Sommer dreht noch mal auf: Bis zu 40 Grad möglich – kommt jetzt die letzte Hitzewelle des Jahres?

Deutschland bekommt nur eine kurze Hitzepause, dann dreht der Sommer wieder voll auf. Heiße Luft aus Frankreich und Spanien lässt die Temperaturen bis Freitag auf bis zu 39 Grad steigen. Danach drohen Gewitter und Unwetter. Experten sehen möglicherweise die letzte große Hitzewelle des Jahres.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Rollt nun die letzte Hitzewelle des Sommers auf Deutschland zu? (Foto) Suche
Rollt nun die letzte Hitzewelle des Sommers auf Deutschland zu? Bild: AdobeStock / Corri Seizinger
  • Nach einer kurzen Abkühlung im Norden steigen die Temperaturen wieder drastisch an
  • Bis Freitag drohen bis zu 39 Grad und in einigen Regionen erneut Tropennächte
  • Experten halten es für möglich, dass es die letzte große Hitzewelle des Jahres ist

Der Sommer 2026 lässt Deutschland einfach nicht zur Ruhe kommen. Kaum sorgt eine schwache Kaltfront im Norden für etwas Abkühlung, steht schon die nächste Hitzewelle vor der Tür. Bis Freitag könnten die Temperaturen erneut gefährlich nahe an die 40-Grad-Marke klettern.

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Neue Hitzewelle im Anmarsch - bis zu 39 Grad am Freitag

Während sich der Norden am Dienstag (11.08.2026) über eine kleine Verschnaufpause freuen darf, bleibt es im Süden sommerlich heiß. Dort sind bis zu 32 Grad drin, am Hochrhein sogar 34 Grad. Im Norden und Osten müssen sich die Menschen dagegen mit 18 bis 25 Grad begnügen. Doch die Abkühlung ist nur von kurzer Dauer. Bereits ab Mittwoch (12.08.2026) strömt erneut heiße Luft aus Frankreich nach Deutschland.

Zur Wochenmitte übernimmt Hoch Ralf das Wetterkommando über Mitteleuropa. Aus südwestlicher Richtung werden dabei sehr warme bis heiße Luftmassen nach Deutschland transportiert. Am Mittwoch steigen die Temperaturen im Süden und Westen bereits auf 26 bis 35 Grad. Der Norden bleibt mit 20 bis 26 Grad zunächst deutlich kühler. Am Donnerstag (13.08.2026) wird es noch heißer. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet 28 bis 37 Grad. Dabei zeigt sich ein deutliches Temperaturgefälle: Während es im Nordosten vergleichsweise moderat bleibt, heizt sich der Südwesten immer stärker auf. Der Freitag (14.08.2026) könnte schließlich zum Hitzetag der Woche werden. Dann sind laut Prognose Spitzenwerte zwischen 29 und 39 Grad möglich.

Besonders unangenehm dürfte die Hitze in den Ballungsräumen entlang von Rhein und Main werden. Dort können sich die hohen Temperaturen zusätzlich stauen. In den Nächten sinken die Werte voraussichtlich nicht unter 20 Grad – Tropennächte inklusive.

Letzte große Hitzewelle 2026? Experten machen Hoffnung

Ist das möglicherweise der letzte große Hitze-Hammer des Sommers? Klimatologe Dr. Karsten Brandt sieht gegenüber "Bild" zumindest Anzeichen dafür, dass die extreme Hitze anschließend nachlassen könnte. Zunächst müsse Deutschland allerdings noch einmal ordentlich schwitzen: "Es bleibt aber wohl nur Zeit zum kurzen Verschnaufen." Ab Donnerstag gehe es "nochmals kräftig rauf", mit regional bis zu 38 Grad. Gleichzeitig macht Brandt Hoffnung: "Möglicherweise ist das aber die letzte sehr große Hitzewelle in diesem Jahr." Anschließend könnten sich die Temperaturen demnach bei 25 bis 28 Grad einpendeln. Auch Diplom-Meteorologe Dominik Jung rechnet damit, dass sich die Extremhitze rund um den 15. August verabschiedet. Doch bis dahin kommt noch einmal heißer Nachschub. "Auch wenn es in den nächsten beiden Tagen etwas kühler wird – der Hitze-Nachschub aus Frankreich und Spanien steht schon bereit!" Vor allem in der Mitte und im Süden Deutschlands könnten noch einmal 35 bis 40 Grad erreicht werden.

Hitzewelle endet mit Gewittern und Unwettergefahr

Mit der größten Hitze steigt allerdings auch das Gewitterrisiko. Bereits in der Nacht zum Samstag ziehen laut DWD-Prognose von Westen her dichtere Wolken, Schauer und teils kräftige Gewitter in den Norden und Nordosten. Im Südosten bleibt es zunächst noch ruhiger. Am Samstag (15.08.2026) drohen dann vor allem in der Nordwesthälfte weitere Schauer und Gewitter. Örtlich besteht Unwetterpotenzial. Die Südosthälfte kommt zunächst glimpflicher davon. Dort bleibt es weitgehend trocken und mit 27 bis 35 Grad noch einmal sehr warm bis heiß. Am Sonntag (16.08.2026) verlagert sich der Schwerpunkt der Niederschläge weiter in Richtung Südosten. Auch dann kann es örtlich wieder unwetterartig werden. Während sich der Norden bereits auf 21 bis 26 Grad abkühlt, sind im Süden noch bis zu 33 Grad möglich.

Wetterumschwung ab Montag: Kommt endlich Regen?

Nach der Hitzewelle deutet sich ab Montag ein deutlicher Wetterumschwung an. Der DWD erwartet dann dichte Wolken und schauerartigen Regen, der sich von Westen und Südwesten über weite Teile Deutschlands ausbreiten soll. Die Temperaturen gehen deutlich zurück und erreichen nur noch 22 bis 29 Grad. Auch am Dienstag und Mittwoch bleibt das Wetter demnach unbeständig und zeitweise nass. Für die Natur könnte der Wetterumschwung eine dringend benötigte Erleichterung bringen. Nach den heißen und vielerorts trockenen Wochen sehnt sich die Vegetation nach ergiebigem Regen. Klimatologe Dr. Brandt bringt es auf den Punkt: "Richtiger Regen, kein Tröpfeln, würde der ausgedörrten Natur in diesem heißen Sommer helfen." Ob tatsächlich genügend Niederschlag fällt, bleibt allerdings abzuwarten.

Sommer noch lange nicht vorbei: Bis 30 Grad im September möglich

Wer nach der kommenden Hitzewelle bereits mit dem Herbst rechnet, sollte sich allerdings nicht zu früh freuen. Meteorologe Jung hält Temperaturen von bis zu 30 Grad bis weit in den September hinein für möglich. Das Ende der großen Hitze bedeutet also keineswegs automatisch das Ende des Sommers. Seine Einschätzung fällt entsprechend eindeutig aus: "Dem Hochsommer geht die Puste vorerst nicht aus."

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