Markus Söder: "Wie kann man nur so etwas sagen" - CSU-Chef sorgt mit Ukrainer-Forderung für Entsetzen

Markus Söder stellt auf Instagram umstrittene Forderungen zu jungen Ukrainern, die vor dem Krieg nach Deutschland geflüchtet sind. Kritiker sind entsetzt und werfen dem CSU-Chef sogar Stammtischparolen der AfD vor.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Markus Söder löst auf Instagram mit seinen Forderungen zu jungen Ukrainern, die in Deutschland leben, eine heftige Debatte aus. (Foto) Suche
Markus Söder löst auf Instagram mit seinen Forderungen zu jungen Ukrainern, die in Deutschland leben, eine heftige Debatte aus. Bild: picture alliance/dpa | Pia Bayer
  • Markus Söder fordert auf Instagram, dass junge arbeitsfähige Ukrainer kein Bürgergeld mehr bekommen sollen
  • Zudem will der CSU-Chef, dass die Männer bei der Verteidigung ihres Landes stärker mithelfen
  • Aussagen des bayerischen Ministerpräsidenten sorgen für Empörung im Netz

Markus Söder teilt auf Instagram regelmäßig nicht nurteilweise bizarre Posts zu seinen Lieblingsmahlzeiten und Freizeitaktivitäten. Der CSU-Chef äußert sich mitunter auch zu politisch relevanten Themen. Seine aktuelle Forderung zu Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine sorgt jedoch für heftiges Kopfschütteln.

Markus Söder will, dass junge Ukrainer "stärker bei der Verteidigung ihres Landes mithelfen"

Der bayerische Ministerpräsident betonte in einem am Freitag auf Instagram veröffentlichten Post zunächst, dass die Bundesrepublik die Ukraine im Kampf gegen Russland "wie kaum ein anderes Land" unterstützen würde. Gleichzeitig fügte Söder hinzu: "Der sogenannte Rechtskreiswechsel muss aber abgeschafft werden. Das bedeutet: Junge arbeitsfähige Männer aus der Ukraine sollten kein Bürgergeld bekommen und stattdessen stärker bei der Verteidigung ihres Landes mithelfen." Zudem forderte der CSU-Politiker die Ukraine dazu auf, mit den ihr zur Verfügung gestellten Hilfsgeldern mehr Technologie aus Deutschland zu kaufen. "Und auch wir, nicht nur die USA, sollten mit der Ukraine über den Zugang zu Rohstoffen reden", schloss Söder seinen Post.

Will der CSU-Chef Menschen in den Krieg schicken? Forderung sorgt für Entsetzen

Bei vielen Followern treffen Söders Äußerungen auf Unverständnis. In den Kommentaren hagelt es Kritik. Unter anderem heißt es dazu:

  • "Das sind Kriegsflüchtlinge - Wie kann man nur so etwas sagen. Sie fliehen vom Krieg und möchten definitiv nicht an die Front. Was ist los mit euch Politikern? Euch geht es nur ums Geld."
  • "Söder will junge Menschen in den Krieg und Tod schicken. Christliche Werte sind was cooles wenn man sie propagieren kann, aber selbst nicht einhalten muss."
  • "Flucht vor Krieg jetzt plötzlich kein Fluchtgrund mehr für CSU? Interessant."
  • "Man wird die AfD nicht halbieren, indem man einfach ihre Stammtischparolen nachquatscht."
  • "Als Opposition kann man das ja fordern. Ups, die CSU ist ja in der Regierung. Was soll also dieser lächerliche Post??????????????????????????????????"

Die Forderungen des CSU-Chefs werden jedoch nicht ausschließlich abgelehnt. "Da gebe ich ihnen sowas von Recht" und "Tja das kommt etwas zu spät u ob es die SPD u die CDU auch so sehen?! Sollte eigentlich selbstverständlich sein", ist ebenfalls in den Kommentaren zu lesen.

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