Julia Klöckner: "Scheinheilige Doppelmoral" - Wirbel um Ukraine-Botschaft der Bundestagspräsidentin
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner teilt auf Instagram ihre Eindrücke von einem Gespräch mit einer jungen Ukrainerin. Dafür bekommt die CDU-Politikerin viel Lob. Auf scharfe Kritik an einer angeblichen "Doppelmoral" reagieren ihre Follower prompt.
Von news.de-Redakteur Martin Gottschling - Uhr
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- Julia Klöckner teilt neue Ukraine-Botschaft auf Instagram
- Bundestagspräsidentin traf sich beim 21. Jugendmedienworkshop mit der jungen Ukrainerin Yelyzaveta Voloshyna
- Große Unterstützung für das Engagement der CDU-Politikerin, aber auch Kritik
Nach ihrem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erhielt Julia Klöckner in dieser Woche viel Gegenwind auf Instagram. Einige Follower kritisierten die Parlamentspräsidentin für ihre Botschaft, Kiew im Krieg gegen Russland weiterhin auf vielfältige Weise unterstützen zu wollen. Nun legte die CDU-Politikerin mit einem weiteren Post zu dem Thema nach.
Julia Klöckner trifft junge Ukrainerin beim Jugendmedienworkshop im Bundestag
Julia Klöckner sprach beim 21. Jugendmedienworkshop im Deutschen Bundestag unter dem Motto "Alles. Gleichzeitig. Überall. – Jung sein zwischen Krise und Zukunft" mit der gebürtigen UkrainerinYelyzaveta Voloshyna, die aktuell bei einer Gastfamilie in Bockenau in ihrem Wahlkreis lebt und die 11. Klasse eines Gymnasiums besucht. Laut den Angaben der Bundestagspräsidentin musste Yelyzavetas Familie aufgrund des Krieges ihre Heimat Donezk verlassen und floh nach Kiew:
- "Doch auch dort bestimmt der russische Krieg den Alltag. Oft fällt der Strom aus, der bevorstehende Winter ist ungewiss. Yelyzaveta hält täglich Kontakt zu ihren Eltern. Die Sorge um sie bleibt", so Klöckner weiter.
Zeitgleich zeigte sich die CDU-Politikerin beeindruckt darüber, "wie offen, interessiert und mutig diese junge Frau ihren Weg geht". Weiterhin schrieb sie über ihre Gesprächspartnerin:
- "Yelyzaveta beschäftigt, was Krieg mit Menschen macht. Was es bedeutet, die Heimat verlassen zu müssen. Denn ein neues Zuhause ersetzt nicht einfach die eigenen Wurzeln. Viele hoffen, eines Tages zurückkehren zu können. Gleichzeitig brauchen sie hier die Chance, sich eine Zukunft aufzubauen."
Unter anderem habe Yelyzaveta von ihr wissen wollen, was sie ukrainischen Jugendlichen rate, nach dem Krieg zu machen. Zudem gab Klöckner an, dass sie seit Beginn des Krieges bereits "viele ukrainische Familien" in ihrem Wahlkreis kennengelernt habe. Zum Abschluss des Posts bedankte sich die Bundestagspräsidentin für das "offene Gespräch" und wünschte Yelyzaveta, dass sie ihre Familie bald in Frieden wiedersehen könne.
Viel Lob, aber auch Kritik an neuer Ukraine-Botschaft der Bundestagspräsidentin
Die meisten Follower zeigen sich angesichts des Engagements der Bundestagspräsidentin begeistert. Sie erhält für ihren neuen Beitrag viele Herz-Emojis und lobende Kommentare wie: "Im Krieg leiden die Kinder am meisten. Vielen Dank für Ihre Unterstützung. Das bedeutet uns sehr viel." Es wird jedoch auch erneut scharfe Kritik laut, die sich nicht explizit an Klöckner selbst, sondern insbesondere gegen die Politik von Kanzler Friedrich Merz richtete. "Spart euch diese scheinheilige Doppelmoral, der Zug ist abgefahren", heißt es ebenfalls in einem Kommentar. Eine weitere Followerin bringt es in ihrer Reaktion darauf auf den Punkt: "...so ein dummer u. schlechter Kommentar! Natürlich kann man anderer Meinung sein, natürlich kann man andere Interessen vertreten aber immer mit Anstand und Respekt."
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gom/ife/news.de
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