Wladimir Putin: Geheime Bunker in Russland - hier könnte sich der Kremlchef im Ernstfall schützen
Welche Möglichkeiten hat Wladimir Putin, falls Russland zum Ziel eines nuklearen Angriffs wird? Sowohl in Moskau als auch Tausende Kilometer von der Hauptstadt entfernt soll es geheime Bunker geben, die dem Kremlchef und seinen Verbündeten im Ernstfall Schutz bieten könnten.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Geheime Bunker in Russland
- Dienen das Objekr 1335 und der Berg Jamantau im Ural Wladimir Putin als Schutz vor einem möglichen Atomangriff?
- Spekulationen über U-Bahn-System "Metro 2" in Moskau
Weil Russland nach Beginn des Ukraine-Kriegs wiederholt und teilweise unverhohlen mit dem Einsatz von Atomwaffen drohte, wuchs die Sorge vor einer nuklearen Eskalation des Konflikts. Zudem wurden Gerüchte laut, dass Kremlchef Wladimir Putin aus Todesangst mittlerweile einen Hauptteil seines Lebens in einem geheimen Bunker verbringen soll, der einem unterirdischen Palast gleiche. Der genaue Standort dieses angeblichen Aufenthaltsorts blieb unbekannt. In Russland sollen aber tatsächlich zahlreiche Anlagen existieren, die im Falle eines Atomangriffs auch Putin und seiner Elite Schutz bieten könnten.
Geheime Atomschutzbunker in Russland: Objekt 1335 wird offenbar ausgebaut
Zu den bekanntesten Anlagen zählt das sogenannte Objekt 1335 im Ural-Gebirge nahe der Ortschaft Kytlym. Der geheime Bunkerkomplex wurde Berichten zufolge tief im Inneren eines Berges des Koswinski-Massivs errichtet und ist dadurch besonders schwer von außen anzugreifen. Bereits während des Kalten Krieges soll der unterirdische Komplex als geschützter militärischer Führungsstandort konzipiert worden sein.
Erneute Aufmerksamkeiterregte das Objekt 1335 im September 2026. Eine gemeinsame Recherche der dänischen Plattform Danwatch, der britischen "Sunday Times" und des russischen Dossier Center wertete Millionen russischer Beschaffungs- und Ausschreibungsdokumente sowie Satellitenbilder aus. Die Journalisten fanden Hinweise auf umfangreiche Bau- und Modernisierungsarbeiten, die insbesondere ab 2018 deutlich an Intensität gewonnen haben sollen. Demnach wurden unter anderem große Mengen Stahl, Zement, elektrische Kabel, Schutzausrüstung gegen chemische und radioaktive Stoffe, Belüftungstechnik sowie spezielle Filteranlagen beschafft.
Der Forscher Paul Podvig widersprach gegenüber "The Insider" Darstellungen, wonach Objekt 1335 über ein vollautomatisiertes Vergeltungssystem verfügen soll. Vielmehr dürfte der Komplex vor allem der Sicherstellung der nuklearen Abschreckungs- und Vergeltungsfähigkeit Russlands dienen. Für den Kreml wäre eine solche Anlage trotzdem von enormer Bedeutung: Selbst wenn Moskau und die zentrale Staatsführung zerstört würden, könnte Russland laut "Focus online" theoretisch noch Befehle an das gesamte Atomwaffenarsenal weitergeben und so zu einem atomaren Gegenschlag in der Lage sein.
Was befindet sich im Berg Jamantau?
Der Berg Jamantau im Südural gehört laut "The Nuclear Threat Initiative" ebenfalls zu den geheimnisvollsten militärischen Anlagen Russlands. Bereits während des Kalten Krieges gab es Berichte über ein gigantisches unterirdisches Bauprojekt. Die tatsächliche Nutzung wurde von Moskau nie transparent gemacht.
Westliche Beobachter vermuteten, dass dort ein weitläufiger Bunkerkomplex für die politische und militärische Führung entstehen sollte. Die Anlage könnte im Ernstfall auch der Sicherung der Kontinuität der russischen Staatsführung dienen.
Allerdings gibt es widersprüchliche Berichte über den heutigen Zustand. Während einige Quellen von einer weiterhin bedeutenden militärischen Anlage ausgehen, berichteten andere über eine mögliche Aufgabe des Projekts.
Kann Wladimir Putin durch geheime U-Bahn "Metro 2" aus Moskau evakuiert werden?
Auch unter der russischen Hauptstadt verbirgt sich eine umfangreiche unterirdische Infrastruktur. Neben dem öffentlichen U-Bahn-Netz existieren beziehungsweise existierten zahlreiche Schutzräume, militärische Kommandozentralen und geheime Verbindungstunnel. Besonders häufig fällt in diesem Zusammenhang der Name "Metro 2". Dabei soll es sich laut "Focus online" um ein geheimes U-Bahn-System handeln, über das unter anderem militärisches Equipment und Geheimdokumente transportiert werden können. Auch der politischen Führung um Wladimir Putin soll "Metro-2" im Krisenfall eine geschützte Evakuierung aus der Stadt ermöglichen. Zudem wird seit Jahrzehnten eine Verbindung zu unterirdischen Anlagen außerhalb des Stadtzentrums vermutet. Die Existenz dieses U-Bahn-Systems ist jedoch bis heute weder offiziell bestätigt noch widerlegt worden.
In Moskau wurden während der Sowjetzeit Bunker für den nuklearen Ernstfall errichtet
Ein bekannter Teil der Geschichte ist hingegen der Bunker GO-42, der heute unter dem Namen Bunker-42 bekannt ist. Die Anlage befindet sich im Moskauer Stadtteil Taganski, unweit des Kremls. Der Komplex wurde in den 1950er-Jahren fertiggestellt. Der rund 65 Meter tief gelegene Komplex sollte die sowjetische Staats- und Militärführung vor den Folgen eines Atomangriffs schützen. Heute ist Bunker-42 eine historische Besucherattraktion. Eine weitere historische Schutzanlage befindet sich im Osten Moskaus. Der sogenannte Stalin-Bunker in Ismailowo liegt unter dem ehemaligen Stadionkomplex. Die Anlage wird heute als Gedenkstätte betrieben und kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Für Wladimir Putin dürfte der Stalin-Bunker kaum als realistischer Zufluchtsort im Falle eines modernen Atomkrieges infrage kommen. Dafür ist die Anlage zu alt und ihre ursprüngliche Schutzfunktion auf die militärischen Bedrohungen ihrer Entstehungszeit zugeschnitten.
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