19.01.2021, 12.25 Uhr

Donald Trump: Großes Desaster! Schmeißen SIE Trump jetzt raus?

Die größte US-Schauspielgewerkschaft hat genug von Donald Trump und strengt ein Ausschlussverfahren gegen ihn an. Damit nicht genug. Der scheidende US-Präsident müsste sich von seiner Casting-Show "The Apprentice" verabschieden.

Der news.de-Nachrichtenüberblick Bild: Istockphoto

Langjährige Verbündete, seine Hausbank und nun auch noch die führende US-Schauspiel- und TV-Gewerkschaft? Immer mehr Menschen und Institutionen wenden sich nach dem Sturm auf das Kapitol vom scheidenden US-Präsidenten Donald Trump (74) ab. Wie das in aller Regel gut unterrichtete US-Branchenblatt "Deadline" vermeldet, erwägt die "Screen Actors Guild & American Federation of Television" (SAG-AFTRA), Trump rauszuwerfen. Würde es dazu kommen, könnte Trump nicht mehr in seiner geliebten Casting-Show "The Apprentice" auftreten.

Donald Trump droht Rauswurf von Schauspielgewerkschaft

Demnach habe der nationale Vorstand der SAG-AFTRA für Dienstag (19. Januar) ein Notfall-Meeting einberufen, um über einen Rauswurf Trumps zu beraten. Dafür ist eine Zweidrittel-Mehrheit nötig. Allerdings wäre das nur ein Startschuss für ein mögliches Ausschlussverfahren. Der gesamte Prozess zieht sich mehrere Wochen hin und würde auch eine Anhörung vorsehen, in der die Anschuldigungen gegen Trump vorgebracht werden. SAG-AFTRA lehnte eine Stellungnahme ab.

Laut den Statuten kann ein Mitglied dann ausgeschlossen werden, wenn es in Handlungen verwickelt ist, die sich gegen die Interessen oder die Integrität der Gewerkschaft richten. Außerdem kann die Gewerkschaft Sanktionen in Form von Strafzahlungen erlassen.

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SAG-Gewerkschaft verurteilt Sturm auf das Kapitol

In einer Erklärung betonte die Gewerkschaft, dass sie "den Angriff auf Amerikas Grundprinzipien aufs Schärfste verurteilt." Die Ausführungen lesen sich als klares Statement: "Als Gewerkschaft und als demokratische Organisation sind wir entsetzt über diesen Angriff auf die Werte, die uns am heiligsten sind. Die schändlichen Szenen, die sich in der Hauptstadt der Nation abgespielt haben, haben die Institutionen Amerikas und sein Ansehen in der Welt untergraben. Die Zurschaustellung der Konföderierten-Flagge und anderer Symbole der weißen Vorherrschaft und des Hasses waren dazu gedacht, Farbige und Angehörige bestimmter Glaubensrichtungen zu unterjochen und zu terrorisieren. Dieses Gift greift die vielfältige Mitgliedschaft in unserer Gewerkschaft und der Arbeiterbewegung an."

Trump ist seit 1989 Mitglied in den beiden Gewerkschaften, die sich 2012 zusammenschlossen. Ihr gehören neben Schauspielern unter anderem auch zahlreiche (TV-)Journalisten an. Die SAG-AFTRA gilt als unpolitisch und äußert sich für gewöhnlich nicht zu politischen Ereignissen. Dennoch kritisierte die Gewerkschaft Trump in der Vergangenheit für seine Aussage, Nachrichtenmedien seien die Feinde des amerikanischen Volkes. 

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