Markus Söder: "Steuerfinanziertes Urlaubsalbum" - CSU-Chef sorgt mit Reisebildern für Empörung
Markus Söder löst mit neuen Instagram-Posts von seiner Reise auf die arabische Halbinsel eine Welle der Empörung aus. Kritiker werfen dem CSU-Chef angesichts seiner Bilder vor, im Nahen Osten Urlaub auf Steuerkosten zu machen.
Von news.de-Redakteur Martin Gottschling - Uhr
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- Markus Söder führte Gespräche in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar
- Bayerischer Ministerpräsident teilt Einblicke von Nahost-Reise auf Instagram
- Empörung über "steuerfinanziertes Urlaubsalbum" des CSU-Chefs
Markus Söder ist bereits am vergangenen Wochenende zu einer mehrtägigen Reise in den Nahen Osten aufgebrochen. Der bayerische Ministerpräsident führte unter anderem mit Staatsmännern und Unternehmensvertretern Gespräche in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Katar. Auf Instagram ließ der CSU-Chef seine Follower an dem Ausflug in die Golfregion teilhaben. Doch auch für seine neuen Posts kassierte er - wie bereits häufiger in der Vergangenheit - eine Menge Kritik.
Markus Söder teilt Beitrag zu Besuch in einer Falknerei in Doha
Zunächst veröffentlichte Söder Bilder von seinem Besuch in einer Falknerei in Doha, die seinen Angaben zufolge am Rande eines Networking-Treffens entstanden sind. Dabei durfte der 59-Jährige auch einen großen weißen Vogel mit schwarzen Punkten auf die Hand nehmen. Er sprach auf Instagram von einer "großen Ehre" und schrieb dazu außerdem: "Freistaat meets Falke: Die Falknerei ist seit Jahrhunderten fester Bestandteil der Kultur im arabischen Raum. Das Tier steht für Stolz, Mut und die Verbundenheit mit der Heimat."
CSU-Chef führte Gespräche in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar
Wenig später folgte ein weiterer Post, der den CSU-Chef bei Sonnenuntergang vor der Skyline von Katars Hauptstadt zeigt. Auf dem Foto ist Söder auf einem Schiff in lässiger Freizeitkleidung mit blauem Poloshirt und schwarzer Hose zu sehen. Er gab an, eine "kurze Pause" nach "zwei toughen Tagen" eingelegt zu haben und verwies auf "sehr viele gute Gespräche in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten mit den Staatsspitzen und Wirtschaftsvertretern". Zudem stellte der Ministerpräsident neue Arbeitsplätze in Bayern durch Kooperationen in den Bereichen Hightech, KI, Defense Tech und Medizin in Aussicht. "Wir sind hin und wieder ganz gezielt in der Welt unterwegs, um neue Kontakte zu knüpfen und etwas für Bayern zu erreichen", so Söder weiter. In einem weiteren Instagram-Video vom Mittwoch blickte er noch einmal auf seine Erlebnisse im Nahen Osten zurück.
"Urlaub auf Kosten der Steuerzahler": Kritik an Söders neuen Instagram-Posts
Auf euphorische Reaktionen stießen Söders Instagram-Beiträge nicht. Viele Follower sahen sich angesichts seiner Bilder eher an einen Urlaub als an eine Reise mit wichtigem politischen Hintergrund erinnert. Entsprechend harsch fielen die Kommentare aus:
- "Steuerfinanziertes Urlaubsalbum"
- "Andere bezahlen ihren Urlaub selbst und lassen es nicht von Steuerzahlern bezahlen, wie Maggus!"
- "Urlaub auf Kosten der Steuerzahler. Dafür kann man sich schon 500 Euro mehr Diätenerhöhung pro Monat gönnen"
- "Harte Arbeit und wie lange es es gedauert dieses Foto zu machen, mit schminken, Anweisungen 1 Stunde, Kosten für die Selbstdarstellung und Sinn für die Bürger und Wirtschaft, gleich 0"
- "Während Unternehmen, vor allem in Bayern, Stellen abbauen ist unser Ministerpräsident in der Welt unterwegs im Hopsasa."
- "Herr Söder, schöne Reisebilder, vollmundige Erfolgsmeldungen und Händeschütteln vor internationaler Kulisse – das gehört offenbar inzwischen zum festen Repertoire politischer Selbstvermarktung. Doch wie viele dieser angekündigten Investitionen und Arbeitsplätze kommen tatsächlich in Bayern an? Die Bürger brauchen keine Reiseberichte aus Katar und den Emiraten, sondern eine Politik, die sich endlich mit den Problemen vor der eigenen Haustür beschäftigt. Wirtschaftspolitik ist kein touristisches Erfolgsalbum, Herr Söder. Entscheidend sind Ergebnisse – nicht die Anzahl der geknüpften Kontakte und geschossenen Erinnerungsfotos. Die Schwalbe rollt."
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gom/ife/news.de
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