Das neuartige Coronavirus hält die Welt in Atem. In Deutschland erkranken immer mehr Menschen an Covid-19. Nach Österreich will nun offenbar auch die erste deutsche Stadt eine Mundschutz-Pflicht erlassen.

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19.03.2020, 20.17 Uhr

Coronavirus-Abzocke: Mit DIESEN miesen Tricks ziehen Ihnen Betrüger das Geld aus der Tasche

Während der Corona-Krise nutzen viele Kriminelle die Angst der Menschen schamlos aus. Mit verschiedenen Maschen - online und offline - versuchen sie, Daten und Geld zu stehlen. Auf welche fiesen Tricks Sie achten sollten, verraten wir Ihnen hier.

Mit Enkeltrick und Co. zocken Betrüger derzeit Menschen ab. (Symbolfoto) Bild: picture alliance/Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Auch in der Corona-Krise machen Kriminelle nicht halt vor betrügerischen Aktivitäten. Sie nutzen die grassierende Angst der Menschen, um online wie offline Geld oder Passwörter zu ergaunern. Das sind ihre Tricks.

Trick 1: Falsche Corona-Tester

Am Montag sorgte die Meldung von falschen Testern in den Medien für Aufsehen. Wie die Polizei Sachsen berichtete, wurde ein 58-Jähriger Mann am Montagabend von falschen Corona-Testern angerufen. Angeblich sollte er sich testen lassen, weil ein Bekannter infiziert sei. Männer in Schutzanzügen kamen vorbei und nahmen von seinem Mund Abstriche und machten einen Schweißtest. Dann verschwanden sie wieder. Die Polizei geht davon aus, dass sie Wertgegenstände stehlen wollten, was ihnen aber zum Glück nicht gelungen ist. Die Polizei betonte Ärzte oder das Gesundheitsamt kommen nicht nach Hause und nehmen Abstriche oder führen andere Tests durch.

Außerdem weisen sich Mitarbeiter vom Gesundheitsamt immer aus und kommen nur bei körperlich eingeschränkten Personen nach Hause. Die Polizei aus Sachsen rät auf ihrer Webseite dazu: "Konsultieren sie bei Unsicherheit auf jeden Fall telefonisch ihren Hausarzt, lassen Sie fremde Personen ohne Ausweis nicht in ihre Wohnung und überlassen Sie diesen keinen unbeaufsichtigten Zutritt zu weiteren persönlichen Räumen!"

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Trick 2: Senioren mit Enkeltrick in der Corona-Krise ausgenutzt

Auch am Telefon zocken einige Kriminelle mit dem Enkeltrick wegen Covid-19 verunsicherte Senioren ab. Davor warnt die Polizei. Jetzt betteln sie um Geld für teure Medikamente, die sie sich nicht leisten können. Wie die Süddeutsche Zeitung schreibt warnt das bayerische Landeskriminalamt und die Münchner Polizei eindringlich:"Nicht zahlen! 110 wählen und Polizei verständigen!" Zusätzlich sollte jeder, der von der Masche hört ältere Bekannte oder die Großeltern vor den Telefonbetrügern warnen.

Trick 3: Betrug mit Corona-Medikamenten im Netz

Im Internet gehen die Abzock-Aktionen weiter. Derzeit bieten Fake-Medizinshops Medikamente zu teuren Preisen an. Die Menschen schlagen verängstigt zu und decken sich mit Antibiotika und Co. ein - für viel Geld. Die falschen Internetapotheken sahnen richtig ab.

Trick 4: Aufgepasst! Phishing-Mails klauen Passwörter und Kontodaten

Dann ist da noch das Thema Hamsterkäufe. Für Verbrecher ein lukratives Geschäft wie Europol in der SZ aufdeckt: Sie werben mit "nahezu ausverkauften" Artikeln in Mails. Andere werben im Namen von Telekommunikationsunternehmen mit kostenlosen Angeboten für TV und Internet. Dabei werden sie mit Sätzen wie"Was Sie unbedingt über das Virus wissen sollten" dazu aufgefordert einen Link oder Anhang zu öffnen. Mit einem Klick können so Daten durch eine Schadsoftware ausgespäht werden. Deshalb gilt in diesem Fall: Niemals auf Links oder Anhänge klicken und keine Kontodaten preisgeben. 

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann warnt deshalb in der SZ davor: "Cyberkriminelle missbrauchen die Angst vor dem Coronavirus". "In gefälschten E-Mails der angeblichen Behörde oder Institution, aber auch zum Beispiel versteckt in vermeintlichen Angeboten für Atemschutzmasken werden potenziell schadhafte Anhänge in den Formaten .docx oder .exe versteckt. Beim Anklicken können dann Daten ausgespäht oder sogar der Computer verschlüsselt werden", warnt Innenminister Herrmann. Deshalb ist es wichtig, dass sie immer skeptisch bleiben und tollen Angeboten im Netz nicht sofort vertrauen, rät die Polizei.

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bos/news.de

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