Friedrich Merz: "Rücktritt und zwar sofort" - diese Nachricht reichte, um die Merz-Wut zu entfachen

Es sollte ein harmloser Glückwunsch werden - und endete in einer Katastrophe. Bundeskanzler Friedrich Merz gratuliert Alexander Zverev zum US-Open-Sieg - und erntet dafür eine Welle aus Spott, Wut und Rücktrittsforderungen.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Ein simpler Glückwunsch von Friedrich Merz schürt bei seinen Gegnern die Wut. (Foto) Suche
Ein simpler Glückwunsch von Friedrich Merz schürt bei seinen Gegnern die Wut. Bild: picture alliance/dpa | Michael Kappeler
  • Friedrich Merz verspottet für simple Zverev-Glückwünsche
  • Friedrich Merz folgt Zverev in die Kabine
  • Friedrich Merz attackiert: "Ihr Rücktritt wäre auch eine starke Leistung"

Friedrich Merz hat Alexander Zverev bei Instagram zu dessen US-Open-Triumph beglückwünscht - und damit einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Was als routinemäßige Gratulation an den deutschen Tennisstar gedacht war, entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zu einer politischen Grundsatzdebatte. Es ist kein Einzelfall: Bereits zuletzt hatte Merz mit einem Sport-Post die Wähler-Wut geschürt.

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Friedrich Merz verspottetwegen simpler Zverev-Glückwünsche

"Erst Paris, jetzt New York: Herzlichen Glückwunsch, lieber Alex Zverev, zum verdienten Sieg und zum zweiten Grand-Slam-Titel in einer Saison. Starke Leistung!", schrieb Bundeskanzler Friedrich Merz bei Instagram.

Unter dem Beitrag häuften sich kritische Kommentare - von beißendem Spott über Merz' Prioritäten bis hin zu offenen Rücktrittsforderungen. Der Vorwurf: Der Kanzler nutze sportliche Erfolge gezielt, um von drängenden Problemen wie steigenden Lebenshaltungskosten und explodierenden Energiepreisen abzulenken.

Friedrich Merz folgt Zverev in die Kabine

Im Finale von Flushing Meadows setzte sich der 29-jährige Hamburger Zverev gegen den US-Amerikaner Ben Shelton in vier Sätzen durch (6:3, 7:6 (7:2), 5:7, 6:2). Damit krönte Zverev eine herausragende Saison mit seinem zweiten Major-Titel nach dem Triumph bei den French Open im Juni.

Die Beziehung zwischen Kanzler und Tennisprofi hat sich in diesem Jahr intensiviert. Nach dem Paris-Erfolg hatte Zverev von einem persönlichen Telefonat mit Merz berichtet. Beim Wimbledon-Finale wenige Wochen später saß der Kanzler gemeinsam mit seiner Frau Charlotte sogar in der Royal Box auf der Tribüne. Als Zverev dort unterlag, besuchte Merz ihn anschließend in der Kabine.

Friedrich Merz attackiert: "Ihr Rücktritt wäre auch eine starke Leistung"

Die Kommentarspalte unter dem neuen Kanzler-Post verwandelte sich rasch in ein Ventil für aufgestauten Frust. Nutzer warfen Merz vor, mit Sportgratulationen systematisch von den realen Sorgen der Bevölkerung abzulenken.

  • "Sie versuchen zunehmend, mit Sportthemen von den explodierenden Ölpreisen, der steigenden Inflation und hohen Mieten abzulenken!", lautete einer der meistgeteilten Vorwürfe.
  • Andere wurden noch deutlicher: "Dieses Jahr mehr für Sport gratuliert, als gearbeitet!!! Rücktritt und zwar sofort!!!"
  • Ein weiterer Kommentar spottete mit sarkastischer Dankbarkeit über die angebliche Wertschätzung des Kanzlers für arbeitende Menschen, "die den Laden am Laufen halten und nur noch für Steuern, Miete und Sprit arbeiten".
  • Auch der Konter "Warum teilen sie Erfolge anderer?.... Achso weil sie selber ja keine haben" verbreitete sich rasant.

Friedrich Merz polarisiert mit Zverev-Post

Aus einem simplen Gratulationspost wurde binnen Minuten eine politische Auseinandersetzung. Besonders ein Vorwurf traf offenbar einen Nerv: In fünf von zehn Beiträgen des Kanzlers innerhalb der vergangenen zwei Wochen sei Sport das zentrale Thema gewesen. "Danke für die klare Prioritätensetzung!", kommentierte ein Nutzer mit unverkennbarer Ironie.

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