Landtagswahl: AfD-Chef Chrupalla offen für Gespräche nach Landtagswahl

Die AfD in Sachsen-Anhalt fährt vor der Landtagswahl einen Entweder-oder-Kurs: Absolute Mehrheit oder nicht regieren. Bundeschef Chrupalla zeigt sich auch offen für Gespräche mit anderen Parteien.

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Bei der Landtagswahl wird das Parlament eines Bundeslands gewählt (Symbolbild). (Foto) Suche
Bei der Landtagswahl wird das Parlament eines Bundeslands gewählt (Symbolbild). Bild: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jan Woitas

Anders als Spitzenkandidat Ulrich Siegmund signalisiert AfD-Bundeschef Tino Chrupalla vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt Bereitschaft für eine Zusammenarbeit mit anderen Parteien. Man wolle die absolute Mehrheit anvisieren "und dann sind wir trotzdem gesprächsbereit", sagte Chrupalla im "Welt"-TV-Interview.

"Wer es gut mit Sachsen-Anhalt, mit Deutschland meint, mit dem werden wir auch Gespräche führen." Es werde sich zeigen, wie die anderen Parteien das aufnähmen oder ob sie sich weiterhin verschließen wollten, fügte er hinzu. "Die Brandmauer haben nicht wir gebaut."

Auf Nachfrage, ob Siegmunds Aussage, entweder alleine oder gar nicht zu regieren, nicht stimme, sagte Chrupalla: "Das wird man sehen, inwieweit auch das BSW zum Beispiel in den Landtag kommt, was ja aktuell nicht der Fall ist". Er gehe davon aus, dass die AfD die absolute Mehrheit gewinne. Alles andere werde man am Wahlsonntag und Montag sehen, etwa welche Parteien und Politiker bereit seien, "zum Wohle Sachsen-Anhalts" Gespräche zu führen.

Siegmund setzt auf Alleinregierung

Siegmund hat wiederholt betont, er könne das Land nicht mit denen aufbauen, die es zerstört hätten. Er müsse sich auf eine stabile Mannschaft verlassen können, "mit der ich genau das auch umsetze, was ich jetzt im Wahlkampf ankündige". Das gebe es nur in einer Alleinregierung der AfD.

Für den Fall, dass es dafür nicht reicht - worauf die letzten Umfragen hingedeutet hatten - hatte er ausgeschlossen, sich in einem möglichen dritten Wahlgang, in dem eine einfache Mehrheit reichen würde, im neuen Landtag zum Regierungschef einer Minderheitsregierung wählen zu lassen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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