Kim Jong Un: Nordkorea-Machthaber provoziert Trump mit Raketen-Abschüssen
Die an Donald Trump gerichtete Provokation aus Nordkorea ist unmissverständlich: Kim Jong Un hat erneut Kurzstreckenraketen ins Japanische Meer abfeuern lassen. Der Vorfall könnte mit einer Militärübung zusammenhängen, die Nordkorea als Provokation ansieht.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Kim Jong Un provoziert Donald Trump nach gemeinsamer Militärübung
- Nordkorea-Machthaber lässt Kurzstreckenraketen ins Japanische Meer abfeuern
- Kim Jong Un will nordkoreanische Marina zu atomarer Streitmacht ausbauen
Einen Tag nach dem Ende einer Militärübung der Streitkräfte Südkoreas, der USA und Japans hat Nordkorea übereinstimmenden Angaben zufolge erneut mehrere Kurzstreckenraketen abgefeuert. Die Geschosse flogen etwa 250 Kilometer weit und stürzten dann ins Japanische Meer, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf den Generalstab der südkoreanischen Streitkräfte berichtete. Auch das für den Pazifik zuständige Regionalkommando des US-Militärs bestätigte die Raketenabschüsse auf Geheiß von Kim Jong Un und teilte mit, es habe keine Gefahr für US-Personal oder Alliierte der Vereinigten Staaten bestanden, ist im britischen "Daily Express" zu lesen.
Kim Jong Un veranlasst Raketenabschuss kurz nach Militärübung
Aus Pjöngjang lag zunächst keine Reaktion vor. Zu Beginn des fünftägigen Militärmanövers südlich und östlich der südkoreanischen Insel Jeju Anfang September hatte Nordkoreas Verteidigungsminister Kim Song Gi die Übung als "provokativ" bezeichnet. Beteiligt waren unter anderem die Luftwaffe und Marine der drei Länder. Das Manöver fand nach US-Angaben in internationalen Gewässern statt.
Machthaber Kim Jong Un hatte erst vor rund drei Wochen mehrere Kurzstreckenraketen Richtung Japanisches Meer abfeuern lassen. Dem abgeschotteten Land unter Machthaber Kim Jong Un ist es gemäß mehreren Resolutionen des UN-Sicherheitsrats grundsätzlich untersagt, ballistische Raketen abzufeuern.
Donald Trump ließ Militärmanöverreduzieren - Kim Jong Un schlägt mit Provokation zurück
Mitte August machten sowohl Südkorea als auch die USA deutliche Zugeständnisse an Nordkorea. So ordnete US-Präsident Donald Trump an, ein gemeinsames Militärmanöver mit Südkorea deutlich zu reduzieren. Er verwies dabei auf seine angeblich "sehr gute Beziehung" zu Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und sagte, er rechne damit, diesen noch in diesem Jahr zu treffen. Kim Jong Un selbst hat sich zu dem Gesprächsangebot bislang nicht öffentlich geäußert. Vergangene Woche erklärte Kim, er wolle Nordkoreas Marine zu einer atomar bewaffneten Streitmacht weiterentwickeln.
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loc/news.de/dpa/stg
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