Wolodymyr Selenskyj: Ukraine-Präsident entging nur knapp dem Drohnen-Tod
Entging Wolodymyr Selenskyj nur haarscharf dem Tod? Beim Start in Moldau wäre das Flugzeug des ukrainischen Präsidenten, der auf dem Weg zur Beerdigung des norwegischen Königs Harald in Oslo war, beinahe von einer Drohne getroffen worden.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
Suche
- Wolodymyr Selenskyj entging offenbar nur haarscharf dem Tod
- Flugzeug von Ukraine-Präsident beinahe von Drohne getroffen
- Selenskyj schwebte auf dem Weg zu Royals-Beerdigung in Lebensgefahr
Auf dem Weg zur Beisetzung des norwegischen Königs Harald V. in Oslo wäre das Flugzeug des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beinahe von einer Drohne getroffen worden. Der Vorfall ereignete sich während des Starts in Moldau, wie Norwegens Premierminister Jonas Gahr Støre dem staatlichen Sender "NRK" berichtete.
Wolodymyr Selenskyj nur knapp dem Tod entkommen bei Drohnen-Beschuss
Støre schilderte, er habe Selenskyj nach seiner Nacht gefragt. Dieser habe geantwortet: "Es war keine gute Nacht, weil er am Telefon Nachrichten darüber erhalten hatte, wo die Raketen eingeschlagen waren." Die Lage sei äußerst dramatisch und hinterlasse einen starken Eindruck, so der norwegische Regierungschef. Am Abend des 8. September 2026 gegen 21.00 Uhr traf Selenskyj im Plaza Hotel in Oslo ein. Dort kam er mit Støre sowie dem norwegischen Außenminister Espen Barth Eide zusammen. Tags darauf fand ein weiteres Treffen mit dem Büro des Premierministers statt.
Wolodymyr Selenskyj drängt bei Norwegen-Besuch auf eigenes Raketenabwehrsystem
Bei seinen Gesprächen in Oslo machte der ukrainische Präsident deutlich, wo er die größte Verwundbarkeit seines Landes sieht, wie im britischen "Daily Express" zu lesen. "Unsere Schwachstelle sind die anti-ballistischen Fähigkeiten. Wir müssen stärker werden", erklärte Selenskyj. Er führe deshalb Gespräche sowohl mit Norwegen als auch mit Kanada über entsprechende Waffensysteme.
Sein erklärtes Ziel ist die Entwicklung eines eigenständigen ukrainischen Abwehrsystems gegen ballistische Raketen. "Ich möchte Treffen in Norwegen und Kanada haben. Wir müssen unser eigenes anti-ballistisches System entwickeln", betonte der Präsident, dessen Land sich seit viereinhalb Jahren gegen Wladimir Putins Angriffskrieg stemmt. Angesichts der anhaltenden russischen Raketenangriffe auf ukrainische Städte hat der Ausbau der Luftverteidigung für Kiew höchste Priorität.
Ukraine vor nächstem Kriegswinter - "Moskau darf nicht glauben, dass Terror ohne Folgen bleibt"
Zudem erhob Selenskyj schwere Vorwürfe gegen die Staatengemeinschaft. Diese reagiere viel zu zurückhaltend auf die russischen Angriffe, die nahezu täglich Menschenleben in der Ukraine fordern. "Leider gab es zu wenig Reaktion der internationalen Gemeinschaft auf diese Angriffe, die praktisch jeden Tag Menschen das Leben kosten", kritisierte der ukrainische Präsident.
Gleichzeitig forderte er entschlossenes Handeln vor Beginn der kalten Jahreszeit. Russland dürfe nicht den Eindruck gewinnen, seinen Raketen- und Drohnenterror ohne Konsequenzen fortsetzen zu können. "Eine Antwort ist nötig – Moskau darf nicht in den Winter gehen und glauben, dass es mit Raketen- und Drohnenterror ohne Konsequenzen davonkommt", warnte Selenskyj eindringlich. Die eskalierende Bombardierung ziviler Gebiete müsse entschieden beantwortet werden.
Ukraine-Krieg aktuell: Ukrainische Armee schlägt mit Langstreckendrohnen tief in Russland zurück
Selenskyj machte zugleich klar, dass sein Land nicht untätig bleibe. Die Ukraine beantworte die russischen Angriffe mit täglichen Schlägen gegen Infrastruktur weit im russischen Hinterland. Zuletzt nahmen ukrainische Drohnen eine nicht näher bezeichnete Industrieanlage in der abgelegenen sibirischen Stadt Nowy Urengoi ins Visier. Der Ort liegt im äußersten Nordwesten Sibiriens. Nach Angaben des Gouverneurs der Region Jamal-Nenzen, Dmitri Artjuchow, wurde der Angriff abgewehrt. Opfer habe es keine gegeben, teilte er auf Telegram mit. Herabfallende Drohnentrümmer lösten allerdings einen Brand aus. Die zunehmende Reichweite ukrainischer Drohnenangriffe verdeutlicht, dass Kiew inzwischen Ziele in weit entfernten Regionen Russlands erreichen kann.
Auch diese Beiträge zu Wladimir Putin und dem Ukraine-Krieg sind einen Blick wert:
- Kreml-Chef gibt irritierendes Friedensversprechen gegenüber Donald Trump ab
- Nato-Land verhängt höchste Warnstufe wegen russischem Drohnen-Alarm
- Kreml-Chef schickt Kriegsschiffe gen Ostsee - wird sein Vergeltungsplan Realität?
- Wladimir Putin wird baldiges Ableben durch Fenstersturz vorhergesagt
- Beginnt Wladimir Putin seinen Nato-Krieg schon in wenigen Wochen?
loc/news.de/stg
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.