Ukraine-Krieg aktuell: Im Hintergrund brennt der Kreml schon - Selenskyj-Befehl für Putin-Vergeltung

Dieser Fingerzeig geht klar in Richtung von Wladimir Putin. Russland trifft mit einer Drohne das Herz des ukrainischen Geheimdienstes in Kiew - und Selenskyj gibt seinen Vergeltungsbefehl ausgerechnet vor einem Bild des brennenden Kremls.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Wolodymyr Selenskyj hat sich vor einem Bild des brennenden Kremls ablichten lassen. (Foto) Suche
Wolodymyr Selenskyj hat sich vor einem Bild des brennenden Kremls ablichten lassen. Bild: picture alliance/dpa/Lehtikuva | Antti Aimo-Koivisto
  • Ukraine-Krieg aktuell: Putin-Angriff trifft Geheimdienst-Zentrale
  • Selenskyj befiehlt Vergeltung - vor dem Bild des brennenden Kremls
  • Putin-Drohnen beschädigen auch Weltkulturerbe-Kathedrale
  • Wladimir Putin im Visier: Geheimdienst kündigt "schmerzhafte Antwort" an

Es war ein symbolträchtiger Angriff von Wladimir Putin, der jüngst auf offener Bühne eine überraschende Kriegs-Ansage eines Staatschefs bekommen hatte. Eine russische Drohne hat die Zentrale des ukrainischen Geheimdienstes SBU mitten in Kiew getroffen. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden dabei mindestens zwölf Menschen verletzt. Das Geschoss schlug offenbar gezielt im zweiten Stockwerk des Seitenflügels ein - Fotos in sozialen Netzwerken zeigen ein Einschlagloch an einer Fensteröffnung.

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Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj befiehlt Vergeltung - vor dem Bild des brennenden Kremls

Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte auf Telegram, die Drohne habe "direkt auf das Arbeitszimmer des SBU-Leiters in diesem Gebäude" gezielt. Sowohl das Dach als auch die Fassade des Gebäudes wurden bei dem Einschlag beschädigt. Der Angriff auf das Nervenzentrum des ukrainischen Sicherheitsapparats gilt als einer der brisantesten Drohnenangriffe auf die Hauptstadt seit Langem.

Der ukrainische Präsident reagierte umgehend auf den Angriff und wies SBU-Chef Olexander Poklad an, "spiegelbildlich" zurückzuschlagen. In einem weiteren Telegram-Beitrag und auch beim Netzwerk X teilte Selenskyj nach einem Gespräch mit Poklad mit, dass der geografische Rahmen für die Gegenmaßnahmen bereits abgesteckt sei. Den Zeitpunkt werde man so wählen, dass Ergebnisse gewährleistet seien.

Besondere Beachtung fand ein Foto des Treffens zwischen Selenskyj und dem Geheimdienstchef: Im Hintergrund der Aufnahme (zu sehen beim Netzwerk X) hängt ein Gemälde, vor dem bereits zuvor Bilder entstanden waren - es zeigt den Moskauer Kreml in Flammen.

Putin-Drohnen beschädigen auch Weltkulturerbe-Kathedrale

Der Einschlag in die SBU-Zentrale hatte auch Folgen für die unmittelbar benachbarte Sophienkathedrale, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Laut der zuständigen Museumsverwaltung zerbarsten durch die Druckwelle sämtliche Fensterscheiben in einem Verwaltungsgebäude des Komplexes, das aus dem 18. Jahrhundert stammt.

Weitere Bauwerke innerhalb des historischen Ensembles blieben nach bisherigen Erkenntnissen unversehrt. Die Sophienkathedrale zählt zu den bedeutendsten Sakralbauten der Ukraine und steht seit Jahrzehnten unter dem Schutz der Vereinten Nationen.

Wladimir Putin im Visier: Geheimdienst kündigt "schmerzhafte Antwort" an

Der ukrainische Geheimdienst bestätigte die Schäden an seinem Hauptquartier und kündigte an, diese umgehend zu beheben. Gleichzeitig richtete der SBU eine unmissverständliche Warnung an Wladimir Putin: "Und die Russen erhalten eine schmerzhafte Antwort auf ihre Angriffe - noch mehr Geheimoperationen, offengelegte Agentennetze und vernichtete Feinde", erklärte der Dienst auf Telegram.

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