Polizei-News Dresden, 01.04.2026: Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 der Landeshauptstadt Dresden

Die Polizei berichtet über einen Fall in Eckpunkte der Kriminalitätsentwicklung. Aktuelle Meldungen im Polizei-Update von Mittwoch, dem 01.04.2026.

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Die Polizei Sachsen informiert zu einem aktuellen Fall (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei Sachsen informiert zu einem aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa-Zentralbild / Sebastian Willnow

Für Eckpunkte der Kriminalitätsentwicklung hat die Polizei gegen 10:08 Uhr eine Meldung für die Region Dresden herausgegeben. In dieser heißt es:

Eckpunkte der Kriminalitätsentwicklung: Polizeiliche Kriminalstatistik 2025

Eckpunkte der Kriminalitätsentwicklung

(Anlage 1)

  1. Allgemeinkriminalität

Im Jahr 2025 wurden in der Landeshauptstadt Dresden 42.735 Straftaten der Allgemeinkriminalität polizeilich registriert (2024: 47.305). Das ist die geringste Kriminalitätsbelastung der vergangenen zehn Jahre mit Ausnahme des zum Vergleich nur bedingt geeignetem »Coronajahres« 2021. Die Aufklärungsquote erhöhte sich auf 55,7 Prozent (2024: 52,7 Prozent).

Polizeipräsident Lutz Rodig (62): »Die aktuelle Kriminalitätsentwicklung liest sich gut: Weniger Straftaten insgesamt und eine bessere Aufklärungsquote sprechen für die Arbeit der Polizei. Gleichzeitig verändert sich die Kriminalität spürbar * sie wird in Teilen gewaltgeneigter, digitaler und verursacht höhere Schäden. Unser Ansatz ist deshalb ganzheitlich: Wir kombinieren sichtbare Präsenz, moderne Ermittlungsarbeit und gezielte Prävention, um auf diese neuen Herausforderungen wirksam zu reagieren.«

Im Jahr 2025 wurden 14.380 Tatverdächtige ermittelt; das waren 776 Tatverdächtige weniger als im Vorjahr (2024: 15.156). Rund drei Viertel aller ermittelten Tatverdächtigen (75,2 Prozent) waren männlich und 24,8 Prozent weiblich.

Bei den meisten Tatverdächtigen (79 Prozent) im Jahr 2025 handelte es sich um Erwachsene (2024: 77,5 Prozent). Heranwachsende hatten mit 8,1 Prozent einen im Vergleich zu 2024 (8 Prozent) fast unveränderten Anteil an der Gesamtzahl aller Tatverdächtigen.

Der Anteil jugendlicher Tatverdächtiger sank im zurückliegenden Jahr auf 9 Prozent (2024: 9,9 Prozent).

Auch der Anteil von Kindern als Tatverdächtige ging zurück; von 4,6 Prozent im Jahr 2024 auf 3,9 Prozent im vergangenen Jahr.

Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger an allen ermittelten Tatverdächtigen (ohne ausländerrechtliche Verstöße) betrug 33,5 Prozent und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert (2024: 33,3 Prozent). Überproportional hoch lag deren Anteil im Jahr 2025 bei Raubdelikten (56,5 Prozent) und Diebstahlsdelikten unter erschwerenden Umständen (48,8 Prozent).

Die Zahl der Opfer von Straftaten im Jahr 2025 betrug 9.757 und stieg damit um 775 Menschen gegenüber dem Vorjahreszeitraum an. Die Mehrzahl der Opfer war männlich (5.812). Beim überwiegenden Teil der Opfer handelte es sich um Erwachsene (7.274). Von den 2.483 nichterwachsenen Opfern waren 840 Kinder, 916 Jugendliche und 727 Heranwachsende. 586 Opfer einer Straftat waren 60 Jahre oder älter (2024: 516).

Der durch Kriminalität registrierte finanzielle Schaden betrug 2025 rund 75,9 Millionen Euro (2024: 35,7 Millionen Euro) und entspricht einem Anstieg von 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit ca. 44,5 Millionen Euro entfällt der größte Anteil auf Betrugsdelikte (2024: 9,6 Millionen Euro).

  1. Ausländerrechtliche Verstöße

Auch die Anzahl ausländerrechtlicher Verstöße ist im Jahr 2025 erheblich zurückgegangen; von 2.824 Fällen im Jahr 2024 auf 1.221 Fälle im vergangenen Jahr.

Lutz Rodig: »Das zeigt die Wirksamkeit der wiedereingeführten Grenzkontrollen und unserer erhöhten Präsenz im grenznahen Raum.«

Ausgewählte Phänomen- bzw. Deliktsbereiche

Gewaltkriminalität

Die Zahl der Gewaltstraftaten ist im Vergleich zum Vorjahr angestiegen; auf 1.934 Fälle (2024: 1.804 Fälle). Weitere Informationen zur Entwicklung der Gewaltkriminalität können der Anlage 2 entnommen werden.

Lutz Rodig: »Der erneute Anstieg der Gewaltkriminalität zeigt, dass Konflikte häufiger eskalieren und Hemmschwellen sinken. Besonders in urbanen Räumen konzentrieren sich solche Entwicklungen. Genau hier setzen wir mit der Einrichtung der Citywache an: Sie ist ein zentraler Baustein unseres ganzheitlichen Ansatzes zur Bekämpfung von Kriminalitätsbrennpunkten. Durch dauerhafte Präsenz, schnelle Ansprechbarkeit und enge Vernetzung mit Ordnungsbehörden stärken wir das Sicherheitsgefühl und greifen frühzeitig ein, bevor sich Konflikte verfestigen.«

Im Bereich der Gewaltkriminalität wurden insgesamt 1.515 Tatverdächtige ermittelt, was einer Aufklärungsquote von 74,1 Prozent (2024: 77,3 Prozent) entspricht. Überproportional hoch ist im Bereich der Gewaltkriminalität der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger mit 50,6 Prozent (2024: 47,4 Prozent) an der Gesamtzahl aller ermittelten Tatverdächtigen.

Lutz Rodig: »Um Mehrfach-/Intensivtätern, insbesondere im Bereich der Gewaltkriminalität, noch wirksamer zu begegnen, richtet die Polizeidirektion Dresden zum 1. April 2026 eine Koordinierungsstelle ,Mehrfach-/Intensivtäter´, zunächst mit sechs Beamten, bei der Kriminalpolizeiinspektion ein. Neben täterorientierten Ermittlungen geht es um eine wirksamere Verzahnung unserer Maßnahmen der Strafverfolgung, der Gefahrenabwehr, des Ausländerrechts sowie der Prävention.«

Reichlich zwei Drittel aller registrierten Gewaltdelikte im Jahr 2025 waren gefährliche und schwere Körperverletzungen. Dahinter stehen 1.333 Straftaten * das ist die höchste Zahl in den vergangenen zehn Jahren.

Die Zahl der Raubdelikte stieg auf 471 Fälle (+11 Prozent). Weitere Informationen zur Entwicklung der Raubdelikte können der Anlage 3 entnommen werden.

Im Jahr 2025 waren in diesem Deliktbereich die Hälfte der ermittelten Tatverdächtigen Nichterwachsene; 29 Kinder, 96 Jugendliche und 55 Heranwachsende. Dies entspricht einem Anteil von 49,9 Prozent (2023: 48,1 Prozent) an allen 361 ermittelten Tatverdächtigen.

Der Anteil der registrierten nichtdeutschen Tatverdächtigen betrug bei Raubstraftaten 56,5 Prozent, in absoluten Zahlen 204 (2024: 177; 55 Prozent).

Im Jahr 2025 wurden elf Mord- und Totschlagdelikte (2024: neun) sowie 119 Fälle von Vergewaltigung, sexueller Nötigung und sexueller Übergriffe im besonders schweren Fall einschließlich mit Todesfolge (2024: 95) registriert.

Jugendkriminalität

Die Fälle der Jugendkriminalität sind im vergangenen Jahr im Vergleich zum Jahr 2024 um 9,8 Prozent gesunken (2025: 4.407 Straftaten; 2024: 4.886 Straftaten).

Lutz Rodig: »Die Entwicklung bei der Jugendkriminalität zeigt zwei Seiten: Entgegen dem bundesweiten Trend gehen die Zahlen zurück. Gleichzeitig beobachten wir eine zunehmende Intensität einzelner Delikte, insbesondere im Bereich der Gewalt. Das macht deutlich, dass wir frühzeitig ansetzen müssen. Unsere Sonderkommission Iuventus leistet hier einen entscheidenden Beitrag: Durch gezielte Ermittlungen, enge Zusammenarbeit mit Schulen und Jugendhilfe sowie konsequentes Einschreiten konnten wir Strukturen erkennen und wirksam bekämpfen. Diesen Ansatz werden wir weiter ausbauen, um junge Menschen frühzeitig aus kriminellen Entwicklungen herauszuführen.«

Mehr Jugendstraftaten gab es insbesondere bei einfachen Körperverletzungen (2025: 470; 2024: 427) sowie bei der Verbreitung pornografischer Inhalte (2025: 117; 2024: 79). Weitere Informationen können der Anlage 4 entnommen werden.

Eigentumskriminalität

Im Jahr 2025 wurden in der Landeshauptstadt Dresden insgesamt 17.264 Diebstahlsdelikte registriert. Dies waren reichlich 14 Prozent weniger als im Jahr zuvor (2024: 20.078 Straftaten).

Insgesamt wurden 6.778 Straftaten aufgeklärt. Die Aufklärungsquote ist auf 39,3 Prozent gestiegen (2024: 34,5 Prozent). Weitere Informationen können der Anlage 5 entnommen werden.

Schwerpunkte im Bereich der Eigentumskriminalität blieben im Jahr 2025 Diebstähle in/aus Geschäften und Kiosken mit 5.329 Fällen (2024: 5.513) sowie Ladendiebstähle mit 4.895 Fällen (2024: 4.908).

Im Jahr 2025 wurden im Stadtgebiet 206 Fälle des Diebstahls von Kraftwagen einschließlich des unbefugten Gebrauchs registriert (2024: 230 Straftaten). Dies entspricht einem Rückgang um 10,4 Prozent. Bei den Diebstählen an/aus Kraftwagen ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang der Fallzahlen um 34,2 Prozent festzustellen (2025: 1.346; 2024: 2.046).

Im Jahr 2025 wurden in der Landeshauptstadt Dresden 562 Diebstähle in/aus Wohnungen erfasst, was dem Vorjahresniveau (2024: 563) entspricht.

Bei 322 (2024: 259) dieser Fälle handelte es sich um Wohnungseinbrüche. In 126 Fällen (2024: 102) lag ein Tageswohnungseinbruch mit einer Tatzeit zwischen 6 Uhr und 21 Uhr vor. Von den 322 Wohnungseinbrüchen blieb es in 42,9 Prozent der Fälle (138) bei einer Versuchshandlung.

Im Jahr 2025 wurden in Dresden deutlich weniger Fahrraddiebstähle angezeigt. Die Fallzahlen sanken auf 2.707 Straftaten (2024: 3.539 Straftaten). Dies stellt einen Rückgang von 23,5 Prozent dar und ist damit der niedrigste Wert seit zehn Jahren.

Rauschgiftkriminalität

Im Jahr 2025 sank die Rauschgiftkriminalität erneut deutlich gegenüber dem Vorjahr und stellt mit 949 Fällen den niedrigsten Wert der letzten zehn Jahre dar (2024: 1.285) Weitere Informationen zur Entwicklung der Rauschgiftkriminalität können der Anlage 6 entnommen werden.

Lutz Rodig: »Die Rückgänge in der Statistik spiegeln nicht zwangsläufig eine tatsächliche Verbesserung der Sicherheitslage wider, sondern sind vor allem Ausdruck gesetzlicher Anpassungen in Form des Konsumcannabisgesetzes. Für uns bedeutet das, noch genauer hinzuschauen, Entwicklungen differenziert zu bewerten und unsere Maßnahmen entsprechend anzupassen.«

Die Aufklärungsquote bei der Rauschgiftkriminalität betrug 90,8 Prozent (2024: 92,6 Prozent).

Die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen lag bei 774 (2024: 1.112). Es wurden insgesamt 666 männliche (2024: 954) und 108 weibliche Tatverdächtige (2024: 158) ermittelt. Der Anteil von nichtdeutschen Tatverdächtigen stieg gegenüber dem Vorjahr leicht auf 35,8 Prozent, was einer absoluten Zahl von 277 Tatverdächtigen entspricht (2024: 388).

Die Zahl der allgemeinen Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz (Konsumentendelikte) sank deutlich auf nunmehr 615 Straftaten (2024: 954).

Die Fallzahlen beim unerlaubten Handel mit oder Schmuggel von Rauschgift sanken um 55,6 Prozent auf 44 Fälle (2024: 99).

Hinzu kommen 191 Verstöße gegen das Konsumcannabisgesetz.

Die meisten Rauschgiftdelikte wurden im Jahr 2025 im Zusammenhang mit Methamphetamin festgestellt (2025: 333 Straftaten; 2024: 326 Straftaten).

Im Stadtgebiet Dresden wurde im Jahr 2025 sieben Drogentote (2024: 4) registriert.

Vermögens- und Fälschungsdelikte

Die Anzahl der Vermögens- und Fälschungsdelikte sank im vergangenen Jahr auf 7.677 Straftaten (2024: 8.370), was eine Abnahme um 8,3 Prozent bedeutet. Die Aufklärungsquote lag bei 62 Prozent (2024: 71,9 Prozent). Insgesamt konnten 3.837 Tatverdächtige (2024: 4.564) ermittelt werden, davon waren 35,8 Prozent nichtdeutsche Tatverdächtige (2024: 34,1 Prozent).

Die Anzahl der Betrugsdelikte sank im vergangenen Jahr um 665 Fälle beziehungsweise 10,4 Prozent auf 5.718 Straftaten (2024: 6.383). Die Aufklärungsquote lag bei 66 Prozent (2024 77,6 Prozent). Insgesamt konnten 3.067 Tatverdächtige ermittelt werden, davon waren 34,9 Prozent nichtdeutsche Tatverdächtige (2024: 32,9 Prozent).

Cybercrime

Die Zahl der Cybercrimestraftaten ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen, von 897 Fällen im Jahr 2024 auf 1.069 (+19,2 Prozent). Die Aufklärungsquote betrug 26,6 Prozent (2024: 27 Prozent).

915 (2024: 809) Fälle aller im Jahr 2025 registrierten Cybercrimestraftaten waren Computerbetrug.

Lutz Rodig: »Die starke Zunahme von Cybercrime und die hohen Schadenssummen bei Betrugsdelikten machen deutlich, dass sich Kriminalität zunehmend in den digitalen Raum verlagert. Täter nutzen gezielt technische Möglichkeiten und internationale Strukturen. Hier stoßen klassische Ermittlungsansätze an Grenzen. Deshalb investieren wir in Spezialisierung, moderne Technik und Kooperationen über Ländergrenzen hinweg. Gleichzeitig bleibt Prävention entscheidend: Wer Betrugsmaschen kennt, wird seltener Opfer. Die Aufklärung der Bevölkerung ist hier ein wichtiger Baustein unserer Arbeit.«

Sachbeschädigung

Die Anzahl der Sachbeschädigungen sank im Jahr 2025 deutlich auf 4.637 Fälle (2024: 5.814 Fälle). Die Aufklärungsquote stieg auf 23,4 Prozent (2024: 19,2 Prozent).

Die Fallzahlen bei Graffiti als Sonderform der Sachbeschädigung sind hingegen deutlich auf 1.428 Fälle (2024: 993) gestiegen. Dabei konnten 181 Tatverdächtige ermittelt werden (2024: 100), von denen 104 (57,5 Prozent) dem Bereich der Kinder, Jugendlichen und Heranwachsenden zuzuordnen sind (2024: 59 Prozent).

Weitere Übersichten zur allgemeinen Kriminalitätsentwicklung können den Anlagen 7 und 8 entnommen werden.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidiums Dresden. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben erstellt und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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