Zoff bei den Briten-Royals: König Charles III. schiebt Frust - Thronfolger William soll der Grund sein

Was ist da los im Hause Windsor? Angeblich wächst König Charles' Frust immer weiter - doch ausnahmsweise ist nicht sein jüngerer Sohn Prinz Harry der Auslöser, sondern Thronfolger Prinz William, der dem Monarchen auf die Nerven geht.

Erstellt von - Uhr

Den aktuellen Royals-News zufolge soll König Charles III. zunehmend Groll gegen seinen Thronfolger Prinz William hegen. (Foto) Suche
Den aktuellen Royals-News zufolge soll König Charles III. zunehmend Groll gegen seinen Thronfolger Prinz William hegen. Bild: picture alliance/dpa/POOL Mirror/AP | Phil Harris

Hinter den Mauern des Buckingham-Palastes brodelt es – doch ausnahmsweise steht nicht Prinz Harry im Zentrum des königlichen Unmuts. Den royalen Schlagzeilen ist aktuell zu entnehmen, dass sich der Frust von König Charles III. derzeit stärker gegen seinen Thronfolger Prinz William als gegen den in die USA ausgewanderten jüngeren Sohn Prinz Harry richten soll. Was ist da los bei den Windsors?

König Charles III. schiebt Frust - doch Prinz Harry ist diesmal nicht der Auslöser

Öffentlich geben sich der 77-jährige Monarch und der 44-jährige Prinz von Wales weiterhin als eingespieltes Team. Doch hinter der Fassade der Einigkeit wachsen einem Beitrag von "Radar Online" zufolge die Spannungen zwischen König Charles und seinem älteren Sohn – dem Vernehmen nach befeuert durch grundverschiedene Auffassungen davon, wie viel Einsatz die Krone von ihren Mitgliedern verlangen darf, wie unter Berufung auf Palastinsider berichtet wird. Besonders brisant: Der britische Monarch kämpft sich trotz seiner Krebserkrankung durch ein gewaltiges Arbeitsprogramm, während Prinz Williams Terminkalender auffällig übersichtlich wirkt. Und dann sorgt ausgerechnet Prinz Harry mit einem medial beachteten Heimatbesuch für zusätzliche Unruhe.

König Charles III. ackert sich für die Krone ab, während Prinz William entspannt

Die blanken Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: In den vergangenen zwölf Monaten hat König Charles an 175 Tagen offizielle Termine wahrgenommen – wohlgemerkt parallel zu seiner laufenden Krebsbehandlung. Prinz Williams öffentlicher Kalender fiel im selben Zeitraum deutlich bescheidener aus, unterbrochen von mehreren Familienauszeiten mit Ehefrau Prinzessin Kate und den gemeinsamen Kindern Prinz George, Prinzessin Charlotte und Prinz Louis.

Eine palastnahe Quelle schildert die Stimmung gegenüber "RadarOnline.com" so: "Es wächst das Gefühl, dass der König die Last der Institution weitgehend auf seinen eigenen Schultern spürt – besonders wenn er seinen vollen Terminplan mit dem seines Thronfolgers vergleicht." Charles sei sich sehr bewusst, dass er trotz schwerer Krankheit ein enormes Pensum absolviere. "Dieser Kontrast beginnt hinter den Kulissen zu reiben", so der Insider. Was als Terminplanungsfrage begonnen habe, entwickle sich zunehmend zu einer Quelle echter Spannungen.

Prinz William verärgert König Charles III. - Monarch von Thronfolger stärker genervt als von Prinz Harry

Royal-Biografin Tina Brown gießt zusätzlich Öl ins Feuer. Ihrer Einschätzung nach empfinde der britische König seinen Erstgeborenen momentan als störender als den "verlorenen Sohn" Harry. Der Grund liegt tiefer als bloße Terminplanung: Prinz Williams demonstrativ gelebte Vaterrolle wirke wie ein stiller Vorwurf an Charles' eigene Defizite als Elternteil. "Williams Hingabe als Vater scheint immer als stillschweigende Kritik an den väterlichen Unzulänglichkeiten des Königs formuliert zu sein", so Brown. Das rühre an alte Empfindlichkeiten, die nie vollständig verheilt seien.

Auch der Palastinsider bestätigt diesen Eindruck: König Charles III. erkenne durchaus an, dass Williams Wunsch, ein präsenter Vater zu sein, aufrichtig sei. Dennoch könne er nicht verhindern, dass die daraus entstehenden Vergleiche mit seiner eigenen Vergangenheit schmerzhafte Erinnerungen wecken – an eine Zeit, in der Pflichterfüllung und Familienleben kaum vereinbar schienen.

Prinz William unter Zugzwang: Prinz Harrys Heimkehr sorgt für Stress bei den Windsors

Während Prinz William mit überschaubarem Programm auffällt, landete ausgerechnet Prinz Harry einen PR-Coup auf britischem Boden. Der Herzog von Sussex absolvierte einen mehrtägigen Besuch in seinem Heimatland Großbritannien, der Termine rund um die Invictus Games ebenso umfasste wie ein persönliches Treffen mit seinem Vater in Clarence House. Tina Brown spricht von einem gelungenen "Reset" für Prinz Harrys ramponiertes Image im Vereinigten Königreich. Nach fünf Jahren voller Groll und therapeutischem Gerede habe der Herzog von Sussex endlich begriffen, dass Royals lediglich durchs Land reisen und lächeln müssten, um die Öffentlichkeit für sich zu gewinnen. Für William sei das keine gute Nachricht. Prinz Harrys Sprecher bestätigte den positiven Verlauf: Der Herzog habe es "geliebt, wieder in Großbritannien zu sein" und alte Freunde sowie Kollegen wiederzusehen.

Prinz Harry lässt Millionen springen - und bringt Bruder William in unangenehme Situation

Besonders brisant wurde Harrys Besuch durch eine unerwartete Geste: Der Herzog spendete 1,1 Millionen Pfund aus seinem Privatvermögen an das Wohltätigkeitsprojekt Children in Need. Ein Schachzug, der laut Tina Brown eine unangenehme Frage für seinen älteren Bruder aufwirft. Die Adelsexpertin formuliert es unverblümt: Die Spende habe "für William die unbehagliche Frage losgetreten, was genau der 43-jährige Prinz von Wales eigentlich mit seinen 23 Millionen Pfund im Jahr anfängt." Damit verschiebt sich die Debatte von der reinen Termindichte hin zur grundsätzlichen Frage, wie die Royals ihre enormen Ressourcen einsetzen.

Während Harry also mit einem konkreten Millionenbetrag Schlagzeilen macht, muss sich William plötzlich für etwas rechtfertigen, das bisher kaum jemand öffentlich hinterfragte: sein Einkommen aus dem Herzogtum Cornwall.

Prinz Harry absolviert emotionalen Auftritt im Namen seiner Mutter Prinzessin Diana

Neben der Großspende setzte Harry auch inhaltlich Akzente. Bei einer Veranstaltung des Diana Award in London sprach er vor rund 40 jungen Aktivisten über soziales Engagement und psychische Gesundheit. Dabei schlug er bewusst die Brücke zum Vermächtnis von Prinzessin Diana. "Meine Mutter glaubte an die Kraft und Handlungsfähigkeit junger Menschen, die Welt positiv zu verändern", sagte der Herzog von Sussex vor den Teilnehmern. Sein Appell an die jungen Zuhörer: "Bleibt nicht stehen, schweigt nicht – sorgt dafür, dass man euch hört, denn ihr sprecht für die Mehrheit." Diana-Award-Geschäftsführerin Dr. Tessy Ojo unterstrich die Dringlichkeit: Jeder fünfte junge Mensch lebe mit einer diagnostizierbaren psychischen Erkrankung, vier von zehn fühlten sich machtlos angesichts ihrer Zukunft. Handeln heile, so Ojo.

König Charles III. steckt wegen William und Harry in der Zwickmühle

Die Gemengelage im Palast hat sich in bemerkenswerter Weise verschoben. König Charles findet sich in einer Position wieder, in der nicht mehr Harry das größte Sorgenkind darstellt, sondern ausgerechnet der Mann, der eines Tages seinen Thron erben soll. Der Monarch schiebt sich trotz Krebsbehandlung durch ein Mammutprogramm, während sein Erstgeborener zwischen Familienurlaub und vereinzelten Auftritten bei Rugby-Spielen und Museumsspaziergängen pendelt.

Wie die Palastquelle gegenüber "RadarOnline.com" andeutete, geht es längst nicht mehr nur um Kalendereinträge. Es steht die grundsätzliche Frage im Raum, ob eine modernisierte Monarchie mit reduziertem Einsatz funktionieren kann – oder ob William damit genau jenen Zweck untergräbt, der die Institution am Leben hält. Harrys jüngster Erfolg macht diese Debatte nur noch drängender.

Wir empfehlen außerdem folgende Royals-News:

/news.de/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.