Donald Trump: "Er hätte es mir erlaubt" - Trump-Antwort über seinen Vater überrascht

Auf die Frage, was sein verstorbener Vater von seiner Präsidentschaft gehalten hätte, antwortete Donald Trump nicht mit "stolz", sondern mit einem Wort, das tiefe Einblicke in die Psyche des mächtigsten Mannes der Welt eröffnet.

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Donald Trump spricht über seinen verstorbenen Vater Fred Trump. (Foto) Suche
Donald Trump spricht über seinen verstorbenen Vater Fred Trump. Bild: picture alliance/dpa/AP | Rod Lamkey
  • Donald Trump antwortete auf die Frage nach seinem verstorbenen Vater mit dem ungewöhnlichen Wort
  • Journalist Jason Horowitz sieht darin Hinweis auf die komplizierte Vater-Sohn-Beziehung
  • Trump selbst beschrieb Fred Trump als wichtigen Einfluss auf seine Arbeitsweise

Was würde sein verstorbener Vater wohl über seine Präsidentschaft denken? Als der "New York Times"-Journalist Jason Horowitz diese Frage in einem ausführlichen Interview stellte, rechnete er mit einer emotionalen Antwort. Doch Donald Trump wählte ein Wort, das den Reporter stutzig machte.

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Donald Trump offenbart Vater-Sohn-Beziehung

"Er hätte es mir absolut erlaubt, das zu tun", lautete Trumps Antwort sinngemäß. Nicht etwa: Er wäre stolz auf mich gewesen. Nicht: Er hätte Gedanken dazu gehabt. Nein! Der Trump sprach von einer väterlichen Genehmigung, als sei er noch immer auf das Einverständnis von Fred Trump angewiesen. Horowitz bezeichnete die Reaktion als "seltsam" und zugleich als aufschlussreich für das Verständnis einer komplexen Vater-Sohn-Dynamik.

Das Interview fand in Trumps Büro in Manhattan statt. Eines jener ausgedehnten Gespräche, wie Horowitz es im Podcast "The Bulwark" schilderte. Thematisch drehte sich alles um den Vater des heutigen Präsidenten. Der Journalist hatte sich vor seinem Wechsel als Korrespondent nach Rom intensiv mit Trump und dessen Familienleben beschäftigt.

"Ich habe wirklich über Trump und sein Familienleben berichtet und darüber, was ihn zu dem gemacht hat, der er ist", erklärte Horowitz seinen damaligen Recherchefokus. Das Gespräch sollte ergründen, welche Prägungen der Immobilienmogul Fred Trump bei seinem Sohn hinterlassen hatte. Dass ausgerechnet eine einzige Vokabel dabei zum Schlüsselmoment werden würde, hatte der Reporter nicht erwartet.

Ein Wort, das mehr verrät als jede Trump-Rede

Horowitz hatte mit ganz anderen Formulierungen gerechnet. "Ich hatte erwartet: 'Er wäre stolz auf mich gewesen' oder 'Er hätte einige Gedanken dazu gehabt'", erklärte der Journalist. Stattdessen fiel das Wort "erlaubt" und öffnete damit einen überraschenden Blick in Trumps Innenleben. Für Horowitz war diese Wortwahl "ein kleines Fenster in diese sehr komplizierte Beziehung, die Trump zu seinem Vater hatte". Es gehe um das lebenslange Bemühen, dem Vater zu gefallen. Ein Streben, das häufig erfolglos geblieben sei. Besonders bemerkenswert: Dieses Ringen um Anerkennung habe offenbar nicht mit Fred Trumps Tod geendet. "Etwas, das nach dem Tod seines Vaters weiterging und vielleicht bis heute andauert", so Horowitz.

"Jeder Penny zählt": Was Trump selbst über seinen Vater schrieb

Dass Fred Trump das Leben seines Sohnes nachhaltig geprägt hat, bestätigte Donald Trump bereits 1987 in seinem Buch "Trump: The Art of the Deal". Darin schrieb er seinem Vater die Vermittlung seiner Arbeitsmoral zu und betonte, Fred habe "nie mit Geld um sich geworfen". Eine weitere Lektion des Vaters: "Jeder Penny zählt", denn aus Pennys würden schnell Dollars.

Vor seinem Einstieg in die Politik war Trump vor allem als Medienfigur und Geschäftsmann bekannt. Er baute die Marke Trump auf und führte das Familienunternehmen – heute als Trump Organization bekannt – weit über das Immobiliengeschäft hinaus in Bereiche wie Casinos, Gastgewerbe und Kryptowährungen. Das väterliche Erbe blieb dabei stets der unsichtbare Maßstab.

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