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"Operation London Bridge": Protokoll minutiös vorgeplant! Das passiert nach dem Tod von Queen Elizabeth II.

Das Protokoll für den "D-Day" ist minutiös vorgeplant. Nach dem Tod von Queen Elizabeth II. folgen nun verschiedene "Operationen". Jeder Schritt ist ausgeklügelt, in London werden für den Fall Hunderttausende trauernde Menschen erwartet.

Das Protokoll für den "D-Day" ist minutiös vorgeplant. Sollte die Queen sterben, folgen verschiedene "Operationen". (Foto) Suche
Das Protokoll für den "D-Day" ist minutiös vorgeplant. Sollte die Queen sterben, folgen verschiedene "Operationen". Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Chris Jackson

"London Bridge is down." Mit diesem Satz - auf Deutsch etwa "Die London Bridge ist eingestürzt" - soll der Privatsekretär der Queen den britischen Premierminister oder die Premierministerin informieren, dass Königin Elizabeth II. tot ist. Das sind die nächsten Schritte nach Angaben der Vereinigung der Auslandspresse in Großbritannien.

"Operation London Bridge": Das passiert nach dem Tod von Queen Elizabeth II.

- Das Außenministerium wird die Nachricht an die Regierungen außerhalb des Vereinigten Königreichs, in denen die Königin Staatsoberhaupt ist, und an die anderen Länder des Commonwealth übermitteln.

- Der Tag, an dem die Königin stirbt, heißt D-Day. Jeder folgende Tag bis zum Tag der Beerdigung wird als D-Day+1, D-Day+2 und so weiter bezeichnet.

- Die Minister werden per E-Mail über den Tod informiert. Spätestens zehn Minuten nach Bekanntgabe des Todes werden die Flaggen auf der Straße Whitehall im Londoner Regierungsviertel auf halbmast gesenkt.

- Die britische Nachrichtenagentur Press Association wird eine Blitzmeldung senden. Gleichzeitig wird am Buckingham Palast die offizielle Mitteilung über den Tod an das Tor oder an eine Staffelei geheftet.

- Das britische Parlament und die Parlamente in Schottland, Wales und Nordirland werden vertagt.

- Auf der Webseite der Königsfamilie erscheint eine schwarze Seite mit einer Erklärung, in der der Tod bestätigt wird. Auf der Website der britischen Regierung wird ein schwarzes Banner angezeigt.

- Der Premierminister oder die Premierministerin wird als erster oder erste eine Erklärung abgeben.

Nach Tod von Queen Elizabeth II.: Royals veröffentlichen Pläne für Staatsbegräbnis

- Die königliche Familie wird die Pläne für das Staatsbegräbnis veröffentlichen, das voraussichtlich zehn Tage nach dem Tod stattfinden soll. Eine nationale Schweigeminute wird angekündigt.

- Der Premierminister wird eine Audienz mit dem neuen König halten. Damit leitet er die "Operation Spring Tide" (Springflut) ein.

- Beerbt wird Elizabeth II. von ihrem Sohn Prinz Charles. Es ist noch nicht klar, welchen Namen er als König annehmen wird - es könnte Charles III. oder auch George VII. sein. Er wurde auf den Namen Charles Philip Arthur George getauft und könnte jeden dieser Namen annehmen.

- Der König wird an diesem Tag um 18 Uhr eine Ansprache an die Nation halten.

D-Day+1: Prinz Charles wird zum neuen König ernannt

- Ein Rat tritt um 10 Uhr zusammen, um den König zum neuen Monarchen zu proklamieren. Die Proklamation wird im St. James's Palace und in der Royal Exchange, dem Ort der ersten Börse Londons, verlesen, wodurch Charles als König bestätigt wird.

- Das Parlament tritt zusammen, um eine Beileidsbekundung zu verabschieden. Alle parlamentarischen Arbeiten werden für zehn Tage ausgesetzt.

- Der Premierminister und das Kabinett werden um 15.30 Uhr mit dem neuen König zusammentreffen.

D-Day+2: Sarg von Queen Elizabeth II. wird zum Palast gebracht

- Der Sarg der Königin wird in den Buckingham-Palast gebracht sofern er nicht bereits dort ist.

- Falls die Königin in Balmoral in Schottland stirbt, wo sie gerade weilt, wird ihr Leichnam mit dem königlichen Zug nach London überführt ("Operation Unicorn" - also Einhorn). Sollte dies nicht möglich sein, wird ihr Leichnam nach London zurückgeflogen.

D-Day+3: Prinz Charles begibt sich als neuer König auf Trauerreise

- Der neue König wird den Kondolenzantrag in der Westminster Hall entgegennehmen.

- Anschließend begibt er sich auf eine Trauerreise durch das Vereinigte Königreich, beginnend mit Schottland. Er wird im schottischen Parlament einen Kondolenzantrag entgegennehmen und an einem Gottesdienst in der St. Giles' Cathedral in Edinburgh teilnehmen.

D-Day+4

- Der König wird in Nordirland eintreffen, wo er im Hillsborough Castle eine weitere Beileidsbekundung entgegennehmen und an einem Gottesdienst in der St. Anne's Cathedral in Belfast teilnehmen wird.

- Es findet eine Probe für die "Operation Lion" (Löwe) statt: die Prozession mit dem Sarg vom Buckingham Palace zum Parlamentsgebäude Palace of Westminster.

D-Day+5

- "Operation Lion": Der Sarg der Königin wird auf einer Route durch London vom Buckingham Palace zum Parlamentsgebäude Palace of Westminster überführt. In der Westminster Hall findet eine Gedenkfeier statt.

D-Day+6: Tote Queen wird drei Tage im Palace of Westminster aufgebahrt

- "Operation Feather" (Feder): Die Königin wird drei Tage im Palace of Westminster aufgebahrt. Der Sarg wird 23 Stunden am Tag für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

- Probe für den Staatsbegräbniszug

D-Day+7

- Der König reist nach Wales, um einen Antrag des walisischen Parlaments entgegenzunehmen und an einem Gottesdienst in der Kathedrale von Llandaff in Cardiff teilzunehmen.

D-Day+8 und 9: Der Sarg von Queen Elizabeth II. wird aufgebahrt

- Der Sarg wird aufgebahrt. Hunderttausende Menschen werden in London erwartet, um der Queen die letzte Ehre zu erweisen. Kondolenzbücher werden online geöffnet.

D-Day+10: Beerdigung von Queen Elizabeth auf Schloss Windsor

- Staatstrauertag

- Das Staatsbegräbnis findet in der Westminster Abbey statt.

- Im ganzen Land wird es mittags zwei Schweigeminuten geben

- Prozessionen finden in London und Windsor statt.

- Die Königin wird auf Schloss Windsor in der King George VI. Memorial Chapel neben ihrem Vater beigesetzt. Das Porträt der Königin wird mit einem schwarzen Band in allen Rathäusern für einen Monat aufgehängt, bevor es durch ein Porträt des neuen Königs ersetzt wird.

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/news.de/dpa