23.12.2019, 07.04 Uhr

Unwetter aktuell Dezember 2019 in Europa: Mehrere Tote nach Sturm-Horror, Starkregen, Schnee und Hochwasser 

Heftige Schnee- und Regenfälle, Sturm und Hochwasser-Alarm! Kurz vor dem Weihnachtsfest ziehen gewaltige Unwetter über Europa. In Frankreich, Italien, Spanien und England ist die Lage besonders dramatisch! Bleiben Sie auf dem Laufenden mit unserem aktuellen Unwetter-Ticker.

Unwetter-Alarm über Europa. Bild: dpa (Symbolbild)

Nach beschaulichen Weihnachtstagen sieht es in vielen Teilen Europas aktuell nicht aus. Gleich in mehreren Ländern forderten Unwetter Todesopfer. Starkregen, Schnee, Überschwemmungen und Sturm sorgen für Chaos in Spanien, Italien, Frankreich und England. Wir halten Sie über die neuesten Entwicklungen in unserem News-Ticker zum Unwetter auf dem Laufenden.

  • Starkregen in Südfrankreich
  • Fast 100.000 Haushalte in Südwestfrankreich nach Sturm ohne Strom
  • Unwetter in Italien - Toter Autofahrer aus Fluten geborgen
  • Tote bei Unwetter in Spanien
  • Unwetter in Großbritannien bremst Weihnachtsurlauber aus

Unwetter in Italien - 3 Tote - Autofahrer aus Fluten geborgen

Heftige Schnee- und Regenfälle haben in Italien ein Wetterchaos verursacht und mindestens einen Menschen das Leben gekostet. Ein Autofahrer in der Region Friaul-Julisch Venetien im Nordosten des Landes wurde getötet, als er mit seinem Wagen auf eine überflutete, für den Verkehr gesperrte Straße fuhr, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Demnach hatte der Mann noch den Rettungsdienst anrufen können, wurde aber später mit seinem Auto in die Fluten gerissen. Er konnte von der Feuerwehr nur noch tot geborgen werden.

In Firenzuola nahe Florenz starb ein Mann, der mit seinem Motorrad in einen Fluss gestürzt war. Seine Leiche wurde mehrere Kilometer vom Unfallort entfernt gefunden. In Neapel im Südwesten des Landes wurde ein Mann von einem umkippenden Baum getötet.

In Venedig stand das Hochwasser am Samstagmorgen 120 Zentimeter über dem normalen Meeresspiegel. Damit waren rund 30 Prozent der Stadt unter Wasser. Am Sonntag und Montag sollte das Hochwasser auf bis zu 130 Zentimeter ansteigen und fast die Hälfte der Stadt bedecken.

Tote bei Unwetter in Spanien - Fassadenstück erschlägt Frau in Madrid

Ungewöhnliches Unglück im Zentrum von Madrid: Eine Passantin ist in der spanischen Hauptstadt von herabfallenden Fassadenstücken erschlagen worden. Der Unfall geschah am Freitagnachmittag gegen 14.30 Uhr nur wenige hundert Meter von Touristenattraktionen wie dem Platz Puerta del Sol oder dem Prado-Museum entfernt. Die 32-Jährige aus Südkorea erlitt unter anderem ein Schädel-Hirn-Trauma und erlag am Samstag im Krankenhaus ihren Verletzungen, wie die Behörden mitteilten.

Die Hintergründe des Unfalls waren am Samstag unklar. Ein Sprecher der Stadt äußerte die Vermutung, die Unwetter diese Woche in Madrid und anderen Teilen Spaniens mit viel Regen und starken Winden könnten zu dem Unglück geführt haben.

Unwetter in Spanien: 4 Tote bei Überflutung

Die Unwetter forderten in Spanien nach Behördenangaben mindestens vier weitere Menschenleben. Ein Mann starb am Samstag in Huéscar bei Granada, als sein Wagen von Wassermassen überflutet wurde. Vor der Küste von Punta Umbría bei Huelva im Südwesten des Landes war am Freitag ein 67 Jahre alter Surfer aus den Niederlanden bei starkem Wellengang ertrunken. Schon am Donnerstag hatte es zwei weitere Tote gegeben. Auch im Nachbarland Portugal kamen zwei Menschen ums Leben.

Das Madrider Unglücksgebäude in der Calle Alcalá, einer der Hauptadern Madrids, gehört der Stadt und beherbergt die städtische Behörde für Kultur und Tourismus. Behördensprecher versicherten, das 1945 eingeweihte neunstöckige Gebäude des berühmten Architekten Antonio Palacios habe erst 2015 die alle zehn Jahre fällige Inspektion bestanden und sei «in perfektem Zustand». Ermittlungen seien aufgenommen worden, sagte Bürgermeister José Luis Martínez Almeida. Er bedauere den «sehr tragischen Unfall».

Nach Medienberichten handelt es sich bei dem Opfer um eine Touristin. Die Botschaft Südkoreas bestätigte das vorerst nicht. Nach Aussage eines Stadtsprechers war die Frau mit Verwandten unterwegs, als das Unglück geschah.

Fast 100 000 Haushalte in Südwestfrankreich nach Sturm ohne Strom

Nach dem Durchzug des Wintersturms Fabien sind in Südwestfrankreich rund 95.000 Haushalte ohne Strom. An der Atlantikküste habe der Wind Geschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern erreicht, berichtete der Radionachrichtensender Franceinfo am Sonntag. Auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika macht Hochwasser den Menschen zu schaffen. Der Flughafen der Inselkapitale Ajaccio blieb wegen Überflutung geschlossen. Auch im Fährverkehr zum Festland gebe es Beeinträchtigungen, berichtete Franceinfo.

Unwetter in Großbritannien bremst Weihnachtsurlauber aus

Kurz vor Weihnachten haben Überschwemmungen in großen Teilen Großbritanniens die Reisepläne von Millionen Menschen durcheinander gebracht. Betroffen waren unter anderem der Süden und Osten Englands, wo nach tagelangen starken Regenfällen Flüsse über die Ufer traten. Viele Straßen und Bahnstrecken wurden am Samstag gesperrt. In der Stadt Chertsey bei London beschädigte ein Tornado Häuser und Autos. Angaben über Verletzte gab es zunächst nicht.

Starkregen in Südfrankreich - Segler im Mittelmeer vermisst

Starke Regenfälle und heftige Winde machen erneut den Menschen in Südfrankreich zu schaffen. Wie die Seepräfektur für das Mittelmeer berichtete, kenterte ein Segelboot in der Nähe von Fos-sur-Mer nordwestlich von Marseille. Ein Segler werde vermisst, zwei Besatzungsmitglieder wurden gerettet. Der Unfall ereignete sich am Freitagabend, die Helfer setzten Hubschrauber ein.

Der Flughafen von Ajaccio auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika wurde wegen Überschwemmung geschlossen, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. Die Fluggesellschaft Air Corsica warnte via Twitter, der Airport sei wegen teilweiser Überflutung von Straßen unzugänglich. Für 18 Départements im Süden des Landes gab es einen Wetteralarm - die Menschen wurden aufgefordert, besonders vorsichtig zu sein. Bereits Mitte des Monats war eine Schlechtwetterzone über die französische Riviera gezogen, dabei hatte es mehrere Todesopfer gegeben.

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rut/news.de

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