Jens Spahn: Nach Sardinien-Eklat - Spahn macht per WhatsApp Schluss
Jens Spahn macht Schluss – und zwar per WhatsApp! Nach dem Sardinien-Wirbel und dem heftigen Ärger in der Union zieht der CDU-Politiker die Konsequenzen. Er verzichtet auf seinen Sitz im Haushaltsausschuss und kommt damit offenbar einem möglichen Rauswurf zuvor.
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Jens Spahn verzichtet auf seinen Sitz im Haushaltsausschuss
- Vorausgegangen war heftiger Ärger um einen Sardinien-Trip während einer Ausschusssitzung
- In der Union soll eine Mehrheit für seine Abberufung plädiert haben
- Netz-User rechnen nach Rückzug mit Jens Spahn ab
Für Jens Spahn wird es politisch immer ungemütlicher. Nach dem Wirbel um seinen Sardinien-Aufenthalt während einer Sitzung des Haushaltsausschusses zieht der frühere Unionsfraktionschef nun die Konsequenzen. Er verzichtet auf seinen Sitz in dem wichtigen Bundestagsgremium.
Spahn teilte seine Entscheidung laut "Spiegel"in einem internen WhatsApp-Chat mit CDU-Haushaltspolitikern mit.
Jens Spahn gibt Sitz im Haushaltsausschuss ab
Darin schrieb Spahn: "Nach reiflicher Überlegung über das Wochenende werde ich auf meinen Sitz im Haushaltsausschuss verzichten. Alles rund um meine Person ist aktuell so politisiert, dass ein normales Arbeiten kaum möglich sein wird."
Nach Angaben der ARD will sich Spahn vorerst auf seinen Wahlkreis und seine Familie konzentrieren.
Sardinien-Trip sorgt für heftigen Ärger in der CDU
Auslöser des neuen Wirbels waren Fotos, die Spahn mit seinem Baby auf Sardinien zeigten. Gleichzeitig hatte er bei einer Sitzung des Haushaltsausschusses gefehlt. Als Grund war aus seinem Umfeld eine Erkrankung seines Kindes beziehungsweise eine familiäre Abwesenheit genannt worden.
Besonders brisant: Die Aufnahmen erschienen ausgerechnet während des Ausschusstermins. Ein entsprechender "Bild"-Artikel wurde anschließend wieder gelöscht. Als Begründung hieß es, das Foto sei in einem privaten Rahmen entstanden.
Spahn stand angeblich kurz vor dem Rauswurf
Innerhalb der CDU sorgte die Sardinien-Affäre für massive Verärgerung. Nach Informationen der ARD war der Unmut über Spahns Verhalten so groß, dass er kurz davor stand, seinen Platz im Haushaltsausschuss unfreiwillig zu verlieren. Ein Rauswurf durch die eigene Fraktion hätte den ohnehin angeschlagenen Politiker noch härter getroffen.
Mit seinem angekündigten Verzicht kam Spahn diesem Szenario offenbar zuvor. Dass er seinen Rückzug per Chat-Nachricht an die Haushaltspolitiker der Union kommunizierte, dürfte die Wogen allerdings kaum geglättet haben. Die Formulierung, alles rund um seine Person sei "so politisiert, dass ein normales Arbeiten kaum möglich sein wird", liest sich weniger wie ein Eingeständnis eigener Fehler als vielmehr wie eine Klage über die Umstände.
Spahn-Rückzug sorgt für Spott und Häme auf X
Auch im Netz fiel die Reaktion auf Spahns Rückzug wenig gnädig aus. Auf X kommentierten Nutzer den Vorgang mit einer Mischung aus Sarkasmus und Empörung. "Sehr gut. Deine erste vernünftige Entscheidung. Und ab jetzt verschone uns bitte mit deiner Arbeit, Spahn!", schrieb ein User. Andere gingen deutlich weiter: "Solange Spahn nicht sein Mandat niederlegt, ist das alles nur Show."
Dass Jens Spahn seinen Rückzug aus dem Ausschuss kurzerhand per Chat-Nachricht verkündete, liefert seinen Kritikern reichlich Munition. "Jens Spahn macht Schluss per WhatsApp", spottete ein Nutzer. Auch seine ursprüngliche Begründung für die Abwesenheit wird aufs Korn genommen: "Nicht so einfach Familie, Kinder und Beruf unter einen Hut zu kriegen, wa?" Eine weitere Kritikerin geht noch härter mit dem CDU-Politiker ins Gericht: "Es sind IMMER die anderen Schuld. #Spahn übernimmt grundsätzlich nicht die Verantwortung für das, was er selbst verbockt hat."
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