Dmitri Medwedew: "Das sind keine Andeutungen" - Putin-Vertrauter droht mit Atomschlag
Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew warnt den Westen, Russlands Atomwaffen seien "keine Einschüchterungstaktik, sondern Realität". Der Putin-Vertraute spricht von einer "kritischen Bedrohung" der russischen Souveränität.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Dmitri Medwedew droht mit Atomwaffen: "Das sind keine Andeutungen"
- Wladimir Putins erweiterte Nukleardoktrin senkt die Schwelle für Atomwaffeneinsatz
- "Neandertaler-Mentalität": Medwedew attackiert den Westen
Es ist eine neuerliche Drohung aus Moskau. Dmitri Medwedew, Vizechef des russischen Sicherheitsrats und ehemaliger Präsident Russlands, hat mit Blick auf den Ukraine-Krieg erneut mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht. Zuletzt war darüber berichtet worden, dass Wladimir Putin wichtige Verbündete für seine Kriegsziele verlieren könnte.
Weitere Artikel über Wladimir Putin und den Ukraine-Krieg finden Sie unter diesem Text.
Dmitri Medwedew droht mit Atomwaffen: "Das sind keine Andeutungen"
In einem Interview mit der Zeitung "Wedomosti" stellte er unmissverständlich klar: "Das ist keine Einschüchterungstaktik - es ist Realität." Der Vorsitzende der Kreml-Partei Einiges Russland forderte den Westen auf, Moskaus wiederholte nukleare Warnungen ernst zu nehmen.
- "Das sind keine Andeutungen", betonte er.
- "Jeder muss begreifen, dass Atomwaffen unter bestimmten Umständen zum Einsatz kommen könnten."
Sollte es Russland nicht gelingen, den Krieg in der Ukraine zu seinen Bedingungen zu beenden, drohe eine Eskalation zum Dritten Weltkrieg.
- Der Konflikt müsse "zu unseren Bedingungen enden, um jede Möglichkeit einer Wiederholung oder einer Ausweitung zu einem globalen Konflikt zu verhindern", so Medwedew.
- Die endgültige Entscheidung über einen Nuklearwaffeneinsatz liege bei Staatschef Wladimir Putin.
Wladimir Putins erweiterte Nukleardoktrin senkt die Schwelle für Atomwaffeneinsatz
Medwedew verwies auf die überarbeitete russische Nukleardoktrin, die den Katalog militärischer Bedrohungen erweitert hat, bei denen nukleare Abschreckungsmaßnahmen greifen können. Besonders brisant: Greift ein Land ohne eigene Atomwaffen - wie die Ukraine - Russland oder dessen Verbündeten Belarus an und wird dabei von einer Nuklearmacht wie Großbritannien unterstützt, wertet Moskau dies als gemeinsame Attacke.
- "Wir haben jedes Recht, auf eine kritische Bedrohung unserer Souveränität zu reagieren", erklärte der frühere Kremlchef. Eine solche Konstellation könne eine atomare Antwort Russlands nach sich ziehen.
"Neandertaler-Mentalität": Medwedew attackiert den Westen
In scharfem Ton griff Medwedew die politischen Führungsfiguren des Westens an. Er warf ihnen eine "Neandertaler-Mentalität und abgrundtiefe Ignoranz" vor. Die westlichen Staaten würden die Welt an den Rand einer nuklearen Katastrophe treiben. Die Konsequenzen eines solchen Konflikts malte der Kreml-Hardliner in düsteren Farben aus.
- Ein atomarer Krieg würde "die gesamte Geschichte der menschlichen Zivilisation auslöschen und sie in einen primitiven Zustand zurückwerfen", warnte er.
- Ob von den Milliarden Menschen auf dem Planeten überhaupt jemand überleben würde, stellte er offen infrage.
Mit diesen Äußerungen reiht sich Medwedew in ein bekanntes Muster ein: Der ehemalige Präsident hat sich seit Beginn des Ukraine-Kriegs wiederholt als einer der lautstärksten Verfechter nuklearer Drohgebärden im Kreml-Umfeld positioniert.
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rut/news.de/stg
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