Wladimir Putin: Neue Kriegstaktik und Vernichtungsfantasien – Fassade von Putin-Sprecher bröckelt
Eine Wahlschlappe für Trumps Republikaner, neue russische Drohnen und ein diplomatischer Eklat in Atlanta: Wladimir Putin muss sich mit mehreren Entwicklungen auseinandersetzen. Während der Kreml auf eine Fortsetzung von Trumps Friedensbemühungen hofft, verschärft sich der Ton im russischen Staatsfernsehen.
Von news.de-Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Putin-Sprecher Dmitri Peskow beschwichtigt nach der US-Wahlschlappe der Republikaner
- Wladimir Solowjow reagiert deutlich alarmierter auf die neuen Machtverhältnisse
- Wladimir Putin setzt im Ukraine-Krieg auf neue Taktik
Während die russische Bodenoffensive in der Ukraine ins Stocken geraten ist und die US-Zwischenwahlen Moskaus Strategen verunsichern, greift Wladimir Putin zu neuen Mitteln. Von hochmodernen Drohnensalven und bizarren Propaganda-Attacken bis hin zum diplomatischen Eklat auf der Weltbühne. Das sind die wichtigsten Entwicklungen um den Kremlchef aus dieser Woche im Überblick.
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US-Wahlen erschüttern den Kreml: Fassade von Putin-Sprecher bröckelt
Der Ausgang der US-Zwischenwahlen rüttelt an den Machtkalkülen Moskaus. Nach dem klaren Sieg der Demokraten im Repräsentantenhaus und im Senat bemühte sich Kremlsprecher Dmitri Peskow zwar um rhetorische Gelassenheit und verwies darauf, dass Donald Trump weiterhin im Amt sei und seine Friedensbemühungen fortführen solle. Dennoch wiegt die Sorge im Kreml schwer, dass ein von der Opposition dominierter US-Kongress künftige Vereinbarungen mit Wladimir Putin wirksam blockieren könnte. Wesentlich ungeschminkter zeigte sich die Nervosität im russischen Staatsfernsehen: Chefpropagandist Wladimir Solowjow reagierte fassungslos auf das republikanische Debakel, sprach vom Verlust aller Hoffnungen auf Trump und malte als einzige verbleibende Szenarien den totalen Sieg Russlands oder das globale nukleare Armageddon an die Wand.
Wechsel in Putins Kriegstaktik: Neue Drohnentypen statt festgefahrener Bodenoffensive
Auf dem Schlachtfeld sieht sich Wladimir Putin gezwungen, seine bisherige Siegesstrategie grundlegend zu korrigieren. Da die langsame Zermürbungstaktik am Boden unter hohen Verlusten ins Stocken geraten ist, verlegt das russische Militär den Schwerpunkt verstärkt auf massive Distanzangriffe aus der Luft. Das Ziel dieser Offensive besteht darin, die ukrainische Infrastruktur sowie die Zivilbevölkerung gezielt zu belasten und das Land wirtschaftlich zu isolieren. Hierbei setzt Russland auf technologisch aufgerüstete Waffen: Neben turbinengetriebenen Shahed-Varianten mit Geschwindigkeiten von bis zu 600 km/h kommen modifizierte Gerbera-Drohnen mit bis zu 25 Kilogramm schweren Sprengköpfen zum Einsatz.
Radikale Töne im Staatsfernsehen: Wutausbrüche gegen Europa und bizarre Nato-Theorien
Die veränderte Lage spiegelt sich in einer zunehmend aggressiven Propaganda wider. In der Sendung "Sonntagabend" beschimpfte Wladimir Solowjow die europäische Bevölkerung pauschal als "Kreaturen", feierte Proteste in westlichen Städten als Beweis für den Untergang des Westens und richtete unter Verweis auf historische Stalin-Zitate Drohungen bezüglich der territorialen Integrität Polens an Warschau. Für Verwunderung und Spott in den sozialen Netzwerken sorgte zudem eine steile These Solowjows in seiner Radiosendung: Er behauptete, die 800.000 Mann starke ukrainische Infanterie könne Nachbarländer wie Polen, Ungarn und Rumänien überrennen und die Nato schlicht "hinwegfegen". Ein Narrativ, das der üblichen Kreml-Darstellung einer unbesiegbaren russischen Armee drastisch widerspricht.
Diplomatisches Eklat in Atlanta: Sergej Lawrow auf dem G20-Gipfel isoliert
Auf internationaler Ebene trat die Isolation der russischen Führung beim G20-Außenministertreffen in Atlanta deutlich zu Tage. Auf Druck europäischer Diplomaten wurde das traditionelle Gruppenfoto der Chefdiplomaten gestrichen, da sich mehrere Minister weigerten, an der Seite von Putins Außenminister Sergej Lawrow vor die Kamera zu treten. Während Lawrow spöttisch von "Familienfoto-Diplomatie" sprach, gelangen ihm am Rande eines Abendempfangs im Georgia Aquarium zumindest kurze formelle Kontakte mit Amtskollegen. Die Vorgänge gelten als Vorbote für den im Dezember anstehenden G20-Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Miami, zu dem Donald Trump auch Wladimir Putin persönlich eingeladen hat.
Ukraine-Krieg bald beendet? Putin-Verbündeter überrascht mit Friedensprognose
Abgerundet wird das Nachrichtenbild der Woche durch Vorstöße aus Belarus. Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko überraschte auf einer Konferenz in Minsk mit der Prognose, dass der Ukraine-Krieg bereits in den kommenden Monaten aufgrund mentaler Erschöpfung aller Beteiligten enden werde. Lukaschenko bot Minsk als Verhandlungsort an und schlug Donald Trump wegen dessen Friedensinitiativen gar für den Friedensnobelpreis vor.
Die ausführlichen Meldungen zu den Putin-News der Woche finden Sie hier:
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