22.01.2020, 18.06 Uhr

Unwetter aktuell im Januar 2020: Bis zu -30 Grad möglich! Polarwirbel löst klirrende Kältewelle aus

Während Deutschland noch immer auf den Winter wartet, wird die USA von einer Kältewelle heimgesucht. Die Temperaturen drohen auf bis -30 Grad zu fallen. Schuld ist der Polarwirbel. Die aktuelle Wettervorhersage für die USA gibt's hier.

Die USA und Nordamerika werden von einer extremen Kältewelle erfasst. Bild: AdobeStock/ weyo

Während in Deutschland momentan wahrlich frühlingshafte Temperaturen herrschen und nur in den höheren Lagen mit Schnee gerechnet werden kann, werden die Vereinigten Staaten von Amerika sowie Kanada momentan von einer wahren Kältewelle heimgesucht.

Unwetter im Januar 2020: Warnung vor Kältewelle in den USA und Nordamerika

Wie die Experten von "weather.com" aktuell prophezeien, werden die USA derzeit von Kaltluft überströmt, die sich von Chicago bis nach New York zieht. In diesen Regionen können die Temperaturen auf Werte zwischen -10 bis -15 Grad fallen. Doch das war den Meteorologen zufolge erst der Anfang: Am Wochenende müssen die Amerikaner mit Eiseskälte und Frost rechnen. Verantwortlich für die "arktische Kälte" ist der sogenannte Polarwirbel. Denn der Wirbel entsteht regelmäßig am Pol, wenn im Winter keine Sonne durch die arktische Dauernacht dringt, die die angesammelte Kaltluft wärmen könnte. Das dabei entstehende sogenannte Höhentief kann auf der Nordhalbkugel kräftige westliche Winde erzeugen.

Temperatur-Sturz droht! Klirrende Kälte in den USA

Die kalte Luft strömt bis nach Florida und den Golf von Mexiko. Es droht ein akuter Temperatursturz. In Atlanta beispielsweise werden Temperaturen um den Gefrierpunkt erwartet - äußerst ungewöhnlich für die Südstaaten-Stadt. In Chicago im Bundesstaat Illinois rechnet man mit bis zu -20 Grad und im kanadischen Quebec werden sogar Werte von bis zu -25 Grad erwartet.

Blizzard-Alarm! Wetterdienst warnt vor gefährlichem Schnee-Sturm

Durch die extreme Kälte drohen zudem gefährliche Blizzards. Vor allem im Norden der USA und in Kanada werden in den nächsten Tagen bis zu 50 Zentimeter Neuschnee erwartet. Aktuell gehen die "weather.com"-Experten davon aus, dass Städte wie Chicago und New York vom Schneefall verschont bleiben. Jedoch können man momentan die Sturm-Bahnen noch nicht konkret vorhersagen, so dass es im schlimmsten Fall auch hier noch zu heftigen Schneestürmen kommen kann.

Bis zu -30 Grad! Warnung vor Tod durch Erfrierungen

Besonders gefährlich: die gefühlten Temperaturen. Durch die Kombination von Kälte und Wind sind gefühlte Werte von bis zu -30 Grad denkbar. Bei diesen Temperaturen drohen bereits nach kurzer Zeit Erfrierungen. Ein Aufenthalt im Freien sollte auf ein Minimum reduziert, wenn nicht sogar gänzlich unterbunden werden. Wie lange die USA und Nordamerika von der Eiseskälte heimgesucht werden, ist noch ungewiss. Aktuellen Wettermodellen zufolge hält sich die Kältewelle bis etwa Mitte nächster Woche. Danach soll sich der Polarwirbel wieder stabilisieren und "die arktische Luft wieder fest einschließen".

Bereits Anfang letztens Jahres wurde die USA von einer ähnlich extremen Kältewelle erfasst. Mehrere Menschen starben infolgedessen - teils durch Erfrierungen, teils durchwetterbedingten Unfälle.

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fka/loc/news.de

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