Terror-Angriff auf CSD Berlin: Bundeskanzler Merz verurteilt "Angriff auf unsere Gesellschaft"

Hunderttausende feierten friedlich beim CSD in Berlin, als der 21-jährige Abdul B. mit einem Van in die Menschenmenge raste. Eine Frau starb, mehrere Menschen wurden verletzt - Bundeskanzler Friedrich Merz zeigte sich fassungslos über den "Angriff auf unsere Gesellschaft".

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Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilte die mutmaßliche Terror-Attacke beim Christopher Street Day in Berlin als "Angriff auf unsere Gesellschaft". (Foto) Suche
Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilte die mutmaßliche Terror-Attacke beim Christopher Street Day in Berlin als "Angriff auf unsere Gesellschaft". Bild: Michael Kappeler/dpa/dpa
  • Christopher Street Day in Berlin von mutmaßlicher Terror-Attacke überschattet
  • Autofahrer (21) rast in Menschenmenge beim CSD - eine Frau tot, mehrere Menschen verletzt
  • Bundeskanzler Friedrich Merz entsetzt über "Angriff auf unsere Gesellschaft"

Es sollte ein friedliches Fest für Vielfalt, Toleranz und Lebensfreude werden, doch der Christopher Street Day, den Hunderttausende am 25. Juli 2026 in Berlin feierten, wurde von einem mutmaßlichen Terror-Anschlag überschattet: Ein weißer Van fuhr unweit des Potsdamer Platzes in die feiernde Menschenmenge auf dem Ahornsteig im Großen Tiergarten, mehrere Menschen wurden teils schwer verletzt, eine Frau starb infolge der Horror-Tat.

Mutmaßliche Terror-Attacke auf CSD in Berlin: Ein Todesopfer, mehrere Verletzte

Nachdem der CSD abgebrochen wurde, begann die Berliner Polizei ihre Ermittlungen. "Wir fahnden mit Hochdruck nach tatverdächtigen Personen", sagte Polizeisprecher Florian Nath in einem in der Nacht zu Sonntag veröffentlichten Video bei X. Die Polizei sei mit zahlreichen Polizisten und Rettungskräften im Einsatz. Alle Besucherinnen und Besucher wurden gebeten, den Bereich zu verlassen.

Polizei fahndet mit Hochdruck nach "polizeibekanntem" Abdul B. (21) - mutmaßlicher Täter wird islamistischen Szene zugerechnet

Inzwischen wurde ein dringend Tatverdächtiger identifiziert: Bei dem mutmaßlichen Täter soll es sich um den 21-jährigen Abdul B., nach dem das Landeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft Berlin inzwischen mit einer Öffentlichkeitsfahndung suchen. Am Sonntagmorgen veröffentlichte die Polizei ein Foto, mit dem sie nach dem 21 Jahre alten Abdul B. fahndet. Generalstaatsanwaltschaft und Landeskriminalamt Berlin teilten mit, sie ermittelten "aufgrund des Verdachts eines Anschlags". "Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet", sagte Polizeisprecher Florian Nath. Da nicht auszuschließen sei, dass der Tatverdächtige "möglicherweise bewaffnet und gefährlich" sei, werden Augenzeugen gebeten, Abdul B. nicht anzusprechen, sondern im Fall einer Sichtung unverzüglich den Notruf 110 zu wählen. Der Verdächtige wird als schlank und etwa 1,90 Meter groß beschrieben. Nach dpa-Informationen hat der Tatverdächtige Familie in Berlin und wurde erst im Mai 2026 aus dem Jugendarrest entlassen.

Friedrich Merz erfährt bei Bayreuther Festspielen von Anschlag auf Berliner CSD

Die Nachricht vom mutmaßlichen Terror-Anschlag auf den CSD in Berlin erreichte auch die Politik-Prominenz unverzüglich. Nach dem Angriff auf Passanten am Rande des Christopher Street Days wird sich Bundeskanzler Friedrich Merz, der zum Zeitpunkt des Anschlags in Bayreuth bei den Wagner-Festspielen befand, in eine Lagebesprechung des Innenministeriums zuschalten lassen.

"Alle weiteren Schritte werden anschließend in enger Abstimmung mit dem Land Berlin, den Sicherheitsbehörden und innerhalb der Bundesregierung entschieden", hieß es am Vormittag des 26. Juli aus Regierungskreisen. Merz stehe im ständigen Austausch mit Alexander Dobrindt (CSU) und den Behörden. Der Innenminister hat den Landesbehörden bereits Unterstützung angeboten, wie ein Sprecher der Bundesregierung mitteilte.

Bundeskanzler Friedrich Merz entsetzt über CSD-Anschlag: "Angriff auf unsere Gesellschaft"

Am Sonntagmorgen meldete sich der Bundeskanzler zudem über soziale Medien zu der Terror-Tat zu Wort. "Was für eine abscheuliche Tat in Berlin", schrieb Merz in den sozialen Netzwerken Instagram und X (vormals Twitter). "Hunderttausende Menschen aus aller Welt feierten friedlich beim Christopher Street Day. Sie wollten, dass wir gut und tolerant miteinander umgehen. Das ist ein Angriff auf unsere Gesellschaft."

Innenminister Dobrindt schloss sich den Worten des Bundeskanzlers an: "Diese feige, abscheuliche Attacke auf friedlich feiernde Menschen erschüttert mich zutiefst", erklärte der CSU-Politiker. "Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen, die diese Tat miterleben mussten." Dobrindt dankte darüber hinaus den Einsatzkräften. "Wir werden alles daransetzen, diese schreckliche Tat und ihre Hintergründe schnell aufzuklären und zu ahnden."

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/news.de/dpa

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