08.06.2021, 08.41 Uhr

Killerhornisse in Europa: Experten besorgt: Mörderhornisse verbreitet sich "alarmierend schnell"

Die Asiatische "Killerhornisse" fühlt sich in Europa immer wohler. Experten äußerten nun Besorgnis über die "alarmierend schnelle" Verbreitung der gefährlichen Insekten in unseren Gefilden. Demnach seien fast so viele Hornissenköniginnen registriert worden wie nie zuvor.

Experten äußerten sich besorgt über den Anstieg der Population Asiatischer Riesenhornissen in Europa. Bild: (Symbolbild) abet/AdobeStock

Die Asiatische Killerhornisse (Asiatische Riesenhornisse) fühlt sich in Europa immer heimischer. Experten äußerten sich nun besorgt darüber, wie schnell sich die Insekten verbreiten. In den letzten zwölf Monaten seien fast so viele Königinnen wie nie zuvor registriert worden.

Anstieg der Population der Asiatischen Riesenhornisse

Wie der "Daily Star" berichtet, seien in Großbritannien allein im bisherigen Jahr 2021 63 Hornissen-Königinnen gefangen worden. 25 weitere Königinnen wurden rund um Großbritannien gefunden. Zuvor war 2019 mit 69 Königinnen ein Höchststand erreicht worden. Zum ersten Mal waren die Tiere im Jahr 2016 in Jersey, Großbritannien, entdeckt worden.

Besonders problematisch könnte sich der Anstieg der Riesenhornissenpopulation auf die Bienenvölker auswirken. Eine Killerhornisse kann 50 Bienen an einem Tag fressen. Die Tiere gehen brutal gegen die kleinen Honigsammler vor und schrecken nicht davor zurück, Bienen den Kopf abzureißen und ähnliches.

Stich der Killerhornisse für Allergiker gefährlich

Auch für Menschen können die Asiatischen Riesenhornissen gefährlich werden. Ein Stich kann genügen, um einen Allergiker zu töten. Experten raten daher, die Tiere in Ruhe zu lassen und nicht zu provozieren.

Alastair Christie, der Koordinator für Asiatische Riesenhornissen in Jersey, beschreibt den Anstieg der Populationen als "leicht alarmierend". Von Panik rät er jedoch ab. "Wir sind auf dem besten Weg, die Zahlen von 2019 zu übertreffen, aber das Fangen im Jahr 2019 war minimal und wir sind jetzt auch viel besser darin", so der Experte. "Mit der Zunahme des Fangs und der Hilfe der Öffentlichkeit liegt es nahe, dass wir mehr finden werden. Ich hoffe, dass wir in diesem Jahr einen größeren Anteil der Königinnen fangen können und die Anzahl der Nester nicht so hoch sein wird."

Asiatische Killerhornisse auf dem Europäischen Festland sogar noch häufiger

Auch in diesem Jahr sind bisher sechs Nester gesichtet worden, was weniger als im gleichen Zeitraum im Jahr 2019 ist. Christie fügt hinzu: "Ich bin optimistisch, dass wir die Königinnen gut einfangen." Er erklärte, dass starke Winde die Hornissen gegen Ende April diesen Jahres aus Frankreich nach Jersey geweht hätten. Im April sagte er: "Wir haben die Hornissennester in Jersey hervorragend aufgefangen. Aber diese Ostwinde und viele Hornissen aus Frankreich helfen nicht im Geringsten." Der Experte und seine Kollegen glauben, dass die Mehrheit der Königinnen aus Frankreich "eingeweht" worden sei. In Deutschland sollen vor allem die kleinen Schwestern der Asiatischen Riesenhornisse heimisch geworden sein: Die Asiatische Hornisse fühlt sich hierzulande wohl.

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sig/bos/news.de

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