Wladimir Putin im Mittelpunkt: Geheimpapier alarmiert - Nato-Land rüstet sich für Angriff ohne Vorwarnung
Tschechien rechnet mit einem militärischen Angriff auf Nato- und Eu-Staaten ohne jede Vorwarnung - und bereitet sich darauf vor, im Ernstfall auch Zivilisten einzuberufen. Ein brisantes Strategiepapier zeichnet ein düsteres Bild der europäischen Sicherheitslage - auch wegen Wladimir Putin.
Erstellt von Tobias Rüster - Uhr
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- Nato-Land sieht gestiegene Wahrscheinlichkeit für Angriff "ohne Vorwarnzeit"
- Geheimpapier warnt vor Bedrohung durch Wladimir Putins Russland
- Tschechien plant massive Aufrüstung
Tschechien stellt sich auf eine mögliche militärische Auseinandersetzung in Europa ein. Das Verteidigungsministerium in Prag hat ein neues Strategiedokument mit dem Titel "Langfristiger Ausblick für die Verteidigung 2045" erarbeitet, das eine deutlich verschärfte Bedrohungslage auf dem Kontinent beschreibt. Wladimir Putins Russland wird darin als größte Gefahr für die Sicherheit des Landes eingestuft. Bereits zuletzt sorgten die theoretischen Überlegungen eines Experten hinsichtlich eines möglichen Putin-Angriffs für Schlagzeilen.
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Nato-Land sieht gestiegene Wahrscheinlichkeit für Angriff "ohne Vorwarnzeit"
Wie das tschechische Nachrichtenportal "iROZHLAS.cz" berichtet, hat der Staatssicherheitsrat das Dokument bereits gebilligt. Im Herbst soll die Regierung darüber beraten. Die Jahreszahl 2045 markiert dabei nicht ein prognostiziertes Kriegsdatum, sondern den zeitlichen Rahmen der strategischen Planung.
Das Strategiedokument formuliert seine Einschätzung dem Bericht nach unmissverständlich: "Die Wahrscheinlichkeit komplexer Sicherheitskrisen einschließlich eines Angriffs auf Nato- und EU-Staaten ohne Vorwarnzeit steigt." Prag rechnet demnach damit, dass eine militärische Konfrontation Europa ohne klassische Eskalationsphase treffen könnte.
Geheimpapier warnt vor Bedrohung durch Wladimir Putins Russland
Gleichzeitig geht das Papier davon aus, dass die Vereinigten Staaten ihre Rolle bei der konventionellen Verteidigung Europas schrittweise zurückfahren werden. Die europäischen Bündnispartner müssten deshalb zunehmend selbst Verantwortung übernehmen.
Tschechien hat die Absicht, sich vor diesem Hintergrund gezielt auf einen "langfristigen Konflikt hoher Intensität mit einem technologisch fortgeschrittenen Gegner" vorzubereiten. Damit ist nach der Bedrohungsanalyse des Dokuments vor allem Wladimir Putins Russland gemeint.
Nato-Land plant massive Aufrüstung
Um für dieses Szenario gewappnet zu sein, hat Prag einen detaillierten Stufenplan entwickelt. Bereits bis 2030 soll ein umfassendes System aufgebaut werden, das die Bevölkerung auf Sicherheitskrisen vorbereitet. Zwei Jahre später, bis 2032, plant das Land den Aufbau eigener Kapazitäten zur Weltraumaufklärung.
Bis 2038 sieht das Strategiepapier die Anschaffung zusätzlicher Waffensysteme, Technik und militärischen Geräts vor. Herzstück der Modernisierung sind 24 Kampfflugzeuge vom Typ F-35 sowie zwei vollständig aufgerüstete Brigaden, mit denen die tschechischen Streitkräfte erheblich schlagkräftiger werden sollen.
Zivilisten im Ernstfall vor Einberufung nicht sicher
In Friedenszeiten soll der Wehrdienst nach den Plänen des Verteidigungsministeriums weiterhin auf freiwilliger Basis bestehen bleiben. Für den Krisenfall behält sich die Regierung jedoch ausdrücklich vor, Bürgerinnen und Bürger zur Landesverteidigung heranzuziehen. Laut dem Dokument will Prag "im Bedarfsfall die Einführung einer angemessenen Form der Beteiligung der Bürger an der Gewährleistung der Landesverteidigung und am Militärdienst prüfen."
Denkbar wäre etwa, Fachleute aus den Bereichen Technik, Medizin oder IT einzuberufen und in verkürzten Programmen militärisch zu schulen. Der frühere tschechische Geheimdienstchef Petr Mlejnek mahnt zudem, dass ein Gegner "nicht strikt zwischen Krieg und Frieden unterscheidet".
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rut/news.de/stg
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