Alexander Lukaschenko: Putin-Invasion in Belarus? Diktator irritiert mit brisanter Rede über Russland

Belarus-Diktator Alexander Lukaschenko behauptete in einer Rede, dass Wladimir Putin bei einem anderen Verlauf der Geschichte auch sein Land längst überfallen hätte. In den sozialen Medien sorgen diese Aussagen für Kopfschütteln.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Alexander Lukaschenko behauptet, dass Wladimir Putin unter bestimmten Umständen auch Belarus überfallen hätte. (Foto) Suche
Alexander Lukaschenko behauptet, dass Wladimir Putin unter bestimmten Umständen auch Belarus überfallen hätte. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin | Vyacheslav Prokofyev
  • Alexander Lukaschenko behauptet, Belarus hätte das gleiche Schicksal ereilen können wie der Ukraine
  • Der USA sei es jedoch nicht gelungen, sein Land von Wladimir Putin loszureißen
  • Rede des Diktators sorgt für Empörung

Alexander Lukaschenko gehört zu den engsten Verbündeten von Wladimir Putin. Der Belarus-Diktator ist das einzige amtierende Staatsoberhaupt in Europa, das Russlands Krieg gegen die Ukraine unterstützt. Nun sorgt der Diktator mit bemerkenswerten Aussagen über einen möglichen Überfall auf sein Land durch den Kreml für Aufsehen.

Alexander Lukaschenko spricht über mögliche Putin-Invasion in Belarus

Wie ein auf X (vormals Twitter) verbreitetes Video zeigt, sprach Lukaschenko über aktuelle Gespräche mit US-Delegierten. "Sie sagen mir nicht ausdrücklich, dass sie wollen, dass wir uns von Russland abspalten, oder dass sie uns, wenn man so will, mit Haut und Haaren von Russland losreißen wollen", so der Putin-Freund laut Übersetzung. Allerdings hätten die Vereinigten Staaten genau das laut Lukaschenko bereits 2020 versucht. "Wäre es ihnen gelungen, hätten wir uns in genau derselben Situation befunden, wie sie sich derzeit in der Ukraine abspielt. Was in der Ukraine, einem reichen, mächtigen und starken Land, geschehen ist, wäre auch uns widerfahren", behauptete der 72-Jährige. Es sei den Amerikanern nicht gelungen, Belarus' "Entschlossenheit" auf die Probe zu stellen.

Kritik an Aussagen des Belarus-Diktators über Verhältnis zu Russland

Bei anderen Social-Media-Posts sorgen Lukaschenkos Aussagen für Empörungen. In den Kommentaren heißt es dazu unter anderem:

  • "Ihr habt Belarus nicht vor dem Schicksal der Ukraine bewahrt; ihr habt seine Unabhängigkeit präventiv kastriert. Die Ukraine kämpft aufrecht, während ihr auf den Knien kriecht und einen aktiven russischen Militärstützpunkt regiert. Weißrussland ist nicht sicher; es ist von innen heraus besetzt und zieht die Kolonialisierung der Freiheit vor."
  • "Sie meinen also, man muss Russlands Marionette sein, sonst wird Russland einen vernichten? :D"
  • "Die gedanklichen Verrenkungen hier sind unglaublich, da er versucht, den illegalen Verbleib an der Macht als eine Art heldenhaften Akt der Landesverteidigung darzustellen, während er in Wirklichkeit lediglich die tatsächliche Souveränität seines Landes verkauft hat, um vor seinem eigenen Volk seine eigene Haut zu retten."

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