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Joachim Löw privat: Schwul, Toupet oder Glückspullover? Jogi Löw spricht Klartext

Die Fußball-EM 2021 wird die letzte für Jogi Löw als Bundestrainer. Um die Person des Fußballehrers kursiert dabei so mancher Mythos - doch hat Jogi Löw wirklich einen Glückspulli, ist er schwul oder düst er als Raser durch die Gegend? Die Antworten gibt's hier.

Nach der Fußball-EM 2021 ist Schluss: Jogi Löw gibt sein Amt als Bundestrainer auf. Bild: Christian Charisius / picture alliance / dpa

Die Fußball-EM 2021 steht vor der Tür - für Bundestrainer Joachim Löw und sein DFB-Team bedeutet das Konzentration pur. Um den Fußballcoach, der seit 2006 die deutsche Fußballnationalmannschaft betreut und bereits seinen Abschied nach der Europameisterschaft 2021 angekündigt hat, ranken sich abseits des Fußballfeldes jedoch so einige Mythen, die einfach nicht totzukriegen sind. Höchste Zeit, sich die Gerüchte um den Bundestrainer mal genauer anzusehen!

Jogi Löw schwul? Bundestrainer spricht Klartext zu Gerüchten um Homosexualität

Eine Behauptung, die einfach nicht verstummen möchte, ist die, dass Jogi Löw schwul sei. Viele Fans mag das verwundern, ist der Fußballlehrer doch seit 1986 mit seiner Ehefrau Daniela Löw verheiratet. Doch obwohl sich Joachim Löw im August 2016 von seiner Frau trennte, ist der heute in Berlin lebende Bundestrainer noch nicht geschieden. Zu den Gerüchten um seine angebliche Homosexualität nahm Jogi Löw in einem Interview mit der "Welt am Sonntag" Stellung: "Das habe ich auch schon gehört", so Joachim Löw auf die Frage, was er von den Gerüchten halte, er sei schwul.

VIDEO: Schwul, Toupet, Raser? Joachim Löw spricht Klartext!

Video: Itsin TV

Trägt Joachim Löw wirklich ein Toupet?

"Was soll ich sagen? Es ist wie mit dem Toupet. Auch das stimmt nicht", so Joachim Löw. Und damit machte der Bundestrainer auch gleich mit einem anderen Gerüchte kurzen Prozess: Seine beneidenswert dichte Haarpracht verdankt der Bundestrainer keinesfalls einer Perücke.

Mythos bestätigt! Joachim Löw ist ein Raser

Die Gerüchte, Jogi Löw sei schwul oder trage ein Toupet, sind also komplett aus der Luft gegriffen. Doch ein anderer Mythos beinhaltet durchaus ein Körnchen Wahrheit: Joachim Löw hat den Ruf weg, beim Autofahren gern Gas zu geben und mit Bleifuß über die Straßen zu brettern. Und tatsächlich, im Bundes-Jogi steckt ein kleiner Raser - 2014 musste der Bundestrainer seinen Führerschein für ein halbes Jahr abgeben, nachdem er zu schnell gefahren war.

Das ist der Glückspulli von DFB-Coach Joachim Löw

Bei der Fußball-EM 2021 gibt Jogi Löw vermutlich nur in Sachen Spielermotivation Vollgas - da dürfen auch Glücksbringer nicht fehlen. Joachim Löw setzt Gerüchten zufolge gleich auf mehrere Accessoires als Talisman. Der bekannteste ist wohl sein Glückspullover - Sie haben richtig gelesen, Joachim Löw schreibt einem ganz bestimmten Kleidungsstück positive Wirkung zu. Der markante blaue Kaschmirpulli der Marke Strenesse in blau und mit V-Ausschnitt ist es, der Joachim Löw bei so manchem Spiel Glück gebracht hat: "Wenn ich diesen Pulli getragen habe, haben wir jeweils vier Tore geschossen", erklärte Joachim Löw einst. Wer das gute Stück heute bewundern möchte, kann dies übrigens im DFB-Fußballmuseum in Dortmund tun, wohin der Glückspulli von Jogi Löw aus dessen Kleiderschrank umgezogen ist.

Jogi Löw schreibt seiner Glückskette magische Kräfte zu

Vielleicht bringt Joachim Löw ja seine Glückskette Erfolg bei den EM-Spielen? Diese trägt der Bundestrainer, oft in Kombination mit einem Kreuz-Anhänger, gern um den Hals, wie er in einem Interview enthüllte. Bei so vielen Glücksbringern kann bei der Fußball-WM ja eigentlich nichts mehr schiefgehen, oder?

FOTOS: Fußball-WM 2018 Das ist der DFB-Kader in Russland

Jogi Löw vor Abschied als Bundestrainer: "Eine gewisse Leere wird auf uns zukommen"

Vor seinem letzten großen Turnier als Bundestrainer hat sich Joachim Löw mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über den gemeinsamen Abschied ausgetauscht. "Ja, wir haben auch darüber gesprochen, wie so die Pläne sind", sagte der 61 Jahre alte Fußballlehrer im Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit".

Löw war kurz vor dem EM-Trainingslager in Seefeld, wo er derzeit die deutsche Nationalmannschaft auf die am 11. Juni beginnende Fußball-EM vorbereitet, im Kanzleramt in Berlin. "Wir finden beide, dass es jetzt ein guter Zeitpunkt ist, Abschied zu nehmen. Wir haben auch darüber gesprochen, dass nach einer so intensiven Zeit wahrscheinlich eine gewisse Leere auf uns zukommt", berichtete Löw von dem Gespräch.

Jogi Löw zieht den Hut vor Angela Merkel: "Habe großen Respekt"

Der Bundestrainer gibt nach der EM im Sommer 2021 sein Amt ab. Merkel ist seit November 2005 Bundeskanzlerin. Zur nächsten Wahl im September 2021 kandidiert die 66-Jährige nicht mehr. "Angela Merkels Position ist so was von komplex und so was von schwierig, vor ihr und ihrer Leistung habe ich großen Respekt. Ich finde, sie ist sehr menschlich, kann sich gut in Menschen hineinversetzen, kann schwierige und komplexe Sachverhalte einfach erklären. Das allein finde ich schon faszinierend", sagte Löw (61) über die Kanzlerin.

Darauf freut sich Joachim Löw nach seinem Abschied als DFB-Trainer

Er selbst stellt es sich "erleichternd vor", wenn er nach seinem achten Turnier die Verantwortung für das DFB-Team an seinen Nachfolger Hansi Flick (56) abgibt: "Verantwortung ist manchmal schon eine Last. Ich freue mich auf eine gewisse Freiheit."

Depression nach der Fußball-WM! Jogi Löw offenbar Schattenseiten des Bundestrainer-Lebens

Die Rolle in der Öffentlichkeit und das "Wellenbad der Gefühle" hätten ihn verschlossener gemacht: "Das ist der Preis dieses Lebens als Bundestrainer. Ich habe mir natürlich so etwas wie einen Panzer zugelegt." Schon über den Triumph bei der Weltmeisterschaft 2014 hatte sich Löw nicht richtig freuen können. "Nach dem Turnier war ich nicht weit weg von einer depressiven Verstimmung. Nach jedem Turnier ist da eine Leere", verriet der scheidende Bundestrainer.

Löw: "Gibt Momente, in denen ich eigene Kinder sehr vermisse"

Bundestrainer Joachim Löw bedauert es manchmal, keine Kinder zu haben. "Natürlich, ja", antwortete Löw in einem Interview der "Zeit" auf eine entsprechende Frage. Mit 25, 30 oder 35 Jahren habe er "das noch nicht so gesehen. Da konnte ich es mir vielleicht nicht vorstellen, habe das Thema verdrängt oder weggeschoben. Die letzten zehn Jahre denke ich aber schon immer wieder daran oder darüber nach, wie es gewesen wäre, Kinder zu haben", erzählte der Coach der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

Er habe "immerhin einige Patenkinder", die er auch oft sehe. Das eine oder andere Patenkind sei "sogar ein bisschen bei uns aufgewachsen", sagte Löw und betonte: "Natürlich gibt es Momente, in denen ich eigene Kinder sehr vermisse."

Homosexualität im Profi-Fußball: Jogi Löw redet Klartext

In dem Interview wurde Löw auch gefragt, warum sich der Fußball so schwer mit dem Thema Homosexualität tue und warum seit dem Coming-out des ehemaligen Nationalspielers Thomas Hitzlsperger kein Profispieler in Deutschland sein Schwulsein öffentlich gemacht habe.

"Thomas hat diesen Schritt gewagt, als seine Karriere eigentlich beendet war", sagte Löw. Hitzlsperger habe ihn "dabei ein Stück weit auf dem Laufenden gehalten". In der Gesellschaft sei die Offenheit grundsätzlich vorhanden, was wichtig sei, betonte Löw. "Obwohl sich schon wahnsinnig viel getan hat, fehlt sie aber vielleicht noch ein bisschen im Stadion", sagte Löw. Erklären könne er sich dies "nicht so genau", er bedaure es allerdings. "Unsere Gesellschaft, und damit auch der Fußball, steht doch für Offenheit, Vielfalt und Teilhabe."

Auf die Frage, wie er handeln würde, wenn es ihn beträfe, sagte Löw: "Dann würde ich dazu auch stehen."

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loc/kad/news.de/dpa