Friedrich Merz: Umfrage-Frust - Kanzler erreicht neuen Tiefpunkt

Immer mehr Menschen sind mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz und der Bundesregierung unzufrieden. In einer aktuellen Umfrage bewerten über 80 Prozent der Befragten die Arbeit des CDU-Chefs als schlecht. Ein neuer Rekord.

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Die Zufriedenheitswerte für die Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz erreichten einen neuen Tiefpunkt. (Foto) Suche
Die Zufriedenheitswerte für die Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz erreichten einen neuen Tiefpunkt. Bild: picture alliance/dpa | Fabian Sommer
  • Friedrich Merz erreicht neuen Umfrage-Tiefstand
  • Unzufriedenheit mit Kanzler und Bundesregierung wächst
  • Union stürzt in Sonntagsfrage ab

Die Stimmung gegenüber Kanzler Friedrich Merz hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Das zeigt sich nicht nur in den sozialen Medien, wo ihm sein Abgang aus dem Plenarsaal des Bundestags zuletzt übel genommen wurde. Laut einer aktuellen INSA-Erhebung für "Bild" fallen seine Zustimmungswerte auf einen neuen Tiefpunkt.

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Neue INSA-Umfrage - Zufriedenheit mit Merz und der Bundesregierung erreicht neuen Tiefschlag

82 Prozent der Befragten bewerten seine Arbeit als Regierungschef negativ – so schlecht wie noch nie seit seinem Amtsantritt. Gegenüber den Werten von Anfang Oktober stieg die Unzufriedenheit damit um weitere zwei Prozentpunkte. Gerade einmal 13 Prozent stellen Merz noch ein positives Zeugnis aus. Der Absturz wird im Vergleich zum Jahresbeginn besonders deutlich: Im Januar lag die Unzufriedenheit bei 67 Prozent, die Zufriedenheit noch bei 24 Prozent.

Für die schwarz-rote Koalition insgesamt fallen die Zahlen ebenso schlecht aus. Auch hier zeigen sich 82 Prozent unzufrieden mit der Regierungsarbeit. Das ist ein Plus von drei Punkten im Vergleich zur vorherigen Erhebung. Lediglich 13 Prozent äußern sich zufrieden.

Sechs von zehn Deutschen geht es schlechter als vor der Merz-Regierung

Woher rührt dieser massive Vertrauensverlust? Die INSA-Daten liefern eine mögliche Erklärung. 60 Prozent der Befragten geben an, dass sich ihre persönliche Lebenssituation seit dem Antritt der schwarz-roten Koalition verschlechtert hat. Dem gegenüber stehen magere 6 Prozent, die eine Verbesserung wahrnehmen. Für knapp ein Drittel – 29 Prozent – hat sich nichts verändert.

Die Zahlen zeichnen ein Bild, das die Rekordwerte bei der Unzufriedenheit zumindest nachvollziehbar macht: Wenn eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung die eigene Lage als verschlechtert empfindet, schlägt sich das mutmaßlich auch in der Bewertung der Regierungsarbeit nieder. 

AfD weiter an der Spitze - Union sinkt

Die Unzufriedenheit spiegelt sich unmittelbar in der Sonntagsfrage wider. Die AfD behauptet sich mit 29 Prozent unverändert an der Spitze des INSA-Sonntagstrends. Die Union hingegen sackt auf nur noch 19 Prozent ab – ein Minus von einem Punkt gegenüber der Vorwoche und damit erstmals unter die symbolisch wichtige 20-Prozent-Schwelle. Zwischen Regierungspartei und stärkster Oppositionskraft liegen inzwischen zehn Prozentpunkte.

Die übrigen Parteien verharren auf ihrem Niveau der Vorwoche: Die Grünen erreichen 15 Prozent, die SPD als Juniorpartner der Koalition kommt auf 14 Prozent. Die Linke liegt bei 10 Prozent, die FDP bei 5 Prozent. Bewegung gibt es im aktuellen Sonntagstrend also ausschließlich bei der Union – und zwar nach unten.

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