04.03.2021, 12.49 Uhr

Coronavirus-Tests kaufen: Wann und wo gibt's Schnelltests - und was kosten sie?

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie sind Tests unverzichtbar - bald geht das auch zuhause mit Schnelltests. Wann und wo es die Selbsttests in der Drogerie und im Supermarkt gibt und was es kostet, erfahren Sie hier.

Coronavirus-Selbsttests für zuhause sollen schon bald im Handel verfügbar sein. Bild: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Um mögliche Infektionen mit dem Coronavirus frühzeitig zu erkennen und die Ausbreitung der Pandemie einzudämmen, sind Sars-CoV-2-Tests seit Monaten unverzichtbar. Bislang musste man einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen, um sich auf das Coronavirus testen zu lassen - in naher Zukunft werden jedoch Selbsttests für daheim zum Alltag gehören. Aufgrund von Sonderzulassungen soll es künftig möglich sein, dass sich auch Laien ohne medizinische Fachkenntnisse auf das Coronavirus testen können.

Coronavirus-News aktuell: Schnelltests schon ab 6. März in Drogerien und Discountern erhältlich

Wie "tagesschau.de" berichtet, sollen bereits ab Samstag, dem 06.03.2021, Selbsttests im Handel erhältlich sein. Der Discounter Aldi will die Schnelltests im Fünferpack zu 24,99 Euro anbieten, heißt es. Zu Beginn der Aktion soll die Abgabemenge auf eine Packung pro Kunde begrenzt werden.

Auch Drogerieketten wie dm sowie andere Supermärkte und Discounter darauf vor, schon in wenigen Tagen Coronavirus-Schnelltests verfügbar zu machen. Wie der Drogeriemarkt dm mitteilte, sei der 9. März 2021 der geplante Termin, ab welchem Coronavirus-Schnelltests in den Filialen erhältlich sein sollen; der Drogerieanbieter Müller nannte ebenfalls den 09.03.2021 als Verkaufsstart. Sollte der Hersteller Boson den anvisierten Liefertermin einhalten können, könnten dm-Kunden ab dem 09.03.2021 Schnelltests für daheim in den Filialen des Drogerieanbieters erwerben. Wie teuer die Coronavirus-Schnelltests sein werden, dazu konnte dm bislang keine verbindlichen Aussagen treffen - man befinde sich aktuell noch in Gesprächen mit dem Hersteller, war bei focus.de zu lesen.

Aldi, Edeka, Lidl und Co. wollen ebenfalls Coronavirus-Schnelltests verkaufen

Nicht nur bei dm, auch bei anderen Drogerien und Discountern laufen die Planungen, in Kürze Schnelltests anzubieten, auf Hochtouren. So wolle nicht nur die Drogeriekette Rossmann Antigen-Selbsttests anbieten, auch bei Edeka, Lidl und ähnlichen Märkten sollen die Schnelltests zügig in den Verkaufsregalen landen.

Was kosten Coronavirus-Schnelltests bei dm, Rossmann, Aldi und Co.?

Noch nicht bis ins Detail bekannt sind die voraussichtlichen Kosten von Corona-Selbsttests für Verbraucher. Es sei jedoch wahrscheinlich, dass Sars-CoV-2-Selbsttests zwischen fünf und zehn Euro kosten könnten, war bei focus.de zu lesen. Die Test-Sets, die zur Auswertung nicht in ein Labor geschickt werden müssen, entsprechen demnach preislich in etwa handelsüblichen Schwangerschaftstests.

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Wie funktioniert ein Coronavirus-Schnelltest aus der Drogerie?

Eine Selbsttest-Packung aus dem Handel soll alle Werkzeuge beinhalten, die es möglich machen, sich selbst zuhause auf eine Coronavirus-Infektion zu testen. Neben einer Testkassette sind ein Stäbchen für den Nasenabstrich, eine Aufbereitungslösung, ein verschließbares Teströhrchen und eine Gebrauchsanweisung enthalten. Wie ein Schnelltest funktioniert, wird hier im Detail verraten.

Was können Coronavirus-Schnelltests leisten - und wo liegen die Nachteile gegenüber PCR-Tests aus dem Labor?

Obwohl sich Selbsttests der Einschätzung des Robert-Koch-Instituts zufolge als nützliches Mittel entpuppen könnten, mögliche Infektionen schneller zu erkennen und damit die Pandemie einzudämmen, sei zu bedenken, dass die Schnelltests keine Wunderwaffe seien. Ein negatives Ergebnis sei lediglich eine Momentaufnahme und schließe eine Infektion nicht aus, so RKI-Präsident Lothar Wieler. "Man kann trotzdem infiziert sein und andere anstecken", betonte er. Deshalb sei es wichtig, sich und andere auch weiter durch Abstandhalten, Maskentragen, Hygiene und Lüften zu schützen.

Die Politik und auch das Robert Koch-Institut (RKI) betonen, dass die genauesten und zuverlässigsten PCR-Tests der "Goldstandard" bleiben. Die schnellen Tests ohne Labor-Auswertung gelten als ergänzende Instrumente, am besten bei regelmäßigem Einsatz. Auch ein negatives Ergebnis sei aber "kein Freibrief", sich etwa nicht mehr an Abstand zu halten, erklärte das Gesundheitsministerium. Der CSU-Fachpolitiker Stephan Pilsinger mahnte im Bundestag: "Jetzt auf ungezielte Massentests zu bauen, kann gefährlich sein." Selbsttests bräuchten auch verständliche Gebrauchshinweise, denn falsch angewendete Test brächten in der Regel ein negatives Ergebnis.

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loc/news.de/dpa

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