28.05.2021, 10.29 Uhr

Gefahr durch Künstliche Intelligenz: Microsoft-Chef warnt vor Technologie-Horror wie in "1984"

Die Welt, wie wir sie kennen, könnte schon bald nicht mehr existieren. Zumindest wenn man Brad Smith Glauben schenkt. Der Microsoft-Chef warnt vor einer Machtübernahme der Künstlichen Intelligenz wie in George Orwells Roman "1984".

Microsoft-Präsident Brad Smith warnt vor den fatalen Folgen der Künstlichen Intelligenz. Bild: (Symbolbild) ipopba/AdobeStock

Das Leben, wie wir es kennen, könnte sich innerhalb der nächsten Jahre grundlegend verändern. Das glaubt jedenfalls Brad Smith. Der Präsident von Microsoft warnt davor, dass Künstliche Intelligenz zu viel Macht übernehmen könnte, wenn nicht Gesetze eingeführt werden, die die Menschen vor ihr schützen.

Künstliche Intelligenz kann Leben grundlegend verändern

Brad Smith glaubt, dass die Welt bald so aussehen könnte, wie in George Orwells Roman "1984". Das Buch aus dem Jahr 1949 beschreibt eine dystopische Gesellschaft, in der die Menschen permanent überwacht und kontrolliert werden. Der Microsoft-Chef glaubt, dass das in "1984" beschriebene Szenario tatsächlich im Jahr 2024 eintreten könnte. Das berichtet die "Daily Mail".

Regulierung der KI ist durch Gesetzgeber kaum aufzuholen

Smith glaubt, dass die Gesetzgeber mit der Regulierung der Künstlichen Intelligenz bald kaum mehr hinterherkommen werden. Schon jetzt sei die Überwachung durch Artifcial Intelligence (AI) fast omnipräsent. In einer BBC-Sendung zum Einsatz der AI in China zur Überwachung und Kontrolle der Bürger sagte Smith, dass in China sogar Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz käme, die für sich beansprucht, "Emotionen zu erkennen" sowie Schuld festzustellen.

Ein Software-Ingenieur, der die Polizeistationen in der chinesischen ProvinzXinjiang mit KI ausgestattet hat, schilderte: "Wir haben die Emotionserkennungskamera drei Meter vom Motiv entfernt platziert. Sie ähnelt einem Lügendetektor, ist jedoch eine weitaus fortschrittlichere Technologie." Er erklärt: "Sie wird verwendet, um den Verdacht der Behörden ohne glaubwürdige Beweise zu bestätigen." Eine Computer-Punktzahl zeige an, ob der Verdächtige gefährlich sei. Daraus schließen die Behörden, dass er oder sie sich eines Fehlverhaltens schuldig gemacht haben muss, das er noch nicht gestanden hat.

Künstliche Intelligenz lernt ständig dazu

Konventionelle KI nutzt die Eingabe riesiger Mengen an Informationen, um dem Algorithmus ein bestimmtes Thema zu "lehren". Das kann das Eingeben von zahlreichen Bildern eines bestimmten Pflanzentyps umfassen, sodass die KI die Pflanzengattung später selbst erkennen kann. KI kann jedoch auch für schädliche Zwecke verwendet werden, wie es laut des Informanten in China der Fall sei, wo versucht wird, die Schuld von Personen zu ermitteln, die von der Polizei festgenommen wurden.

China möchte bis 2030 bei KI führen - George Orwells "1984"

China strebt an, bis 2030 weltweit führend in der Entwicklung Künstlicher Intelligenz zu sein. 2019 reichte das Land mehr KI-Patente ein als US-amerikanische Institutionen. Smith meint, China sei ein weltweit sichtbares Beispiel dafür, wie künstliche Intelligenz die reale Welt der Science-Fiction näher bringe. "Ich werde ständig an George Orwells Lektionen in seinem Buch 1984 erinnert. Sie kennen die grundlegende Geschichte ... Es handelte von einer Regierung, die alles sehen konnte, was jeder tat, und alles jederzeit hören konnte, was jeder sagte." Er fügt an: "Nun, das ist 1984 nicht geschehen, aber wenn wir nicht aufpassen, könnte es 2024 eintreten."

Es droht Zukunft mit anderen Werten

Eric Schmidt, ehemaliger Google-CO und Vorsitzender der US-amerikanischen Nationalen Sicherheitskommission für KI, sagt, es sei wichtig, China in Sachen KI zu schlagen. "Wir befinden uns in einem geopolitischen strategischen Konflikt mit China", so der Experte. "Der Weg zum Sieg besteht darin, unsere Ressourcen zusammenzuführen, um nationale und globale Strategien für die Demokratien zu entwickeln, um bei KI zu gewinnen." Andernfalls würde uns eine Zukunft drohen, "in der uns andere Werte auferlegt werden." 

Google-Mitarbeiter protestierten gegen "Project Maven"

Der Professor London School of Economics, Dr. Keyu Jin, meint hingegen, dass China nicht danach strebe, seine Werte zu exportieren, sondern sich eine "Koexistenz" wünsche. Es ist nicht nur China, das KI zur Überwachung von Menschen einsetzt - die USA nutzen die Google-Technologie, beispielsweise die Bilderkennungstechnologie, mit der Menschen und Objekte in Drohnenvideos identifiziert werden können. Das Programm ist als "Project Maven" bekannt. Seine Verwendung beim Militär führte dazu, dass einige Google-Mitarbeiter aus Protest kündigten. "Maven war zu dieser Zeit ... eine Möglichkeit, menschliche Augen durch automatisches Sehen für das Drohnenmaterial zu ersetzen, das in den verschiedenen arabischen Konflikten verwendet wurde", erklärt Dr. Schmidt. "Ich betrachtete den Einsatz dieser Technologie als Nettovorteil für die nationale Sicherheit und als gute Partnerschaft für Google."

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sig/fka/news.de

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