Ricarda Lang: "Mein Herz tut so weh..." Grünen-Politikerin meldet sich nach CSD-Horror zu Wort

Die mutmaßliche Terror-Tat beim Christopher Street Day in Berlin hat ganz Deutschland erschüttert. Grünen-Politikerin Ricarda Lang meldete sich nach den Vorfällen mit bestürzten und mutmachenden Worten bei Instagram.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Am Rande des Christopher Street Day in Berlin ist ein 21-Jähriger mit einem Van in eine Menschenmenge gefahren. Dabei wurde eine Frau getötet, 16 weitere Menschen verletzt, zum Teil schwer. (Foto) Suche
Am Rande des Christopher Street Day in Berlin ist ein 21-Jähriger mit einem Van in eine Menschenmenge gefahren. Dabei wurde eine Frau getötet, 16 weitere Menschen verletzt, zum Teil schwer. Bild: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow
  • Mutmaßliche Terror-Tat überschattet CSD in Berlin
  • Abdul B. (21) rast mit Kleintransporter in Menschenmenge - ein Todesopfer, mehrere Verletzte
  • "Merz Herz tut so weh" - Grünen-Politikerin Ricarda Lang äußert sich nach CSD-Attentat

Hunderttausend friedlich feiernde Menschen fanden sich am 25. Juli 2026 in Berlin zum diesjährigen Christopher Street Day ein - bis eine mutmaßliche Terror-Tat dem bunten Treiben ein jähes Ende setzte.

CSD in Berlin von mutmaßlichem Terror-Anschlag überschattet

Am Samstagabend war ein inzwischen als der 21-jährige Abdul B. identifizierte Mann mit einem weißen Van in der Nähe des Potsdamer Platzes plötzlich in eine Menschenmenge gefahren. Laut Polizei erlitt eine Frau tödliche Verletzungen. Neben ihr gab es nach Angaben von Feuerwehrsprecher Dominik Pretz 16 Verletzte, von denen drei lebensbedrohlich, acht schwer und fünf leicht verletzt wurden. Die lebensbedrohlich und schwer verletzten Menschen wurden alle in Krankenhäuser gebracht.

Bundespolitiker äußern sich bestürzt nach Attacke auf Christopher Street Day Berlin

Kurz nach der Tat wurde Bundeskanzler Friedrich Merz über die Entwicklungen und die Ermittlungsarbeit der Berliner Polizei und der Staatsanwaltschaft ins Bild gesetzt. Nach dem Statement des CDU-Chefs in den sozialen Netzwerken äußerten sich auch zahlreiche weitere Akteure aus der Welt der Politik sowie etliche Prominente wie Musikerin Sarah Connor, die selbst beim Berliner CSD aufgetreten war, zu den Vorfällen. Eine, die ihrer Bestürzung in Instagram-Posts Ausdruck verlieh, ist die Grünen-Politikerin Ricarda Lang.

Ricarda Lang: "Mein Herz tut so weh"

Grünen-Politikerin Ricarda Lang hat sich tief betroffen nach dem mutmaßlichen Terror-Anschlag beim CSD in Berlin geäußert. (Foto) Suche
Grünen-Politikerin Ricarda Lang hat sich tief betroffen nach dem mutmaßlichen Terror-Anschlag beim CSD in Berlin geäußert. Bild: picture alliance/dpa | Hannes P Albert

Die grüne Bundestagsabgeordnete setzte nach den Vorfällen in der Hauptstadt zwei Posts ab, um ihr Mitgefühl mit den Betroffenen des Anschlags zu übermitteln. "Mein Herz tut so weh", schrieb Ricarda Lang in ihrem ersten Beitrag vom 26. Juli. "Ein Tag, der queeren Menschen Sicherheit geben soll, endet mit Gewalt. Ein Tag, der Freiheit feiert und mit dem Regenbogen beginnt, endet mit Tod und Verletzten." Ricarda Lang war es zudem ein Anliegen, sich direkt an jene Menschen zu wenden, die beim CSD unmittelbar Zeugen des Zwischenfalls wurden oder deren Freunde oder Angehörige beim Christopher Street Day feierten: "An alle, die gerade Angst haben: Ihr seid nicht allein. Wir dürfen die Angst nicht gewinnen lassen. Niemals", schloss die Grünen-Politikerin ihr Statement.

Mahnwache in Berlin nach CSD-Anschlag anberaumt

Zugleich rief Ricarda Lang zu einer Mahnwache auf, die am 26. Juli im Zentrum von Berlin am Pariser Platz stattfinden soll: "An alle Berliner: Um 14 Uhr gibt es eine gemeinsame Mahnwache am Pariser Platz. Kommt dorthin, wenn ihr heute nicht allein sein wollt." Bezugnehmend auf die Kommentare, die sich unter ihrem initialen Post ansammelten, sah sich Ricarda Lang zu einem zweiten Post genötigt, in dem sie ihren Standpunkt klarmachte:

  • "Was ich heute nicht lesen will: die Relativierung von islamistischer Ideologie und Gewalt. Islamismus tötet. Er ist zutiefst menschenfeindlich. Und wir dürfen ihn niemals klein reden. Der universalistische Einsatz für Menschenrechte und eine Gesellschaft, in der wir ohne Angst verschieden sein können, muss immer auch den Kampf gegen den Islamismus umfassen."
  • "Und gleichzeitig widert es mich an, wie sich hier manche, die sich sonst einen Sch*** für queere Rechte interessieren, ganz im Gegenteil sie lächerlich machen oder abschaffen wollen, nun diese Möglichkeit instrumentalisieren, um ihrem Hass freien Lauf zu lassen. Islamismus und Rechtsextremismus verbindet der Hass auf die Freiheit und die Menschenwürde. Und ich werde beide, mit allem was ich habe, bekämpfen."

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/news.de/dpa

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