwaltung gibt keine Entwarnung.

Neue Hitzewelle im Anmarsch? Meteorologen geben Prognose ab

So willkommen die Niederschläge nach Wochen der Trockenheit auch sein mögen – eine nachhaltige Wende bringen sie nicht. Wetterexperte Karsten Brandt stellt gegenüber "Bild" klar: "Die Dürre und die Trockenheit sind damit aber natürlich nicht vorbei." Schlimmer noch: Bereits für die kommende Woche kündigen Meteorologen die nächste Hitzewelle an. Die Regentage bis Donnerstag sind demnach nur eine kurze Verschnaufpause, bevor die Temperaturen erneut klettern dürften. Dürre und Niedrigwasser bleiben damit das bestimmende Thema dieses Sommers. Wer seinen frisch ausgegrabenen Regenschirm also gerade erst wieder in Betrieb genommen hat, kann ihn vermutlich bald wieder einmotten – und stattdessen die Sonnencreme bereithalten.

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