Oliver Pocher fordert Rundfunk-Hammer: Comedian erhebt heftige Vorwürfe gegen ARD, ZDF und Böhmermann

Oliver Pocher rechnet mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk ab und schießt sich besonders auf Jan Böhmermann ein. Sein Urteil über den ZDF-Satiriker fällt vernichtend aus. Auch ARD-Talker Louis Klamroth bekommt sein Fett weg.

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Oliver Pocher fordert ARD-ZDF-Hammer und attackiert Jan Böhmermann und Louis Klamroth. (Foto) Suche
Oliver Pocher fordert ARD-ZDF-Hammer und attackiert Jan Böhmermann und Louis Klamroth. Bild: picture alliance/dpa | Monika Skolimowska
  • Pocher fordert drastische Einschnitte bei ARD und ZDF
  • Comedian attackiert Jan Böhmermann und Louis Klamroth
  • Pocher sieht öffentlich-rechtliche Sender als Mitverursacher des Rechtsrucks

Oliver Pocher holt zum Rundumschlag gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk aus. Im Podcast "TOMorrow - Business. Stars. Lifestyle" fordert der 48-Jährige drastische Einschnitte bei ARD und ZDF – und teilt zugleich kräftig gegen Jan Böhmermann und Louis Klamroth aus.

"Einstampfen!" Oliver Pocher rechnet mit ARD und ZDF ab

Rund acht Milliarden Euro stehen nach Pochers Einschätzung für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zur Verfügung. Die Strukturen seien dafür viel zu groß. Die dritten Programme könne man "schon längst einstampfen", auch bei den Radiosendern sieht der Comedian erhebliches Einsparpotenzial.

Selbst eine Zusammenlegung von ARD und ZDF hält Pocher für denkbar. Es gebe schlicht "viel zu viele" Sender. Gleichzeitig wachse der Unmut über die Rundfunkbeiträge. Viele Menschen zahlten monatlich für ein Angebot, das sie kaum noch nutzten, während Streamingdienste wie Netflix für vergleichbares Geld ein umfangreiches Angebot böten.

Pocher knöpft sich Louis Klamroth vor

Besonders scharf fällt Pochers Kritik an ARD-Talker Louis Klamroth aus. "Eine gewisse Neutralität musst du schon haben", fordert der Entertainer.

Dass Klamroth mit Klimaaktivistin Luisa Neubauer liiert ist, sieht Pocher kritisch. Er zieht einen provokanten Vergleich: Wäre der Moderator stattdessen mit der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel zusammen, würde man ihn seiner Ansicht nach wohl nicht mehr vor die Kamera lassen.

Für Pocher ist das ein Beispiel für unterschiedliche Maßstäbe bei der politischen Einordnung von Moderatoren und Talkshows.

"Er hat es einfach übertrieben" - Pocher teilt gegen Jan Böhmermann aus

Auch Jan Böhmermann bekommt sein Fett weg. Das "ZDF Magazin Royale" läuft Ende 2026 in seiner bisherigen Form aus; das ZDF führt allerdings Gespräche über ein neues Format mit dem Satiriker.

Pochers Reaktion darauf fällt unmissverständlich aus: "Überfällig." Böhmermann habe sich aus seiner Sicht zunehmend darauf konzentriert, "seine eigene Agenda durchzusetzen". Zudem wirft Pocher ihm vor, häufig mit der "Nazi-Keule" gearbeitet und Menschen öffentlich an den Pranger gestellt zu haben.

"Er hat es einfach übertrieben", urteilt der Comedian. Böhmermanns politische Satire sei für ihn zunehmend Teil einer "linken Bubble", die langsam zerfalle.

Pocher gibt öffentlich-rechtlichen Sendern eine Mitschuld am Rechtsruck

Noch weiter geht Pocher bei seiner politischen Analyse. Viele Menschen hätten inzwischen den Eindruck, nur noch gesellschaftlich akzeptierte Ansichten äußern zu dürfen.

"Die Leute sind so satt, dass sie nur das sagen dürfen, was en vogue ist", sagt er. Eine solche empfundene Bevormundung könne Trotz und Verweigerung fördern. "Das führt ja auch zur Situation, dass wir momentan genau diesen Rechtsruck haben", so Pochers These.

Trotz seiner heftigen Kritik betont der Entertainer, dass er unabhängigen Journalismus grundsätzlich für wichtig hält. Genau diese Unabhängigkeit vermisse er jedoch teilweise bei ARD und ZDF. Seine Abrechnung dürfte damit die ohnehin kontroverse Debatte über die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks weiter anheizen.

Die ganze Podcast-Folge von"TOMorrow - Business. Stars. Lifestyle" mit Oliver Pocher finden Sie unter anderem hier bei Spotify.

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