Knapper Wahlausgang: Regierungsbildung in Israel: Mehr Empfehlungen für Eisenkot
67 von 120 Abgeordneten in Israels Parlament empfehlen Gadi Eisenkot für den Auftrag zur Regierungsbildung. Doch ob der Oppositionskandidat daraus eine stabile Koalition formen kann, ist noch offen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Der israelische Oppositionskandidat Gadi Eisenkot bekommt nach der Parlamentswahl im Land die meisten Empfehlungen für den Auftrag zur Regierungsbildung. Auch die arabisch geprägte Vereinte Liste teilte nach Medienberichten mit, sie unterstütze eine Kandidatur des Ex-Militärchefs einstimmig. Damit sprechen sich 67 von 120 Abgeordneten im Parlament für den 66 Jahre alten Vorsitzenden der Mitte-Partei Jaschar aus. Eine von Eisenkot geführte Regierung ist damit aber keinesfalls sicher.
Es gilt als wahrscheinlich, dass Präsident Izchak Herzog ihn nach Konsultationen mit allen Parteien im Parlament offiziell mit der Regierungsbildung beauftragen wird. Ob es Eisenkot dann gelingt, eine stabile Koalition auf die Beine zu stellen, ist allerdings angesichts knapper Mehrheitsverhältnisse noch ungewiss.
In der Mitteilung der Vereinten Liste hieß es den Berichten zufolge, die Empfehlung für Eisenkot sei keine leichte Entscheidung für die Partei gewesen. "Obwohl wir entschlossen sind, (den rechtskonservativen bisherigen Ministerpräsidenten Benjamin) Netanjahu zu stürzen, hat das von Eisenkot angeführte Oppositionslager bislang nicht die erforderliche Bereitschaft gezeigt, sich mit Netanjahus Politik auseinanderzusetzen und gegen die Hetze gegen arabische Bürger zu kämpfen", teilte die Partei nach Angaben des Nachrichtenportals "ynet" mit.
Netanjahus Likud-Partei hatte arabischen Parteien Wahlbetrug vorgeworfen. Nach Angaben des Zentralen Wahlkomitees werden bestimmte Aspekte des Wahlprozesses untersucht. Die Ermittlungen stellen jedoch nicht die bereits offiziell verkündeten Wahlergebnisse insgesamt infrage.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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