Korea-Konflikt spitzt sich zu: Kim Jong Un lässt Südkorea-Grenze mit einer Million Landminen spicken

Fast eine Million neue Landminen in nur zwei Jahren: Nordkorea-Machthaber Kim Jong Un hat die Demilitarisierte Zone an der Grenze zu Südkorea in ein Minenfeld mit rund zwei Millionen Sprengkörpern verwandeln lassen.

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Kim Jong Un hat die Grenze zu Südkorea in den vergangenen zwei Jahren mit einer enormen Zahl an Landminen bestücken lassen. (Foto) Suche
Kim Jong Un hat die Grenze zu Südkorea in den vergangenen zwei Jahren mit einer enormen Zahl an Landminen bestücken lassen. Bild: Uncredited/KCNA/KNS/dpa/dpa
  • Korea-Konflikt aktuell: Nordkorea lässt Grenzstreifen verminen
  • Knapp eine Million Landminen an der Grenze zu Südkorea platziert
  • Zwischenfälle nehmen zu: Immer mehr verletzte Soldaten bei Minen-Explosionen

Das nordkoreanische Regime hat die Grenze zum Süden der koreanischen Halbinsel in den vergangenen zwei Jahren mit einer enormen Zahl an Sprengkörpern bestückt. Nach Einschätzungen des südkoreanischen Militärs wurden auf Geheiß von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un seit 2024 etwa 960.000 Landminen in der Demilitarisierten Zone (DMZ) platziert, wie die staatliche Nachrichtenagentur "Yonhap" unter Verweis auf Abgeordnete der Nationalversammlung in Seoul berichtete.

Kim Jong Un lässt Grenze zu Südkorea mit knapp einer Million Landminen spicken

Damit befinden sich mittlerweile geschätzt rund zwei Millionen Minen in dem etwa vier Kilometer breiten Grenzstreifen – die Hälfte davon wurde erst in den letzten beiden Jahren hinzugefügt. Neben nordkoreanischen Sprengkörpern liegen dort auch Minen des südkoreanischen Militärs. Die DMZ trennt beide Staaten seit dem Ende des Koreakriegs 1953.

Nordkorea-Machthaber im Minen-Rausch - Grenzregion wird zur explosiven Festung

Bereits seit Frühjahr 2024 treibt das Regime den Ausbau der Grenzanlagen systematisch voran. Auf Anordnung von Machthaber Kim Jong Un wurden sämtliche historischen Verkehrswege zwischen Nord und Süd zerstört – sowohl Straßen als auch Eisenbahnverbindungen ließ er sprengen. Zusätzlich zu den hunderttausenden Minen errichtete Nordkorea weitere Barrieren und zog neue Stacheldrahtzäune entlang der Grenzlinie. Die einst als Verbindungskorridor gedachten Übergänge sind damit endgültig gekappt. Mit dem massiven Ausbau der Befestigungen steigt zugleich das Risiko gefährlicher Zwischenfälle in der ohnehin hochmilitarisierten Zone.

Zwischenfälle mit Landminen-Explosionen nehmen zu - mehrere südkoreanische Soldaten schwer verletzt

Bereits seit dem Frühjahr 2024 treibt das Kim-Regime den Ausbau der Grenzanlagen systematisch voran. (Foto) Suche
Bereits seit dem Frühjahr 2024 treibt das Kim-Regime den Ausbau der Grenzanlagen systematisch voran. Bild: Ahn Young-joon/AP/dpa/dpa

Wie konkret die Bedrohung durch die massive Verminung ist, zeigte sich am 21. September dieses Jahres. Bei der Detonation einer nordkoreanischen Landmine erlitten drei Soldaten der südkoreanischen Streitkräfte zum Teil schwere Verletzungen. Die Regierung in Pjöngjang stritt jedoch jegliche Verantwortung für den Zwischenfall ab. Der Vorfall verdeutlicht die wachsende Gefährdungslage entlang der DMZ, die durch den rasanten Ausbau der Grenzanlagen in den vergangenen zwei Jahren erheblich zugenommen hat.

Nordkorea erklärt Südkorea offiziell zum "Hauptfeind"

Hinter der beispiellosen Aufrüstung an der Grenze steht ein fundamentaler politischer Kurswechsel Pjöngjangs. Ende 2023 erklärte Kim Jong Un den südlichen Nachbarn erstmals zum "Hauptfeind" und verabschiedete sich damit vom jahrzehntelangen Wiedervereinigungsanspruch. Seit der Staatsgründung 1948 hatte Nordkorea stets eine Vereinigung mit dem Süden als offizielles Ziel verfolgt.

Inzwischen ging das Regime noch weiter und tilgte alle Verweise auf eine mögliche Wiedervereinigung aus seiner Verfassung. Die koreanische Halbinsel ist seit dem Koreakrieg in einen kommunistischen Norden und einen demokratischen Süden gespalten. Ein Friedensvertrag zwischen beiden Seiten wurde bis heute nicht geschlossen.

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/news.de/dpa/stg

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