Ukraine-Krieg aktuell: Putin-Luftabwehr kann es nicht verhindern - Drohnenangriff trifft Öl-Anlage

Ukrainische Drohnen schlagen mehr als 800 Kilometer tief im russischen Hinterland zu - diesmal trifft es einen Knotenpunkt im Öl-Pipeline-Netz, über den Treibstoff für Russlands Armee verarbeitet wird. Wladimir Putin konnte es nicht verhindern.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Wladimir Putin führt seit Februar 2022 offen Krieg gegen die Ukraine. (Foto) Suche
Wladimir Putin führt seit Februar 2022 offen Krieg gegen die Ukraine. Bild: picture alliance/dpa/Kremlin Pool Planet Pix via ZUMA Press Wire | Mikhail Metzel
  • Drohnenangriff auf Putin-Raffinerie - Rauchsäulen steigen auf
  • Wladimir Putins Luftabwehr kann Knotenpunkt nicht schützen
  • Donald Trumps Energie-Waffenstillstand gescheitert
  • Ukraine will Putins Energieversorgung lahmlegen

Es ist ein weiterer Rückschlag für Wladimir Putin im Ukraine-Krieg. Kiew-Drohnen haben eine Ölanlage in der russischen Region Samara attackiert. Ziel des Angriffs war die Produktions- und Versandstation in der Stadt Prosvet, die rund 835 Kilometer nordöstlich der ukrainischen Grenze liegt. Zuletzt wurde unter anderem über die mutmaßlich gestiegenen russischen Verlustzahlen sowie einen Angriff auf einen Raffineriekomplex in der russischen Stadt Ufa berichtet.

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Ukraine-Krieg aktuell: Drohnenangriff auf Putin-Raffinerie - Rauchsäulen steigen auf

Videoaufnahmen von Anwohnern, die auch beim Netzwerk X zu sehen sind, zeigen Rauchsäulen, die im frühen Morgenlicht über der Stadt aufsteigen. Die ukrainischen Überwachungskanäle Supernova+ und Exilenova+ berichteten über den Drohnenschlag. Auch bei Anton Geraschenko ist Bildmaterial zu sehen. Wie die "Kyiv Independent" anmerkt, lassen sich die genauen Ziele und das Ausmaß der Schäden bislang nicht unabhängig verifizieren. Der Angriff reiht sich in eine Serie ukrainischer Schläge gegen russische Energieinfrastruktur ein, die seit Wochen andauert.

Wladimir Putins Luftabwehr kann Knotenpunkt nicht schützen

Bei der angegriffenen Anlage in Prosvet handelt es sich demnach um einen zentralen Umschlagplatz im russischen Öltransportsystem. Die Station umfasst Pumpanlagen, Tanklager sowie Mischstationen. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs wird dort Rohöl aus Westsibirien und weiteren Förderregionen zu exportfähigem Treibstoff verarbeitet,der die russischen Streitkräfte in Wladimir Putins Krieg gegen die Ukraine versorgt.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Anlage ins Visier gerät. Bereits am 7. Oktober lösten ukrainische Drohnenangriffe Großbrände auf dem Gelände aus. Auch in den Wochen danach wurde die Station wiederholt attackiert. Die erneute Attacke scheint zu unterstreichen, dass Prosvet für die ukrainische Seite offenbar ein vorrangiges Ziel in der Kampagne gegen Russlands Energiesektor darstellt. Wladimir Putins Luftabwehr konnte den Angriff einmal mehr nicht verhindern.

Donald Trumps Energie-Waffenstillstand gescheitert

Der jüngste Angriff erfolgt vor dem Hintergrund eines gescheiterten diplomatischen Vorstoßes. US-Präsident Donald Trump hatte einseitig einen Energie-Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine vorgeschlagen. Doch Kiew hat diesem Vorschlag nie zugestimmt - das bestätigten zuletzt hochrangige ukrainische Regierungsvertreter gegenüber der "Kyiv Independent". Zuvor hatten Berichte den Eindruck erweckt, die Ukraine habe sich auf eine Pause bei Angriffen auf russische Ölanlagen eingelassen.

Ukraine will Putins Energieversorgung lahmlegen

Die Angriffe sind Teil einer umfassenden ukrainischen Strategie, die seit Anfang 2026 erkennbar ist. Mit Langstreckendrohnen nimmt die Ukraine gezielt russische Raffinerien und Treibstoffdepots ins Visier - Einrichtungen, die für die Aufrechterhaltung der russischen Kriegsmaschinerie von entscheidender Bedeutung sind. Die Kampagne zielt darauf ab, Russlands Fähigkeit zur Versorgung seiner Streitkräfte mit Kraftstoff empfindlich zu stören. Die Reichweite der eingesetzten Drohnen ermöglicht dabei Schläge tief im russischen Hinterland.

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