Trauer um Rennfahrer: Formel-1-Weltmeister tot - er starb nur drei Tage nach seinem Geburtstag

Nur drei Tage nach seinem 80. Geburtstag ist Formel-1-Weltmeister Alan Jones nach kurzer Krankheit gestorben. Der Australier bleibt als einer von nur zwei Fahrern seines Landes, die jemals den WM-Titel holten, eine unerreichte Größe des Motorsports.

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Die Rennstrecke war lange Zeit sein Zuhause: Nun ist Formel-1-Weltmeister Alan Jones im Alter von 80 Jahren verstorben (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Rennstrecke war lange Zeit sein Zuhause: Nun ist Formel-1-Weltmeister Alan Jones im Alter von 80 Jahren verstorben (Symbolbild). Bild: picture alliance/dpa/PA Wire/Matthew Vincent
  • Formel-1-Welt trauert um Alan Jones – Weltmeister stirbt mit 80 Jahren
  • Zwölf Siege und ein WM-Titel – Australier schrieb Motorsportgeschichte
  • 46 Jahre ohne Wiederholung – Jones' besonderer Rekord bleibt bestehen
  • Ehefrau und Motorsportverband nehmen Abschied vom Rennsport-Legenden

Die Formel-1-Welt trauert um Alan Jones. Der australische Rennfahrer und Weltmeister von 1980 ist im Alter von 80 Jahren verstorben. Besonders tragisch: Erst drei Tage zuvor hatte er seinen Geburtstag gefeiert.

Er war krank - Ehefrau mit Details zum Tod von Formel-1-Weltmeister Alan Jones

Wie seine Ehefrau Amanda Butler-Davis über den australischen Motorsportverband Motorsport Australia mitteilte, erlag Jones einer kurzen Krankheit. "Wir sind zutiefst traurig, das Ableben unseres geliebten Alan bekannt geben zu müssen", heißt es in der Erklärung. "Er wird von seinen Nächsten und den vielen Fans, deren Unterstützung er stets dankbar war, schmerzlich vermisst werden."

Jones habe sein Leben dem Motorsport gewidmet und ein Vermächtnis geschaffen, "das durch die unzähligen Menschen, die er auf seinem Weg berührt hat, weiterleben wird".

Zwölf Siege und der WM-Triumph mit Williams

Alan Jones bestritt seine Formel-1-Karriere über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren. Zwischen 1975 und 1986 ging er in der Königsklasse des Motorsports an den Start und feierte dabei insgesamt zwölf Grand-Prix-Siege. Den Höhepunkt seiner Laufbahn erreichte er am Ende der Saison 1980, als er sich im Williams den Weltmeistertitel sicherte.

Vor seinem Durchbruch bei Williams fuhr Jones für eine Reihe anderer Rennställe. Zu seinen früheren Stationen zählten unter anderem Hesketh, Hill, Surtees, Shadow und Arrows. Bei keinem dieser Teams konnte er jedoch an die Erfolge anknüpfen, die ihm später bei Williams gelangen. Mit seinem WM-Titel schrieb der Australier Motorsportgeschichte.

Nur zwei Australier in der WM-Chronik

Mit seinem Titelgewinn 1980 reihte sich Jones in einen äußerst exklusiven Kreis ein. Bis heute ist er neben Sir Jack Brabham einer von lediglich zwei australischen Fahrern, die jemals eine Formel-1-Weltmeisterschaft gewinnen konnten. Diese Seltenheit unterstreicht die besondere Stellung, die Jones im Motorsport seines Heimatlandes einnimmt.

Besonders bemerkenswert: In derselben Saison triumphierte Jones auch beim Großen Preis von Australien. Dieser Heimsieg hat bis heute Bestand als letzter Erfolg eines australischen Piloten bei seinem eigenen Grand Prix. Seit mehr als 46 Jahren wartet das Land darauf, dass ein einheimischer Fahrer dieses Kunststück wiederholen kann – ein Rekord, der die Ausnahmestellung von Jones' Leistung im Jahr 1980 eindrucksvoll verdeutlicht.

Alan Jones tot - Australiens Motorsportwelt verneigt sich

Die Australian Grand Prix Corporation reagierte mit tiefer Bestürzung auf die Todesnachricht. In einer offiziellen Stellungnahme würdigte die Organisation Jones als "einen der größten Rennfahrer Australiens", der "einen besonderen Platz in der Geschichte unseres Sports" einnehme.

Sein Weltmeistertitel von 1980 habe "eine ganze Generation australischer Motorsportfans inspiriert", betonte die Corporation. Man sprach der Familie, den Angehörigen und Freunden das aufrichtige Beileid aus.

Auch seine Ehefrau Amanda Butler-Davis hob in ihrer Erklärung hervor, welchen bleibenden Eindruck Jones hinterlassen hat: "Durch seine Erfolge, seine Leidenschaft und seinen unverwechselbaren Charakter, sowohl auf als auch abseits der Strecke, hat Alan dem Sport national und weltweit einen dauerhaften Stempel aufgedrückt."

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