Terror-Angriff auf CSD in Berlin: Polizeibekannter Abdul B. (21) raste in Menschenmenge und griff mit Machete an

Eine Frau stirbt, viele Menschen werden schwer verletzt: Der Angriff mit einem Auto im Berliner Tiergarten galt offensichtlich den Besuchern des Christopher Street Day. Nach dem Zwischenfall wird nach einem 21-Jährigen mit islamistischen Bezügen gefahndet.

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Eine Regenbogenflagge, Blumen und Kerzen stehen vor einem Baum nahe dem Bereich, wo ein Fahrzeug einen Baum gerammt hatte. (Foto) Suche
Eine Regenbogenflagge, Blumen und Kerzen stehen vor einem Baum nahe dem Bereich, wo ein Fahrzeug einen Baum gerammt hatte. Bild: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow
  • Christopher Street Day in Berlin von mutmaßlicher Terror-Attacke überschattet
  • Autofahrer (21) rast in Menschenmenge beim CSD - eine Frau tot, mehrere Menschen verletzt
  • Mutmaßlicher Täter Abdul B. ist "polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet"

Es sollte ein friedliches Fest für Vielfalt, Toleranz und Lebensfreude werden, doch der Christopher Street Day, den Hunderttausende am 25. Juli 2026 in Berlin feierten, wurde von einem mutmaßlichen Terror-Anschlag überschattet: Ein weißer Van fuhr unweit des Potsdamer Platzes in die feiernde Menschenmenge auf dem Ahornsteig im Großen Tiergarten.

Mutmaßliche Terror-Attacke auf CSD in Berlin: Ein Todesopfer, mehrere Verletzte

Der CSD war nach dem Vorfall am Samstagabend abgebrochen worden. Mindestens eine Frau wurde getötet, weitere Menschen wurden verletzt. Nachdem der CSD abgebrochen wurde, begann die Berliner Polizei ihre Ermittlungen. "Wir fahnden mit Hochdruck nach tatverdächtigen Personen", sagte Polizeisprecher Florian Nath in einem in der Nacht zu Sonntag veröffentlichten Video bei X. Die Polizei sei mit zahlreichen Polizisten und Rettungskräften im Einsatz. Alle Besucherinnen und Besucher wurden gebeten, den Bereich zu verlassen.

Polizei fahndet mit Hochdruck nach "polizeibekanntem" Abdul B. (21) - mutmaßlicher Täter wird islamistischer Szene zugerechnet

Inzwischen wurde ein dringend Tatverdächtiger identifiziert: Bei dem mutmaßlichen Täter soll es sich um den 21-jährigen Abdul B., nach dem das Landeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft Berlin inzwischen mit einer Öffentlichkeitsfahndung suchen. Am Sonntagmorgen veröffentlichte die Polizei ein Foto, mit dem sie nach dem 21 Jahre alten Abdul B. fahndet. Generalstaatsanwaltschaft und Landeskriminalamt Berlin teilten mit, sie ermittelten "aufgrund des Verdachts eines Anschlags".

Abdul B. (21) unter Tatverdacht: Das ist zum mutmaßlichen Täter von Berlin bekannt

"Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet", sagte Polizeisprecher Florian Nath. Da nicht auszuschließen sei, dass der Tatverdächtige "möglicherweise bewaffnet und gefährlich" sei, werden Augenzeugen gebeten, Abdul B. nicht anzusprechen, sondern im Fall einer Sichtung unverzüglich den Notruf 110 zu wählen. Der Verdächtige wird als schlank und etwa 1,90 Meter groß beschrieben. Nach dpa-Informationen hat der Tatverdächtige Familie in Berlin und wurde erst im Mai 2026 aus dem Jugendarrest entlassen.

Der mutmaßliche Täter ist nach Angaben von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) deutscher Staatsbürger. Der 2005 in Deutschland geborene Mann habe einen libanesischen Hintergrund, sagte Dobrindt. Seine Mutter sei 2002 eingebürgert worden. "Er ist also als deutscher Staatsbürger hier zur Welt gekommen." Zudem sei der 21-Jährige schon in der Vergangenheit "auffällig" geworden. Dobrindt sprachen von einem "hohen Maß von Straftaten" und einer "islamistischen Radikalisierung" von Abdul B.

Innenminister Dobrindt: Berliner Täter nutzte auch Machete

Nach dem Angriff am Rande des Berliner Christopher Street Days (CSD) gehen die Ermittler von einem islamistischen Terroranschlag aus. Darauf deute alles hin, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Zudem habe der Tatverdächtige für den mutmaßlichen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin nicht nur sein Fahrzeug als Waffe benutzt. Er sei mutmaßlich auch mit einer Machete auf Passanten losgegangen, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) wenige Stunden nach der Horror-Tat in Berlin. Zuvor hatte er mit einem Auto Menschen angefahren. Bei dem Angriff starb nach Angaben Dobrindts ein Mensch, 29 weitere wurden verletzt oder schwerstverletzt. Der 21-jährige Tatverdächtige ist auf der Flucht.

Bundestagspräsidentin Klöckner ordnet Trauerbeflaggung für Bundestag an

Wegen des Angriffs am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin hat Bundestagspräsidentin Julia Klöckner Trauerbeflaggung auf halbmast für den Bundestag angeordnet. Sie sei zutiefst erschüttert, erklärte die CDU-Politikerin. "Wer Menschen attackiert, die für Freiheit, gleiche Rechte und Vielfalt einstehen, greift die Grundlage unseres demokratischen Gemeinwesens an, der tritt die Menschenwürde mit Füßen", so Klöckner.

Die Verfassung schütze das Recht, frei und ohne Angst zu leben und für die eigenen Überzeugungen einzutreten, betonte die Bundestagspräsidentin. "Wir treten daher jenen entschlossen entgegen, die unsere Freiheit und unsere Art zu leben mit Terror beantworten. Fanatismus, Terror und Hass dürfen in unserem Land niemals Raum gewinnen." Ihre Gedanken seien bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen, die diese schreckliche Tat miterleben mussten.

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/kns/roj/news.de/dpa

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