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Mirco Nontschew ist tot: Tod nach Booster-Impfung? Wendler schockt mit irrer Theorie

Der Tod von Mirco Nontschew schockte ganz Deutschland. Bislang ist die Todesursache zwar unklar, doch Impfgegner missbrauchen den Tod des Comedians für ihre Hetze. So verbreitet unter anderem der Wendler eine geschmacklose Theorie und schockt damit das Netz.

Warum Mirco Nontschew gestorben ist, ist bislang unklar. Bild: picture alliance/dpa | Britta Pedersen

Noch immer sitzt der Schock tief: Mirco Nontschew ist tot.Der Comedian ist in der vergangenen Woche im Alter von52 Jahren gestorben. Zwar sind zur Todesursache des beliebten Komikers keine Einzelheiten bekannt, dennoch kursieren im Netz bereits geschmacklose Theorien. So behaupten Impfgegner, dass Nontschew nach der Booster-Impfung gestorben sei. Als Beweis dient ein "Welt"-Artikel. Dieser ist jedoch gefälscht.

Mirco Nontschew ist tot: Impfgegner fälschen Medienbericht und vermelden Booster-Impfung als Todesursache des Comedians

Auf einschlägigen Kanälen von Impfgegnern, Corona-Leugnern und Co. verbreiteten sich am Wochenende mehrere Screenshots. "Star-Comedian gestorben: Nach Booster-Impfung", soll die "Welt" über einen Artikel geschrieben haben. Doch ein solcher Bericht ist auf dem Nachrichtenportal jedoch nie erschienen. Die Überschrift wurde nachweislich gefälscht, heißt es auf der Facebook-Seite "DieInsider". Im Original heißt es nämlich: "Star-Comedian gestorben: Trauer um Mirco Nontschew". Impfgegner behaupten daher in einem weiteren Screenshot, dass die "Welt" die Überschrift geändert und den Hinweis auf die Booster-Impfung entfernt habe.

"Trauer um Mirco Nontschew" statt "Nach Booster-Impfung":Daran erkennt man die Fake-Meldung

Das Aufklärungsportal "Mimikama" erklärt, wie man die Fälschung erkennt. Während im Original-Artikel der Schriftschnitt gleich ist, wird in der Fälschung für die Überschrift ein anderer verwendet. Außerdem unterscheidet sich der Zeitstempel. Bei der "Welt" sieht man am Erscheinungstag der Meldung die Uhrzeit, wann diese veröffentlicht oder geändert wurde. Im gefälschten Screenshot steht 15.37 Uhr. Doch eine ältere Version der Seite zeigt, dass bereits 13.20 Uhr die Überschrift "Trauer um Mirco Nontschew" lautete.

Michael Wendler verbreitet geschmacklose Theorie zum Nontschew-Tod

Unter anderem verbreitete Michael Wendler den gefälschten Screenshot in seinem Telegram-Kanal. Nachdem der Fake bekannt wurde, verschwand dieser jedoch wieder und der einstige Schlagerbarde teilte einen "Bild"-Artikel über das eingeleitete Todesermittlungsverfahren. "War Mirco geimpft??? Fakt ist: Die Covid-19 Impfung tötet Menschen", schreibt der Wendler dazu.

"Ekelhafteste Aktion vom Wendler!" Twitter zerfetzt den Schwurbler nach Fake-News

Während Impfgegner den Tod des Comedians für ihre Hetze missbrauchen, sorgen die geschmacklosen Spekulationen um die Todesursache von Mirco Nontschew im Netz für Fassungslosigkeit. "Also dass man in Querdenker-Kreisen nach jedem Strohhalm greift, war mir ja bekannt, aber ... Holla die Waldfee! Das ist wirklich ein neues Niveau-Tief! Ich stell mir gerade ernsthaft die Frage, wie moralisch verdorben muss man sein, um die Meldung über den Tod eines Menschen für seine eigenen, fragwürdigen Ziele zu instrumentalisieren?", heißt es in einem Kommentar unter dem "DieInsider"-Facebook-Beitrag. "Der Wendler gehört einfach nur noch in die geschlossene Anstalt. Die arme Familie von Mirko Nontschew. Ich schicke dieser Familie viel Kraft", schreibt ein Twitter-Nutzer.

"Und ich dachte, die ekelhafteste Aktion vom #Wendler sei sein Onlyfans Account. Tja, falsch gedacht", heißt es in einem anderen Tweet. "Armer Mirco, arme Familie Nontschew, als hätten die nicht schon genug damit zu tun seinen Tod und Verlust zu betrauern. Der Wendler ist ein Widerling", ergänzt ein weiterer.

"Was für ein verkommener Haufen: Corona-Schwurbler wie der #Wendler teilen gefakte Zeitungsberichte, um die Lüge zu verbreiten, dass Mirco Nontschew durch die Boosterimpfung gestorben sei. Wieso wird das nicht strafrechtlich verfolgt?", fragt sich eine Twitter-Nutzerin.

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bua/fka/news.de