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Lockdown für Ungeimpfte: HIER dürfen ab Montag nur noch Geimpfte ihr Haus verlassen

Ein Lockdown für Ungeimpfte, bei dem ungeimpfte Personen ihr Haus nicht mehr verlassen dürfen? Das kommt auf die Bürgerinnen und Bürger Österreichs zu. Schon ab Montag sollen nur noch Geimpfte am öffentlichen Leben teilnehmen dürfen.

In Österreich blüht Ungeimpften ab Montag ein Lockdown. Ungeimpfte dürfen ihre Wohnung dann nur noch in strengen Ausnahmefällen verlassen. Bild: (Symbolbild) cristianstorto/AdobeStock

In Österreich kamen an diesem Sonntag Bund und Länder zusammen, um über einen Corona-Lockdown für Ungeimpfte zu beraten. Bundeskanzler Alexander Schallenberg erhielt bei dem Spitzentreffen in Wien grünes Licht, um die vierte Welle der Pandemie besser bekämpfen zu können. Im Vorfeld zeichnete sich unter den Länderchefs breite Zustimmung ab.

Ungeimpfte dürfen ab Montag ihr Haus nicht verlassen

Österreich will den geplanten Lockdown für Ungeimpfte am Sonntag um Mitternacht in Kraft setzen. Der Lockdown für Ungeimpfte solle zunächst bis 24. November gelten. Das geht aus dem Entwurf der Verordnung vor, die die Nachrichtenagentur APA am Samstag einsehen konnte. Zur "Verhinderung eines Zusammenbruchs der medizinischen Versorgung" seien diese Maßnahmen nötig. Der Lockdown für Ungeimpfte verbietet es Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, ihre Wohnungen zu verlassen. Nur in Ausnahmefällen wäre ein Verlassen der eignen vier Wände gestattet. Dazu zählen der Weg zur Arbeit, notwendige Besorgungen, Ausgang zur körperlichen und psychischen Erholung sowie zur "Befriedigung religiöser Grundbedürfnisse". Kinder unter zwölf Jahren seien von dem Lockdown für Ungeimpfte ausgenommen.

Die Ausgangsbeschränkungen sind zunächst auf zehn Tage befristet. Die Polizei kontrolliert. Bei Verstößen drohen Strafen bis zu 1450 Euro. Betroffen sind nach Schätzungen zwei Millionen Menschen, die keine Impfung haben.

Das Coronavirus breite sich eindeutig unter den Ungeimpften viel stärker aus als unter den Geimpften, begründete Bundeskanzler Alexander Schallenberg den Schritt. Österreich hat eine Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner von mehr als 800.

Mehrheit von Österreichs Ländern unterstützen Lockdown für Ungeimpfte

In Österreich zeichnet sich im Vorfeld der neuen Corona-Krisensitzung unter den neun Bundesländern eine breite Zustimmung zu weitreichenden Einschränkungen für Ungeimpfte ab. Das zeigt eine Übersicht der Nachrichtenagentur APA von Samstag.

Seit Anfang der Woche 2G-Regel in Österreich

Am Samstag erreichten die gemeldeten Corona-Neuansteckungen in Österreich wieder einen Rekord: Innerhalb eines Tages wurden mehr als 13.000 Infektionen verzeichnet. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner stieg auf 814,6. Erst Anfang der Woche hatte Österreich angesichts stark steigender Zahlen die 2G-Regel für Lokale, Tourismus, Veranstaltungen und Sport eingeführt. Damit haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt.

Corona-News aktuell: Lockdown für Ungeimpfte in Österreich

"Wir müssen an einem Strang ziehen, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen", sagte der Landeshauptmann (Ministerpräsident) der Steiermark, Hermann Schützenhöfer, der APA. Es sei vernünftig, bundeseinheitlich zu handeln, sagte Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. "Die mangelnde Impfbereitschaft einiger darf nicht zu Einschränkungen aller führen." Wiens Bürgermeister Michael Ludwig unterstützte die Pläne ebenfalls. Salzburg und Oberösterreich stehen ebenfalls dahinter, Kärnten und Vorarlberg wollen das Treffen noch abwarten.

Tirols Landeshauptmann Günther Platter sagte als Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz, er orte bei den anderen Landeshauptleuten Zustimmung für einen Lockdown für Ungeimpfte. Einzig der Vertreter des Burgenlandes blieb skeptisch. Die Frage sei, wie ein "Lockdown für Ungeimpfte" in der Praxis funktionieren solle und wie man ihn erklären könne, sagte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil der APA.

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sig/news.de/dpa