Wladimir Putin: Nimmt der Kremlchef "Massenopfer" in Kauf? Experte warnt vor Anschlägen in Europa

Erneut wird Europa vor der Bedrohung durch Russland gewarnt. Dem britischen Sicherheitsexperten Keir Giles zufolge könnte Wladimir Putin sogar Anschläge auf dem Kontinent planen, bei denen es zahlreiche Todesopfer geben könnte. 

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Könnte Wladimir Putin verheerende Anschläge in Europa verüben?  (Foto) Suche
Könnte Wladimir Putin verheerende Anschläge in Europa verüben?  Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin | Alexander Kazakov
  • Russland-Experte warnt: Wladimir Putin könnte Anschläge in Europa planen
  • Dabei würde der Kremlchef auch "massenhafte Todesopfer" in Kauf nehmen
  • Verteidigungsanalyst Keir Giles fordert härteres Vorgehen gegenüber Moskau

Ein spanischer Militärexperte zeigte sich zuletzt überzeugt, dass sich Europa bereits in einem Dritten Weltkrieg in hybrider Form mit Russland befinden würde. Doch wie weit könnte Wladimir Putin tatsächlich noch gehen, um den Westen zu provozieren? Der britische Autor Keir Giles von der Denkfabrik Chatham House sprach nun eine eindringliche Warnung aus.

Wladimir Putin könnte Anschläge mit zahlreichen Todesopfern in Europa verüben laut Keir Giles

Den Einschätzungen des Sicherheitsexperten zufolge ist Russland bereit,Anschläge mit massenhaften Todesopfern auf europäischem Boden zu verüben.Großbritannien sei dabei das "weichste Ziel" für Wladimir Putins Aggressionen, warnte der Verteidigungsanalyst gegenüber dem "Daily Star". Denn die im Rahmen der strategischen Verteidigungsüberprüfung geforderte nationale Debatte über Sicherheitspolitik habe schlicht nie stattgefunden – ein Versäumnis, das sich über mehrere Regierungen erstrecke.

Experte warnt vor Eskalation durch Russland

Der Kreml habe seine verdeckten Operationen auf dem Kontinent über Jahre hinweg verschärft, während westliche Politiker konsequent weggeschaut hätten. "Die Realität ist, dass Russland seit Jahren eskaliert", so Giles. Man befinde sich nun in einer Lage, in der Moskau "dreiste und provokative Aktionen" durchführen könne – schlicht weil niemand rechtzeitig Grenzen gesetzt habe. Je länger der Westen mit einer klaren Ansage warte, desto "blutiger und chaotischer" werde die Situation, mahnte der Experte.

Mutmaßliche russische Sabotageakte auf Flugzeuge lösen Besorgnis aus

Wie konkret die Bedrohung bereits ist, zeige ein mutmaßlicher russischer Sabotageakt aus dem Jahr 2024: Damals wurden Brandsätze in Paketsendungen versteckt und über DHL-Frachtflüge verschickt. Die Vorrichtungen entzündeten sich in Logistikzentren in Birmingham und am Leipziger Flughafen – nach Experteneinschätzung handelte es sich um einen Testlauf, um Passagiermaschinen während des Fluges zur Explosion zu bringen. "Wäre eines dieser Flugzeuge über einer Stadt abgestürzt, würden wir über Hunderte Opfer sprechen", warnte Giles.

Vorfälle an der Nato-Grenze machen Bedrohung durch Russland deutlich

Auch an der polnischen Grenze spitzt sich die Lage zu: Vergangenes Wochenende traf eine russische Drohne einen Personenzug in der Westukraine. Zudem wurde eine bewaffnete, mutmaßlich russische, Gerbera-2-Drohne mit Sprengkopf vor einem polnischen Ostseestrand aus dem Wasser geborgen.

Kritik an Europa wegen zögerndem Vorgehen gegenüber Wladimir Putin

Europa reagiere aber weiterhin mit Passivität, kritisierte Giles. Besonders die Weigerung, eingefrorene russische Vermögenswerte in Brüssel für die Verteidigung der Ukraine einzusetzen, nannte er "absurd und obszön". Giles forderte unter anderem Cyber-Gegenschläge gegen russische Infrastruktur, um Moskau die Kosten seiner Aggression spürbar zu machen.

Sein düsteres Fazit: Unter führenden Russland-Experten herrsche Einigkeit, dass "erst ein Vorfall mit Massenopfern und Hunderten Toten die Politiker tatsächlich dazu bringen wird, zu erkennen, dass es aufhören muss".

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