König Charles: Putin-Anhänger werfen Royal "Aufruf zum Dritten Weltkrieg" vor

Nach einer Rede von König Charles zur Ukraine eskaliert die Rhetorik aus Russland. Putin-nahe Akteure reagieren mit scharfen Vorwürfen, Drohungen und Propaganda gegen den britischen Monarchen.

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Eskalation im Propagandakrieg: Putin-Lager greift König Charles scharf an (Foto) Suche
Eskalation im Propagandakrieg: Putin-Lager greift König Charles scharf an Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Chris Jackson
  • Russische Hardliner werfen Charles "Kriegstreiberei" vor
  • Kreml-nahe Politiker drohen symbolisch mit Angriffen auf den Buckingham Palace
  • Pro-russische Akteure im Ausland verbreiten die Kampagne weiter

Nach einer Rede von König Charles III. vor dem US-Kongress hat sich die politische Rhetorik aus dem Umfeld des Kremls deutlich verschärft. Russische Hardliner und Putin-nahe Akteure reagieren mit massiver Kritik und drastischen Drohungen gegen den britischen Monarchen. Im Zentrum der Vorwürfe steht seine Haltung zur Ukraine.

Vorwurf: "Aufruf zum Dritten Weltkrieg"

Auslöser der neuen Spannungen ist die Ansprache von König Charles in Washington, in der er sich für eine fortgesetzte Unterstützung der Ukraine ausgesprochen hatte. In russischen Medien und politischen Kreisen wurde dies "Daily Star" zufolge als Eskalationssignal interpretiert. Teilweise war sogar von einem angeblichen "Aufruf zum Dritten Weltkrieg" die Rede.

Staatlich geprägte russische Berichterstattung griff diese Deutung auf und stellte den Monarchen als Teil einer westlichen Kriegsstrategie dar. Die Darstellung verbreitete sich anschließend in mehreren Kanälen nahezu identisch weiter.

Drohungen und symbolische Provokationen

Besonders weit ging der tschetschenische Abgeordnete Adam Delimchanow, der als enger Vertrauter von Ramsan Kadyrow gilt. Er veröffentlichte ein KI-generiertes Bild, das den Buckingham Palace in einem belagerungsähnlichen Szenario zeigt. Dazu äußerte er sich in scharfer Rhetorik gegen den britischen König und sprach davon, historische Narrative infrage zu stellen. In seinen Aussagen stellte Delimchanow zudem Bezüge zum Zweiten Weltkrieg her und betonte die Rolle sowjetischer Soldaten. Abschließend fiel der drastische Vorwurf, Charles werde als "Wahnsinniger" in die Geschichte eingehen, der einen globalen Konflikt heraufbeschworen habe.

Unterstützung aus pro-russischen Kreisen im Ausland

Auch außerhalb Russlands wurde die Kampagne aufgegriffen. Der britische Staatsbürger Ben Stimson, der sich eigenen Angaben zufolge pro-russischen Einheiten angeschlossen hat, verbreitete ebenfalls Inhalte, die den Aussagen aus dem Kreml-Narrativ ähneln. Dazu gehörten KI-generierte Darstellungen des Königs sowie zugespitzte politische Botschaften. Weitere Akteure aus dem pro-russischen Umfeld teilten vergleichbare Inhalte, wodurch der Eindruck einer koordinierten Kommunikationslinie entstand.

Hintergrund: Rede zur Ukraine sorgt für Spannungen

In seiner Ansprache hatte König Charles die Bedeutung internationaler Unterstützung für die Ukraine betont. Er sprach sich für eine langfristige Stabilisierung und einen gerechten Frieden aus und unterstrich die Verantwortung westlicher Staaten. Diese Position wurde in russischen Reaktionen jedoch als konfrontativ eingeordnet und zum Anlass für neue politische Angriffe genommen.

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