Heidi Reichinnek vs. Alexander Dobrindt: "Wirklich einer der dümmsten Sätze" - Innenminister zerlegt Linken-Fraktionschefin im TV
Bei "Maybrit Illner" kam es am Donnerstagabend zum verbalen Schlagabtausch zwischen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und Linke-Fraktionschefin Heidi Reichinnek. Der 56-Jährige nahm die Linke-Politikerin gleich an mehreren Fronten ins Visier und attackierte sie wegen Antisemitismus, Clan-Kontakten und Verfassungsschutz-Ablehnung.
Erstellt von Franziska Kais - Uhr
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- Heidi Reichinnek vs. Alexander Dobrindt bei "Maybrit Illner"
- Linken-Politikerin will Judenhass kleinreden
- Innenminister Dobrindt zerlegt Linken-Fraktionschefin Reichinnek
Bei "Maybrit Illner" knöpfte sich Bundesinnenminister Alexander Dobrindt am Donnerstagabend (24. September) die Linke-Fraktionschefin Heidi Reichinnek gnadenlos vor und kanzelte ihre Argumente als die "dümmsten Sätze des Abends" ab. Es ging um Antisemitismus in den eigenen Reihen, fragwürdige Verbindungen zur Clan-Kriminalität und die Forderung der Linken, den Verfassungsschutz abzuschaffen.
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Heidi Reichinnek vs. Alexander Dobrindt bei "Maybrit Illner"
Heidi Reichinnek versuchte zwar die Vorwürfe abzuwehren, geriet dabei aber zunehmend in die Defensive. Ihre Versuche, die Anschuldigungen herunterzuspielen oder mit Gegenangriffen zu parieren, prallten an Alexander Dobrindts nüchterner Argumentation weitgehend ab. Auch von der SPD kam deutlicher Gegenwind für die Linke. Generalsekretär Tim Klüssendorf stellte unmissverständlich klar: "Ich denke, dass wir eine sehr klare rote Linie ziehen müssen, was die Bedingungen sind, um mit der Linken überhaupt in Koalitionsverhandlungen einzutreten! Ich würde da auch keinen Zentimeter weichen wollen."
"Einer der dümmsten Sätze des Abends": Alexander Dobrindt zerlegt Heidi Reichinnek
Bundesinnenminister Dobrindt machte in der Sendung deutlich, dass Judenhass kein exklusiv rechtes Phänomen sei: "Es gibt linken Antisemitismus, rechten Antisemitismus und eingewanderten Antisemitismus, der ganz stark auf unseren Straßen zu sehen ist." Gleichzeitig stellte er die Linke vor eine unbequeme Frage: Wie wolle die Partei jüdische Menschen schützen, wenn sie in Berlin weniger Polizei fordere – also genau jene Kräfte, die jüdische Einrichtungen bewachen?
Reichinnek attackiert Dobrindt: "Sie bauen eine Geheimpolizei auf, schlüsselfertig für die AfD"
Stattdessen setze die Bundesregierung auf einen gestärkten Verfassungsschutz mit erweiterten Befugnissen, so der Innenminister. Reichinnek reagierte mit einem heftigen Gegenangriff: "Sie bauen eine Geheimpolizei auf, schlüsselfertig für die AfD. Herzlichen Glückwunsch!" Dobrindt ließ das nicht auf sich sitzen und konterte trocken: "Das ist wirklich einer der dümmsten Sätze, die heute Abend gefallen sind." Die Argumente der Linken-Politikerin fänden sich interessanterweise bei der AfD wieder – da bestehe offenbar eine gewisse Ähnlichkeit.
Clan-Chef auf der Wahlparty – Reichinnek mauert bei "Maybrit Illner"
Mindestens ebenso brisant wurde es beim Thema Clan-Kriminalität. Reichinnek wies jede Verbindung ihrer Partei zur Organisierten Kriminalität entschieden zurück. Dass der Berliner Clan-Chef Issa Remmo auf einer Wahlparty der Linken aufgetaucht war, versuchte sie herunterzuspielen. Dobrindt hielt mit konkretem Material dagegen und verwies auf Chat-Nachrichten zwischen dem Linke-Abgeordneten Ferat Koçak und einem Sohn Remmos. Reichinnek versuchte, die Kontakte mit Unwissenheit zu erklären, doch der Innenminister zitierte schonungslos aus den Nachrichten: Koçak habe dem Remmo-Spross "Respekt für Deinen Vater" geschrieben. Von Ahnungslosigkeit könne da wohl kaum die Rede sein.
Heidi Reichinnek reagiert trotzig auf Dobrindt-Attacke
Die Fraktionschefin forderte trotzig Beweise ein: "Ich bin sehr gespannt auf Ihre Beweisführung. Es gibt keine öffentlichen Beweise." Ihre Gereiztheit war zu diesem Zeitpunkt kaum noch zu übersehen. Auch beim Thema Islamismus in den eigenen Reihen zeigte sich Reichinnek bemerkenswert nachsichtig. Dass Parteimitglieder problematische Inhalte in sozialen Medien verbreiteten, kommentierte sie lapidar: "Dass die irgendwelche Posts veröffentlichen, da kann ich jetzt auch nichts dran ändern. Die erzählen natürlich viel, wenn der Tag lang ist."
Beim Thema Verfassungsschutz bezeichnete Reichinnek die Behörde als "eine Struktur, die wir langfristig ablehnen". Beim Clan-Komplex hingegen müsse man zunächst über mögliche "rassistische Komponenten" sprechen. Dobrindt zog am Ende ein vernichtendes Fazit: "Ich würde keine Bereitschaft haben, zu empfehlen, dass Sie in Berlin regieren. Irgendwer muss dann die Scherben wieder zusammenklauben."
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fka/loc/news.de/stg
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