Alice Weidel News: AfD wirbt mit Pappfiguren von Hindenburg bis Weidel

Mit Pappfiguren kann man sich bei der AfD im Brandenburger Landtag fotografieren lassen. Die AfD-Chefs stehen dabei in einer Reihe mit Bismarck und Hindenburg, der als "Steigbügelhalter Hitlers" gilt.

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Alice Weidel, Bundessprecherin der AfD, spricht während des AfD-Landesparteitags zu Parteimitgliedern. (Foto) Suche
Alice Weidel, Bundessprecherin der AfD, spricht während des AfD-Landesparteitags zu Parteimitgliedern. Bild: picture alliance/dpa | Christoph Schmidt

Die AfD-Landtagsfraktion in Brandenburg greift für öffentliche Veranstaltungen bis in die Geschichte des Deutschen Reiches zurück: Pappfiguren in Lebensgröße zeigen neben den AfD-Bundesvorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla auch Reichskanzler Otto von Bismarck, Reichspräsident Otto von Hindenburg und Kaiser Wilhelm II. Sie kommen zum Beispiel zum Einsatz bei Veranstaltungen wie der Langen Nacht des Parlaments am vergangenen Freitag. Zuvor berichtete die "Märkische Allgemeine" darüber.

Von Bismarck über Hindenburg bis zu Wilhelm II.

Paul von Hindenburg (1847-1934) war Reichspräsident in der Weimarer Republik und gilt vielen heute vor allem als "Steigbügelhalter Hitlers", den er zum Reichskanzler machte und damit die Diktatur erst ermöglichte. Am "Tag von Potsdam" 1933 reichte Reichspräsident Paul von Hindenburg dem neuen Reichskanzler Adolf Hitler in Potsdam die Hand.

Das Wirken von Bismarck (1815-1898) wird sehr unterschiedlich beurteilt. Er trieb die Gründung des Deutschen Reiches voran und führte Sozialversicherungen ein, ging aber gegen die katholische Kirche und mit Verboten gegen die Sozialdemokratie vor. Und Wilhelm II. (1859-1941) war der letzte deutsche Kaiser, seine Bedeutung wird kontrovers beurteilt. Er trug zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs bei.

Fraktionschef: "Keine Heldenverehrung"

AfD-Fraktionschef Hans-Christoph Berndt warnte davor, die Personen der Geschichte zu "dämonisieren". "Hindenburg war halt der einzige frei gewählte Präsident des Deutschen Reiches", sagte Berndt, als er zu Hindenburg gefragt wurde. Er sei "schon jemand, der zur Stabilisierung in den 20er Jahren sehr beigetragen hat". Über Wilhelm II. sagte Berndt: "Er hat wie wir alle seine Fehler gehabt, aber er war auch nicht der Teufel."

Die "Pappkameraden" seien mit Augenzwinkern aufgestellt worden, um sich mit ihnen fotografieren zu lassen. "Es soll jetzt keine Heldenverehrung sein."

Der Verfassungsschutz Brandenburg stuft die AfD im Land als gesichert rechtsextremistisch ein. Dagegen geht die Partei juristisch vor.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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