Linken-Debatte bei "maischberger": Elif Eralp unter Druck - SPD-Politiker fordert klare Kante gegen Judenhass

Die Linke ging bei der Berlin-Wahl als stärkste Kraft hervor. Doch kann sie nun auch gemeinsam mit der SPD und den Grünen eine Regierung bilden? Antisemitismus-Vorwürfe gegen die Linkspartei könnten dies verhindern, wie am Montagabend im ARD-Talk "maischberger" deutlich wurde.

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Die Linken-Politikerin Elif Eralp hat die Berlin-Wahl gewonnen. Doch Antisemitismus-Vorwürfe gegen ihre Parteikollegen sorgen für Misstöne. (Foto) Suche
Die Linken-Politikerin Elif Eralp hat die Berlin-Wahl gewonnen. Doch Antisemitismus-Vorwürfe gegen ihre Parteikollegen sorgen für Misstöne. Bild: picture alliance/dpa | Britta Pedersen
  • Hubertus Heil äußert sich zu Antisemitismus-Vorwürfen gegen die Linken bei "maischberger"
  • SPD-Politiker fordert von Bürgermeister-Kandidatin Elif Eralp klare Kante gegen Judenhass
  • Sonst würden die Sozialdemokraten in der Hauptstadt keine Koalition mit der Linkspartei bilden

Die Berlin-Wahl am vergangenen Sonntag geriet sowohl für die CDU als auch für die SPD zum Debakel. Beide Parteien mussten deutliche Verluste verkraften, während die Linke laut vorläufigem Endergebnis mit 25,7 Prozent klar stärkste Kraft wurde. Spitzenkandidatin Elif Eralp könnte nun neue Regierende Bürgermeisterin in der Hauptstadt werden. Im Abgeordnetenhaus braucht die Linke allerdings Koalitionspartner. Werden nun Antisemitismus-Vorwürfe gegen ihre Parteikollegen Elif Eralp zum Verhängnis?

Antisemitismus-Debatte über die Linken bei "maischberger"

Im ARD-Talk von Maischberger bezogen SPD-Politiker Hubertus Heil und CDU-Mann Armin Laschet am Montagabend unmissverständlich Position: Eine Kooperation mit Antisemiten in der Berliner Landespolitik kommt für beide nicht infrage. Zuvor hatte bereits Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, deutliche Worte gefunden. "In der Bekämpfung des Judenhasses, den diese Partei in ihren Reihen duldet und frei gewähren lässt, besitzt die Linke keinerlei Glaubwürdigkeit mehr", so Schuster.Maischberger konfrontierte Heil mit dieser Einschätzung.

Hubertus Heil attackiert Bürgermeister-Kandidatin Elif Eralp im ARD-Talk: "Warme Worte" reichen nicht aus

Der SPD-Politiker betonte, dass er die Warnung "sehr ernst" nehme. Innerhalb der Linkspartei gebe es antisemitische Äußerungen und "warme Worte" der Spitzenkandidatin Elif Eralp dazu genügten nicht. Stattdessen brauche es "ein Bekenntnis aller Abgeordneten aus der Linkspartei" gegen Antisemitismus. "Im Zweifelsfall muss man als demokratische Partei Menschen, die so auftreten, auch aus der Partei rausschmeißen. Das muss ein klarer Strich sein!", so Heil. Sollte die Linke dieser Forderung nicht nachkommen, werde es keine gemeinsame Regierung geben, stellte Heil mit Verweis auf Äußerungen des Berliner SPD-Landesvorsitzenden Steffen Kracht klar. Rot-Rot-Grün - eine Koalition der Linken mit SPD und Grünen - ist aktuell eine der möglichen Regierungsoptionen.

Armin Laschet wirft der Linken vor eine "Bedrohung für jüdisches Leben in Berlin" zu sein

Auch Laschet verwies auf Unterstützer der Linken, die in palästinensischen Gruppierungen aktiv seien, welche als gesichert verfassungswidrig eingestuft würden. "Diese Partei ist eine Bedrohung für jüdisches Leben in Berlin", warnte der CDU-Politiker und forderte SPD sowie Grüne auf, sich eine Regierungsbildung mit der Linken sehr genau zu überlegen. Maischbergers Fazit zur Debatte: Wer beiden Politikern zuhöre, für den erscheine eine Koalition zwischen SPD und CDU in Berlin geradezu "alternativlos".

Die komplette Folge "maischberger" vom 21. September ist in der ARD-Mediathek abrufbar.

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