Wladimir Putin: Ukraine-Rückschlag für Putin - Gegenoffensive stoppt Kreml-Jubel

Während Wladimir Putin noch die Einnahme von Swjatohirsk feierte, rollte die ukrainische Gegenoffensive "Vivaldi" bereits - und könnte laut Analysten weite Gebiete zurückerobert haben. Es wäre ein Rückschlag für den Kremlchef.

Erstellt von - Uhr

Wladimir Putin sieht sich im Ukraine-Krieg mit einer Gegenoffensive konfrontiert. (Foto) Suche
Wladimir Putin sieht sich im Ukraine-Krieg mit einer Gegenoffensive konfrontiert. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Mikhail Metzel
  • Ukraine-Krieg aktuell: Ukraine-General enthüllt Putin-Rückschlag
  • Wladimir Putins falsche Siegesmeldung aus Swjatohirsk
  • Wladimir Putins Angriff gestoppt und zurückgeworfen

Die ukrainischen Streitkräfte haben nördlich der Frontstadt Lyman in der Oblast Donezk eine Gegenoffensive gestartet, um Wladimir Putins Truppen zurückzuwerfen. Brigadegeneral Andrii Biletskyi, Kommandeur des 3. Armeekorps, bestätigte laut "Kyiv Independent" die Operation unter dem Codenamen "Vivaldi". Bereits zuletzt war über den teilweisen Zusammenbruch eines russischen Angriffs berichtet worden - zudem wurde vom polnischen Außenminister über eine schnelle Niederlage Putins im Falle eines Angriffs auf die Nato spekuliert.

Weitere Artikel über Donald Trump finden Sie unter diesem Text.

Ukraine-Krieg aktuell: Ukraine-General enthüllt Putin-Rückschlag

Biletskyis Angaben zufolge konnten ukrainische Truppen zehn Quadratkilometer Territorium zurückerobern - darunter die Ortschaft Serednje - und weitere 75 Quadratkilometer von russischen Infiltrationsgruppen räumen. Die Offensive habe den Kampffähigkeiten der20. und 25. Armee"einen schweren Schlag" versetzt, so Biletskyi. Ukrainische Drohnenangriffe hätten zudem russische Nachschubstützpunkte hinter die Staatsgrenze zurückgedrängt. Unabhängig bestätigen lassen sich die Behauptungen nicht.

Wladimir Putins falsche Siegesmeldung aus Swjatohirsk

Moskaus Strategie im Donbas zielt darauf ab, die Festungsstädte Slowjansk, Kramatorsk, Druschkiwka und Kostjantyniwka nicht frontal anzugreifen, sondern von beiden Seiten einzukesseln. Die Vorstöße bei Lyman bildeten dabei die nördliche Zange dieser Umfassungsbewegung. Über Monate hinweg hatten russische Einheiten versucht, ukrainische Positionen immer weiter nach Norden in Richtung Oskil-Fluss zurückzudrängen. Dabei sickerten Infiltrationsgruppen systematisch in Gebiete ein, die offiziell unter ukrainischer Kontrolle standen, heißt es.

Wie wenig Moskaus Führung angeblich über die tatsächliche Lage informiert war, zeigte sich bereits Anfang September. Wladimir Putin verkündete die Einnahme von Swjatohirsk - eine Behauptung, die Biletskyi vor dem historischen Höhlenkloster der Stadt mit einem Video widerlegte.

  • "Nehmt eure Clownsnasen und bunten Perücken ab. Hört auf, euch lächerlich zu machen", richtete er an die russische Militärführung. Swjatohirsk liegt im ukrainischen Hinterland, mehrere Kilometer entfernt von der Frontlinie.

Wladimir Putins Angriff gestoppt und zurückgeworfen

Sollten sich die berichteten Erfolge in vollem Umfang bestätigen, wäre Wladimir Putins nördliche Umfassungsbewegung gegen die Donbas-Festungsstädte nicht nur gestoppt, sondern zurückgeworfen. Zugleich entlastet der Vorstoß wichtige Versorgungsrouten, die zuletzt unter russischem Drohnenbeschuss lagen. Wie weit die Offensive noch reichen wird, bleibt offen. Biletskyi deutete jedoch an, dass dies erst der Anfang sei:

  • "Unsere Operation heißt Vivaldi. Vivaldi hat bekanntlich vier Jahreszeiten, und dies ist erst die erste davon."

Lesen Sie außerdem noch diese Artikel:

/news.de/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.