Julia Klöckner: Ukraine-Versprechen sorgt für Ärger – heftige Kritik an Bundestagspräsidentin
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat sich in Berlin erneut mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen. Auf Instagram kündigte sie weitere Unterstützung für Kiew an. Prompt hagelte es teilweise harsche Kritik.
Von news.de-Redakteur Martin Gottschling - Uhr
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- Julia Klöckner trifft Wolodymyr Selenskyj im Deutschen Bundestag
- Bundestagspräsidentin bekräftigt in neuem Instagram-Post weitere Unterstützung für die Ukraine
- CDU-Politikerin wird für ihre Ankündigung kritisiert
Deutschland steht weiterhin fest an der Seite der Ukraine, die sich seit mehr als viereinhalb Jahren gegen Wladimir Putins Angriffskrieg wehrt. Zum dritten Mal begrüßte Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, die zuletzt mit einer Rede bei der Eröffnung der Jüdischen Kulturtage in München für Begeisterung sorgte, nun den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Berlin und versprach ihm weitere Unterstützung im kommenden Kriegswinter. Doch ihre Worte kamen dieses Mal nicht bei allen gut an.
Julia Klöckner sichert bei Treffen mit Wolodymyr Selenskyj weitere Unterstützung für die Ukraine zu
Julia Klöckner postete auf Instagram mehrere Fotos von ihrem jüngsten Treffen mit Selenskyj. Daneben warnte die CDU-Politikerin vor weiteren russischen Angriffen in den kommenden Monaten: "Züge, Busse, Wohnhäuser, Kinderspielplätze, Krankenhäuser attackiert der russische Präsident aus einem Grund: Weil er das Territorium, die Selbstbestimmung, die Freiheit und Demokratie der Ukraine nicht respektiert und seine Macht durch Krieg und Zerstörung ausweiten will. Dafür opfert er täglich Tausende Menschenleben."
Putin nehme dabei auch "unsere westliche Welt, wie wir leben" in den Blick. Deshalb verteidigt das ukrainische Volk nicht nur das eigene Land, sondern demokratische Werte und das Fundament der europäischen Friedensordnung, die auch uns in und für Deutschland wichtig sind. Die Bundestagspräsidentin bekräftigte zum Abschluss ihres Posts, die Ukraine auch künftig aus eigenem Interesse auf militärischer, ziviler und parlamentarischer Ebene unterstützen zu wollen. "Und umgekehrt profitieren wir vom technischen Wissen und der Entwicklung neuer Drohnen in der Ukraine – auch für die zivile Nutzung." Bundeskanzler Friedrich Merz hatte Kiew laut "Handelsblatt" zudem ein Winterhilfspaket in Höhe von 200 Millionen Euro zugesagt.
Kritik an neuem Instagram-Post der Bundestagspräsidentin
In der Kommentarspalte unter Julia Klöckners Beitrag finden sich jedoch viele kritische Stimmen, die sich gegen weitere Hilfe für die Ukraine aussprechen oder diese zumindest drastisch reduzieren wollen. Dazu heißt es unter anderem:
- "Und wieder Millionen für die Ukraine. Hier steigen die Preise für Strom Benzin etc. Diese Regierung arbeitet gegen das Volk"
- "Ein Winterpaket für die Ukraine! wie wäre es mal mit einem Winterpaket für die deutschen bei diesem Gas- und Heizölpreisen! Schämt ihr euch gar nicht mehr?"
- "Wann zahlt die Ukraine ihre Schulden an Deutschland zurück"
Doch es gibt auch viele Follower, die die teilweise harsche Kritik nicht verstehen können und sich bei Julia Klöckner bedanken:
- "Für die vielen ekelhaften Hetzkommentare muss man sich schämen."
- "Bitte werden Sie Bundeskanzlerin. Ihre Politik ist, was unser Land braucht!"
- "...Ich frage mich, wann uns so viel Mitgefühl und Menschlichkeit verloren gegangen sind. Man darf unterschiedliche politische Meinungen haben, aber menschliches Leid sollte niemals eine Frage der politischen Einstellung sein. Gerade deshalb bin ich dankbar, dass es Menschen wie Sie gibt, die auch in der Politik Verantwortung tragen, Haltung zeigen und das menschliche Leid nicht aus den Augen verlieren.
Vielen Dank, Frau Klöckner, für Ihre Menschlichkeit und Ihre Unterstützung!"
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gom/bua/news.de
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