Wladimir Putin: Kremlchef kann nur zuschauen - Russlands Öl-Gigant geht in Flammen auf
Ukrainische Langstreckendrohnen treffen einen der größten Raffineriestandorte Russlands. In Ufa brechen gewaltige Feuer aus. Wladimir Putin muss erneut zusehen, wie die ukrainischen Angriffe Russlands Ölindustrie empfindlich treffen.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Wladimir Putins Luftabwehr kann Angriff auf Raffinerie nicht stoppen
- Ukraine-Krieg aktuell: Drohnen greifen Putins Schlüsselanlage an
- Ukraine-Drohnen nehmen Russlands großen Raffineriestandort im Visier
Wladimir Putin konnte den Angriff offenbar nicht verhindern. Ukrainische Langstreckendrohnen haben den Raffineriekomplex in der russischen Stadt Ufa angegriffen. Ziel war die Bashneft-Novoil-Raffinerie in der Teilrepublik Baschkortostan.Augenzeugen berichteten von mehreren Detonationen im nördlichen Industriegebiet - Videos beim Netzwerk X sollen dies belegen.
Es ist längst nicht der einzige Rückschlag für Wladimir Putin, der Europa zuletzt mit einem kriegsbereiten Russland gedroht hatte. Bei einem Angriff auf einen Militärflughafen büßten die Kreml-Truppen in dieser Woche mindestens zwei Kampfjets ein.
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Wladimir Putins Luftabwehr kann Angriff auf Raffinerie nicht verhindern
Eine Auswertung von Augenzeugenfotos durch die OSINT-Plattform "Astra" deutet auf einen Brand auf dem Gelände der Bashneft-Novoil-Raffinerie hin. Nach einer vorläufigen visuellen Analyse könnte dabei die katalytische Reformierungsanlage L-35 in Brand geraten sein. Ein gezielter Treffer auf diese Anlage ist bislang nicht unabhängig bestätigt.
Auch die Beobachtungsgruppe "Crimean Wind" berichtete über einen möglichen Angriff auf eine Raffinerie im nördlichen Industriegebiet. Bei der Zuordnung des Brandes gehen die Berichte allerdings auseinander: Während "Astra" Bashneft-Novoil als betroffenes Werk nennt, brachte "Crimean Wind" die benachbarte Raffinerie Bashneft-UNPZ ins Spiel. Der Telegram-Kanal "Exilenova+" meldete drei Brandherde an vermutlich zwei Raffinerien. Eine unabhängige Bestätigung, dass tatsächlich beide Anlagen getroffen wurden, liegt bislang nicht vor.
Ukraine-Krieg aktuell: Drohnen greifen Putins Schlüsselanlage an
Der mutmaßliche Treffer auf die L-35-Anlage könnte besonders schwer wiegen. Der katalytische Reformer ist ein wichtiger Bestandteil des Raffinerieprozesses. Er erzeugt sogenannte Reformate - hochoktanige Komponenten, die zur Herstellung moderner Benzinsorten benötigt werden.
Zudem liefert die Anlage Wasserstoff, der für die Entschwefelung und Aufbereitung von Kraftstoffen unverzichtbar ist. Ein längerfristiger Ausfall des Reformers könnte deshalb die Produktion hochwertiger Kraftstoffe erheblich beeinträchtigen.
- Die Bashneft-Novoil-Raffinerie, auch als Novo-Ufimsky bekannt, stellt im Normalbetrieb unter anderem Motorenbenzin nach Euro-6-Standard, Dieselkraftstoff, Kerosin für Düsentriebwerke und spezielle Industrieschmierstoffe her.
- Wie stark die Produktion durch den Angriff tatsächlich eingeschränkt wurde, ist bislang nicht bekannt.
Ukraine-Drohnen nehmen Russlands großen Raffineriestandort im Visier
Das Werk gehört zum Konzern Bashneft, einer Tochtergesellschaft des staatlich kontrollierten Ölproduzenten Rosneft. Im nördlichen Industriegebiet von Ufa betreibt das Unternehmen drei große Raffinerien in unmittelbarer Nachbarschaft: Bashneft-Ufaneftekhim, Bashneft-Novoil und Bashneft-UNPZ. Zusammen bilden sie einen der größten Raffineriestandorte Russlands. Ihre jährliche Rohölverarbeitungskapazität liegt bei rund 23,5 Millionen Tonnen.
- Der Komplex befindet sich etwa 1.400 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Bereits am 21. September 2026 war dort nach einem früheren Drohnenangriff ein Großbrand ausgebrochen.
Nach dem jüngsten Angriff ordnete die russische Luftfahrtbehörde Rosawiazija die vorübergehende Schließung des internationalen Flughafens Ufa an. Auch an den Regionalflughäfen in Kasan und Samara wurden laut Medienberichten vorsorglich Flugbeschränkungen und Startverbote verhängt.
Ukraine nimmt russische Raffinerien wieder ins Visier
Der Angriff auf Ufa reiht sich in eine erneute Welle ukrainischer Attacken auf die russische Energieinfrastruktur ein. Bereits zuvor hatten Drohnen die Nowokuibyschewsker Ölraffinerie in der Region Samara getroffen. Die zum Rosneft-Konzern gehörende Anlage verfügt über eine Verarbeitungskapazität von 8,8 Millionen Tonnen jährlich und produziert unter anderem Spezialkerosin für die russischen Luft- und Weltraumstreitkräfte.
Drohnenangriffe treffen Putin an einer empfindlichen Stelle
Die Angriffe treffen Wladimir Putin an einer empfindlichen Stelle. Russlands Raffinerien versorgen nicht nur Bevölkerung und Wirtschaft mit Kraftstoffen, sondern sind auch für die Treibstoffversorgung der Streitkräfte entscheidend. Längerfristige Ausfälle könnten die Produktion von Benzin und Diesel beeinträchtigen, die Militärlogistik erschweren und die russische Kriegswirtschaft zusätzlich unter Druck setzen. Zugleich zwingen die ukrainischen Drohnenangriffe den Kreml, mehr Aufwand in den Schutz seiner Energieinfrastruktur zu investieren.
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rut/news.de
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