Landtagswahl: Chrupalla: Werden allen Parteien Gesprächsangebote machen

Zur absoluten Mehrheit in Sachsen-Anhalt hat es nicht ganz gereicht: Für Partnerschaften mit anderen Parteien ist der AfD-Chef offen. Wichtig sind ihm auch gute Beziehungen zu Russland.

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Bei der Landtagswahl wird das Parlament eines Bundeslands gewählt (Symbolbild). (Foto) Suche
Bei der Landtagswahl wird das Parlament eines Bundeslands gewählt (Symbolbild). Bild: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jan Woitas

Die AfD will nach ihrem Wahlsieg in Sachsen-Anhalt regieren und dafür nach Partnern suchen. "Wir werden Gesprächsangebote an alle Parteien senden. Da wird man sehen, wer uns die Hand wegschlägt", sagte Co-Parteichef Tino Chrupalla im ARD-"Morgenmagazin". Er appellierte dabei auch an die CDU: "Ich meine, die CDU muss sich ja selbst hinterfragen, was und welche Konsequenzen sie aus diesem desaströsen Wahlergebnis zieht." Es gehe darum, "stabil auch Sachsen-Anhalt weiterzuregieren, und diese Verantwortung haben auch Oppositionsparteien".

Die CDU, die bisher mit Sven Schulze den Ministerpräsidenten in dem Bundesland stellte, musste bei der Landtagswahl am Sonntag drastische Verluste hinnehmen und stürzte auf 17,2 Prozent ab. Die AfD mit Spitzenkandidat Ulrich Siegmund wurde mit 43,8 Prozent mit Abstand stärkste Partei, verfehlte aber eine absolute Mehrheit der Mandate im Landtag.

Siegmund soll zum Ministerpräsidenten gewählt werden

"Die Gespräche werden die Woche anlaufen, das ist erstmal unser Ziel, und ich gehe davon aus, dass wir auch mit Ulrich Siegmund einen Ministerpräsidenten haben, der auch im Sachsen-Anhaltiner Landtag gewählt wird", sagte Chrupalla. Entscheidend sei, dass es zu einem Politikwechsel in Sachsen-Anhalt komme. Er betonte auch: "Wir wollen Gräben zuschütten."

"Wieder gute Beziehungen zu Russland"

Chrupalla will über Sachsen-Anhalt auch Themen auf Bundesebene vorantreiben - und das nicht nur innenpolitisch: "Wir wollen, dass wir wieder gute Beziehungen mit Russland haben." Die Sanktionspolitik müsse sich ändern. "Das wird eine AfD vor allen Dingen dann im Bundesrat mit Druck auf die Bundesregierung lösen müssen." Russland führt seit mehr als vier Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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