Donald Trump: Demonstranten demütigen Trump bei Staatsempfang
Donald Trump empfängt Chinas Staatschef Xi Jinping mit großem Pomp im Weißen Haus. Doch draußen wird es laut. Während Trump seinen Gast als "wahrhaft großartigen Freund" bezeichnet, skandieren Demonstranten "Free Hong Kong" und "Free Tibet".
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Proteste vor dem Weißen Haus: Demonstranten stören den pompösen Empfang von Xi Jinping mit "Free Hong Kong"- und "Free Tibet"-Rufen
- Trump bezeichnet Chinas Staatschef als "wahrhaft großartigen Freund" und setzt auf demonstrative Harmonie
- Chinas Präsident beschwört die "Thukydides-Falle" und mahnt Trump zu einem begrenzten Wettbewerb zwischen den Supermächten
Während Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping am Donnerstagabend (24.09.2026) vor dem Nordportikus des Weißen Hauses für die Kameras posierten, übertönte Protestrufe die Klänge der US-Marinekapelle. Dutzende Demonstranten hatten sich vor dem Regierungssitz versammelt und skandierten "Free Hong Kong" sowie "Free Tibet". Die Rufe waren laut genug, um die sorgfältig inszenierte Kulisse des Staatsbanketts empfindlich zu stören.
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Donald Trump lädt Xi Jinping zum Staatsbankett
Für Xi Jinping war es der erste Besuch auf amerikanischem Boden seit November 2023. Trump hatte dem Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chinas am Mittwoch buchstäblich den roten Teppich ausgerollt – das pompöse Staatsbankett am Abend darauf bildete den Höhepunkt des Besuchs. Die Gästeliste des opulenten Dinners las sich wie ein Who's who der amerikanischen Machtelite. Aus der Tech-Branche waren gleich drei der einflussreichsten Unternehmer der Welt geladen: Tesla-Chef Elon Musk, Meta-Gründer Mark Zuckerberg und Amazon-Milliardär Jeff Bezos. Auch Fox News war prominent vertreten – mit den Moderatoren Jesse Watters, Bret Baier und Laura Ingraham. Dazu gesellten sich die Konzernchefs David Ellison, Darren Woods und David Solomon.
Aus Trumps eigenem Regierungsapparat nahmen unter anderem Verteidigungsminister Pete Hegseth und Justizminister Todd Blanche teil. Besonders bemerkenswert: Auch drei Richter des Obersten Gerichtshofs – Amy Coney Barrett, Brett Kavanaugh und Chief Justice John Roberts – fanden sich unter den Gästen des Staatsbanketts wieder, das damit weit über ein gewöhnliches diplomatisches Abendessen hinausging.
"Großartiger Freund": Trump schmeichelt Chinas Staatschef
Während Xi Jinping die Tragweite des Treffens offenkundig ernst nahm, schien der 80-jährige US-Präsident vor allem an der Inszenierung interessiert zu sein. Trump schwärmte von einem "wahrhaft großartigen Freund" und nannte den gemeinsam verbrachten Tag "großartig". Statt auf geopolitische Inhalte einzugehen, führte Trump seinem Gast lieber den neuen Hubschrauberlandeplatz vor und präsentierte stolz seine sogenannte "Wall of Fame" – eine Wand, die offenbar der Verspottung seines Vorgängers Joe Biden dient. Die Prioritäten des Präsidenten lagen damit klar auf dem Spektakel: persönliche Beziehungspflege und Selbstdarstellung dominierten die öffentlichen Auftritte, während die drängenden Fragen im Verhältnis der beiden größten Volkswirtschaften der Welt bestenfalls am Rande vorkamen.
Xis Warnung vor dem Krieg der Supermächte
Der chinesische Präsident schlug deutlich ernstere Töne an als sein Gastgeber. Bereits zum zweiten Mal innerhalb von vier Monaten verwies Xi auf die sogenannte "Thukydides-Falle" – ein historisches Konzept, das beschreibt, wie Spannungen zwischen einer aufstrebenden und einer etablierten Großmacht in einen bewaffneten Konflikt münden können.
Xi forderte beide Nationen auf, "in Frieden zu koexistieren", und mahnte, den Wettbewerb zwischen Washington und Peking "in Grenzen zu halten". Die Botschaft war unmissverständlich: Eine unkontrollierte Rivalität zwischen den beiden mächtigsten Staaten der Erde könnte in eine Katastrophe führen.
Damit setzte der chinesische Staatschef einen markanten Kontrapunkt zu Trumps Fokus auf Freundschaftsbekundungen und Selbstinszenierung. Wo der US-Präsident von einem "großartigen" gemeinsamen Tag sprach, warnte Xi vor den Gefahren einer Eskalation zwischen den Supermächten.
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